Kunst und Kultur

Neues Förderprogramm schafft Kunst- und Kulturorte auf dem Land

Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Künstlerin betrachtet in der «Container-City» des Kunstvereins Wagenhalle e.V. einen Plan. (Bild: Marijan Murat/dpa)

Leerstehende Gebäude im ländlichen Raum wiederbeleben, Kultureinrichtungen weiterentwickeln und Kooperationen von Chören, Ensembles und Orchestern der Amateurmusik fördern – das sind die Ziele des neuen Förderprogramms „FreiRäume“.

Mit dem neuen Förderprogramm „FreiRäume“ des Wissenschaftsministeriums sollen Orte der Begegnung und des gemeinsamen Engagements im ländlichen Raum geschaffen werden. Ab sofort können sich Gemeinden, Kultureinrichtungen, Vereine und bürgerschaftliche Initiativen mit kreativen Projekten um Fördermittel in Höhe von insgesamt drei Millionen Euro bewerben. „FreiRäume“ ist Teil des Impulsprogramms der Landesregierung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

„Gesellschaftlicher Zusammenhalt braucht gemeinschaftliche Orte, wo Menschen einander begegnen, sich austauschen und Zeit miteinander verbringen können. Wir wollen vor allem dort, wo es nur noch wenige solcher Räume gibt, Möglichkeiten für Begegnung und Platz für neue Ideen schaffen. Kunst und Kultur sind Anziehungspunkte für Austausch und Gemeinschaft“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski.

Wiederbelebung leerstehender Gebäude

Aus diesem Grund habe das Kunstministerium ein neues Förderprogramm aufgelegt: „Leerstehende Gebäude in ländlichen Kommunen können durch künstlerische und soziokulturelle Prozesse wiederbelebt, bestehende Kultureinrichtungen für neue Nutzungen geöffnet und zu sogenannten ´Dritten Orten` weiterentwickelt werden“, betonte die Staatssekretärin. Bewerben können sich Vereine und bürgerschaftliche Initiativen, um beispielsweise leerstehende Scheunen und Gaststätten als Räume für künstlerische Projekte, Kurse und Workshops oder als Proberäume umzufunktionieren.

Auch die Umnutzung ehemaliger Kirchenräume wird gefördert, wenn diese beispielsweise für Kulturveranstaltungen, Bildungs- und Inklusionsangebote geöffnet werden. Anträge stellen können auch Gemeinden, die beispielsweise ihre Büchereien, Heimatmuseen oder Musikschulen zu kulturellen Begegnungsorten weiterentwickeln und für neue Nutzungen öffnen wollen. Kultureinrichtungen und Einrichtungen kultureller Bildung können Fördermittel beantragen, um sich noch stärker als Begegnungsorte und Ankerpunkte in ländlichen Räumen zu etablieren.

Chöre, Ensembles und Orchester

Auch der Musikbereich wird gefördert: Die Linie „Zukunftsmusik“ richtet sich gezielt an Kooperationen von Chören, Ensembles und Orchestern der Amateurmusik mit entsprechenden Partnern aus dem Profibereich. „Sie sind eingeladen, außergewöhnliche Räume aufzuspüren, diese einzurichten und dort Konzerte oder musikalische Aufführungen zu veranstalten“, so Olschowski. „Mit unseren ´FreiRäumen` gehen wir neue Wege, um Menschen im Land zusammenzubringen und offene Räume für Austausch und neue Ideen zu schaffen“, sagte die Staatssekretärin abschließend.

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