Berufsorientierung

Neue Informationsangebote für Jugendliche zu Studium und Beruf

Eine Schülerin bearbeitet unter Anleitung einer Lehrausbilderin bei einer „Schnupperlehre“ ihr erstes gläsernes Werkstück. (Foto: © dpa)

Das Wissenschaftsministerium hat neue Projekte zur Berufs- und Studienorientierung aufgesetzt, um Jugendlichen in der Sekundarstufe II umfangreiche Einblicke in ihre Möglichkeiten nach der Schule zu geben.

Und was fange ich dann mit dem Abi an? Um Jugendlichen den Übergang in ein Studium, in eine Ausbildung oder in einen Beruf zu erleichtern, hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst neue Projekte zur Berufs- und Studienorientierung (BESTOR) aufgesetzt. Sie geben Jugendlichen in der Sekundarstufe II anschauliche Einblicke in ihre Möglichkeiten nach der Schule. An dem umfangreichen Informationsangebot sind die baden-württembergische Hochschulen beteiligt, die die Projekte wissenschaftlich entwickelten und begleiten werden.

„Es gibt heute vielfältige und zahlreiche Wege in eine Beschäftigung zu finden. Wir wollen, dass die Schulabsolventinnen und -absolventen ohne Umwege einen Beruf finden, der zu ihren Interessen und Neigungen passt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in Stuttgart. Nur wer seinen Beruf mit Leidenschaft nachgehe, könne erfolgreich sein.

Informieren und orientieren mit dem BESTOR-Programm

„Was mache ich nach meinem Abitur? Diese Frage stellen sich alle Schülerinnen und Schüler sicherlich nicht nur einmal während ihrer Schulzeit. Spätestens in der Kursstufe nimmt die Berufs- und Studienorientierung dann ganz besonders Fahrt auf. Ob Studium oder Berufsausbildung: Die Optionen, die den Schulabgängern offenstehen, sind vielfältig. Umso wichtiger ist es daher, sie bei ihrer Wahl zu begleiten und ihnen Instrumente an die Hand zu geben, um sich informieren und orientieren zu können – und hier hilft das Programm BESTOR“, sagt Kultusministerium Dr. Susanne Eisenmann.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Eine Ausbildung ist auch für Jugendliche an Gymnasien eine attraktive Option. Gut ein Viertel der Jugendlichen, die in Baden-Württemberg in eine Ausbildung starten, hat einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Wir haben viele moderne Ausbildungsberufe, die ausgezeichnete Beschäftigungs- und Einkommenschancen bieten. Darum ist es wichtig, auch in der Sekundarstufe II an den Gymnasien die Ausbildung als gleichwertige Alternative zum Studium zu vermitteln. Dazu tragen die BESTOR-Maßnahmen bei.“

Martina Musati, Geschäftsführerin operativ der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit erläutert: „Wichtig ist, dass die Angebote zu Orientierung für Jugendliche und ihre Eltern gut verzahnt und abgestimmt sind. Dies ist bei den Angeboten der Berufsberatung und BESTOR gelungen. Der Berufswahltest Check-U bietet allen Jugendlichen eine sehr gute Orientierung zu Ausbildung und Studium.“

Berufs- und Studienorientierungsprogramm BESTOR

BESTOR ist ein Berufs- und Studienorientierungsprogramm, das mit unterschiedlichen Medien Jugendliche bei der Berufs- beziehungsweise Studienwahl unterstützt. Das vielfältige Angebot von BESTOR können die Jugendlichen sowohl individuell als auch über begleitende Beratung in Anspruch nehmen. Dadurch bietet das Programm jedem einzelnen Jugendlichen eine passgenaue Orientierung. Das Informationsangebot besteht aus den folgenden Projekten:

  • Die rund 60 Studienorientierungskurzfilme „Buena Vista BW“ bieten den Studieninteressierten die Möglichkeit, in die Studienorientierung und Berufswelt einzusteigen. Die Kurzfilme regen die Studieninteressierten dazu an, sich tiefergehend mit den Studienfeldern zu beschäftigen.
  • „BW² - Beispielaufgaben aus dem Studium“ geben Einblicke in wesentliche Themen und Methoden verschiedener Studiengänge.
  • Der „Freiburger Methodenkoffer“ stellt Lehrkräften und Beraterinnen und Beratern didaktisches Material zur Gestaltung des Berufs- und Studienwahlprozesses der Studieninteressierten zur Verfügung. Während der Studienorientierung begleiten Lehrkräfte sowie Beraterinnen und Berater der Agentur für Arbeit und der jeweiligen Hochschulen die Studieninteressierten.
  • Der Online-Kurs „BO-SEK II“ für die berufliche Orientierung in der Sekundarstufe II unterstützt Lehrkräfte sowie Beraterinnen und Berater bei ihrer Tätigkeit. Er liefert vielfältiges Hintergrundwissen und aktuelle Arbeitsmaterialien zu den Themen der Berufs- und Studienorientierung.
  • Mit dem Konzept „Student.in für einen Tag“ können die Hochschulen bei der Suche nach Hochschulpraktika unterstützen.

Mit BESTOR wird das bestehende Angebot des Landes erweitert. Dazu gehören der landesweite „Studieninformationstag“, das Entscheidungstraining „BEST“, die „Studien- und Ausbildungsbotschafter“, der „Orientierungstest“ sowie der „Lehrertest CCT“ und der Studienführer „Studieren in Baden-Württemberg“. Alleine in diesem Jahr haben bisher circa 300.000 Interessierte die Seite „Studieren in BW“ besucht.

Junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützen

BESTOR ist aus der Vereinbarung „Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, der Bundesagentur für Arbeit sowie dem Land Baden-Württemberg (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst) entstanden. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu unterstützen. In der Initiative Bildungsketten werden die Förderinstrumente durch ein abgestimmtes und kohärentes Vorgehen von Bund, Bundesagentur für Arbeit und Land weiter optimiert.

Initiative Bildungskette

Studieren in BW
Berufsorientierung Baden-Württemberg

Wissenschaftsministerium: BESTOR-Informationsflyer (PDF)

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V.l.n.r.: Willi Holder MdL Fraktion Grüne, LPP Gerhard Klotter, LKD Klaus Ziwey, Michael Kashi, IRGW-Vorstand, Rami Suliman, Vorsitzender des Oberrates IRG Baden, Susanne Jakubowski, IRGW-Vorstand, Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, Prof. Barbara Traub, Vorstandssprecherin IRGW, Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus Dr. Michael Blume und Rabbiner Yehuda Pushkin umrahmt von Polizeischülern.
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