Justiz

Neue Präsidentin am Landgericht Heilbronn

Auf einem Tisch im Landgericht Karlsruhe liegt ein Richterhammer aus Holz, darunter liegt eine Richterrobe. (Foto: © dpa)

Agnes Aderhold ist neue Präsidentin des Landgerichts Heilbronn. Sie folgt auf Wolfgang Görlich.

Agnes Aderhold ist neue Präsidentin des Landgerichts Heilbronn und folgt damit Wolfgang Görlich nach, der zum Ende des vergangenen Jahres in Ruhestand gegangen war. Nachdem ihr Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf vergangenen Dienstag die Ernennungsurkunde übergeben hatte, tritt sie am 1. März 2021 ihren ersten Arbeitstag als neue Präsidentin des Landgerichts Heilbronn an. Zuletzt war sie seit 2013 Vizepräsidentin des Oberlandesgerichts Stuttgart.

Persönlichkeit mit Dynamik und Stehvermögen

Der Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf sagte: „Agnes Aderhold ist eine beeindruckende Persönlichkeit mit Dynamik und Stehvermögen. Sie verfügt über ein herausragendes Organisations- und Führungsgeschick sowie exzellente juristische Fähigkeiten. Das hat sie im Rahmen unterschiedlichster Verwendungen vielfach und beeindruckend unter Beweis gestellt: Landgericht, Oberlandesgericht, Landes- und Bundesjustizministerium, Bundesverfassungsgericht ­­– das alles waren Stationen ihrer bisherigen Laufbahn. Immer wieder arbeitete sich Agnes Aderhold mit großem Engagement in neue Materien ein und übernahm auf herausfordernden Positionen Führungsverantwortung mit Umsicht und Fingerspitzengefühl. Als neue Präsidentin ist sie ein Glücksfall für das Landgericht Heilbronn.“

Nach ihrem Eintritt in den höheren Justizdienst im Jahr 1993 und ersten Stationen bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart, dem Amtsgericht Backnang, dem Amtsgericht Ludwigsburg und dem Landgericht Stuttgart war sie von 1995 bis 1997 an das Bundesjustizministerium abgeordnet und dort für Fragen des Mietrechts zuständig. Nach einer weiteren Tätigkeit am Landgericht Stuttgart wurde Aderhold im Jahr 2000 für zwei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet, wo sie sich im Referat von Bundesverfassungsrichter Dr. Jentsch unter anderem mit Fragen des Parteien- und Wahlrechts befasste. Unmittelbar danach erfolgte der Wechsel an das Oberlandesgericht Stuttgart, wo Agnes Aderhold unter anderem mit den Aufgaben einer Präsidialrichterin betraut war. In der Verwaltungsabteilung leitete sie dort die für die Rechtspfleger sowie die Bewährungs- und Gerichtshelfer zuständige Abteilung II. Im Juni 2005 wechselte Aderhold in das Justizministerium Baden-Württemberg, wo ihr die Leitung des Haushaltsreferats überantwortet wurde. Im Jahr 2009 übernahm sie sodann die besonders anspruchsvolle Aufgabe der Leitung der Gemeinsamen DV-Stelle Justiz, einer großen Behörde mit zwei Standorten in Karlsruhe und Stuttgart, bevor sie im Juni 2013 zur Vizepräsidentin des Oberlandesgerichts Stuttgart ernannt wurde. Auch in dieser Funktion oblagen ihr vielfältigste Organisations- und Koordinationsaufgaben, wie die Notariats- und Grundbuchamtsreform, die Einführung eines neuen Hochschulstudiengangs für Gerichtsvollzieher oder die Einführung der e-Akte beim Oberlandesgericht.

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