Nachhaltigkeit

Netzwerk der WIN-Charta wächst weiter

Mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sind der Einladung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und der Landeshauptstadt Stuttgart zum Forum „Der WIN’er sind Sie“ nach Stuttgart gefolgt, um sich über die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens auszutauschen.

Umweltminister Franz Untersteller bestärkte die Unternehmen in ihrem Engagement: „Nachhaltigkeit ist definitiv ein Wettbewerbsfaktor.“ Europaweiten Umfragen zufolge legten Kunden und Gesellschaft zunehmend Wert darauf, das Waren und Dienstleistungen nachhaltig produziert werden“, so der Minister. „Auch belegen Studien, dass Unternehmen klare Vorteile im Markt haben, wenn sie werte- und zukunftsorientiert arbeiten.“

Bekenntnis zum nachhaltigen Wirtschaften

„Zahlreiche baden-württembergische Unternehmen haben die Vorzüge nachhaltigen Wirtschaftens bereits für sich entdeckt,“ sagte Untersteller mit Blick auf das Netzwerk der sogenannten WIN-Charta. Bisher haben sich 99 Unternehmen diesem System für ein gut umsetzbares und transparentes Nachhaltigkeitsmanagement angeschlossen. „Heute Abend unterzeichnen nun 17 weitere Unternehmen die WIN-Charta“, gab der Minister bekannt und ergänzte: „Ich bin überzeugt, dass wir das Niveau des nachhaltigen Wirtschaftens mit der WIN-Charta kontinuierlich werden weiterentwickeln können. Dies ist für eine zukunftsfähige Wirtschaft in unserem rohstoffarmen und exportorientierten Land von hoher Bedeutung.“

Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, sagte: „Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt der Satz: Mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben. Und die Bedingungen für nachhaltiges Wirtschaften sind heute besser denn je. Die Nachhaltigkeit spielt für die Konsumenten eine immer größere Rolle. Sie achten darauf, ob Produkte auf akzeptable Art und Weise entstanden sind. Auch die Kommunen können viel für nachhaltiges Wirtschaften tun. Der weitere Ausbau des ÖPNV ist wie die Einsparung von Energie und die Schonung von natürlichen Flächen im Sinne des Gedankens der Nachhaltigkeit.“

WIN-Charta

Die WIN-Charta geht zurück auf eine Anregung des Initiativkreises der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit des Landes Baden-Württemberg (WIN).

Mit der Unterzeichnung der WIN-Charta bekennen sich die Unternehmen zu insgesamt zwölf Leitsätzen und Zielen nachhaltigen Wirtschaftens, zum Beispiel zu den Themen Menschen und Arbeitnehmerrechte, Mitarbeiterwohlbefinden, Anti-Korruption, Umgang mit Ressourcen und Energie, Produktverantwortung oder regionaler Mehrwert. Außerdem benennen sie ein Nachhaltigkeitsprojekt aus ihrer Region, das sie unterstützen wollen und sie verpflichten sich zu einem regelmäßigen schriftlichen Rechenschaftsbericht.

Die WIN-Charta startete im Mai 2014; bis heute waren der Initiative 99 Unternehmen im Land beigetreten. Folgende weitere Firmen werden die WIN-Charta am 15. Februar 2017 unterzeichnen:

  • aaronprojects GmbH – Leonberg
  • AOK Baden-Württemberg –Stuttgart
  • BERA GmbH – Schwäbisch Hall
  • CED – Eberbach
  • Drei FREUNDE – Konstanz
  • e.systeme21 AG – Bellenberg
  • Epona GmbH – Villingen-Schwenningen
  • Erdgas Südwest – Ettlingen
  • Freiburger Druck GmbH & Co. KG – Freiburg
  • HygieneApp GmbH – Bensheim-Auerbach
  • Martin Priebe – Beratung & Training – Stuttgart
  • NEONOW/OpenMind Productions – Stuttgart
  • Proaktiv – Reutlingen
  • Prognos AG – Stuttgart/Düsseldorf
  • Thomas Geist Wirtschafts-Ingenieurbüro – Öhringen
  • Volksbank eG Schwarzwald Baar Hegau – Villingen-Schwenningen
  • Volksbank Ulm-Biberach eG – Biberach

Weitere Informationen

WIN-Charta Nachhaltigkeitsstratgie Baden-Württemberg

Symbolbild: Beim Urban Gardening (städtischer Gartenbau) werden durch die gärtnerische Nutzung auf innerstädtischen Flächen z.B. Blumen, Gemüse, Kräuter und Obstbäume angebaut. (Bild: Andreas Arnold / dpa)
  • Klimaschutz

Investitionsprogramm Klimaschutz verabschiedet

Eine Wildbiene sucht an Blüten des Mehlsalbeis nach Nektar. (Bild: © Uwe Anspach/dpa)
  • Artenschutz

Biologische Vielfalt stärken

Atommüll-Fässer (Foto: dpa)
  • Endlagersuche

Infoveranstaltungen zur Standortsuche für ein atomares Endlager

Kommunale Wärmeplanung in einem Stadtplan
  • Klimaschutz

Land unterstützt kommunale Wärmeplanung

Stuttgart: Autos und Lastwagen fahren an der Luft-Messstation für Feinstaub und Stickoxide am Neckartor vorbei. (Foto: © dpa)
  • Luftreinhaltung

Luftqualität verbessert sich 2020 deutlich

Eine Mitarbeiterin befestigt ein Energielabel an einer Pumpe. (Foto: Bernd Thissen dpa/lnw)
  • Energie

Gemeinsam für energetische Gebäudesanierung und Energieeffizienz

LEA-Mittelstandspreis
  • Wirtschaft und Gesellschaft

Mittelstandspreis für soziale Verantwortung ausgeschrieben

Ein Auto steht an einer Elektroladestation in der Stuttgarter Innenstadt. (Bild: Edith Geuppert / dpa)
  • Mobilität

Landesfuhrpark erfolgreich modernisiert

Ein Mitarbeiter des Landesamtes für Geologie in Freiburg zeigt vom Erdbeben im Südwesten Baden-Württembergs ein Seismogramm der Erdbeben-Messstelle in Gaienhofen (Kreis Konstanz).
  • Bevölkerungsschutz

„Erdbebendienst Südwest“ wird dauerhaft fortgeführt

Kläranlage
  • Energieeffizienz

Leitfaden „Energiewirtschaft auf Kläranlagen“ erschienen

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an. (Bild: © Patrick Pleul / dpa)
  • Klimaschutz

Förderprogramm „Klimaschutz mit System“ wird aufgestockt

Donau bei Datthausen
  • Gewässer

Anhörungsverfahren zur EU-Wasserrahmenrichtlinie

Markierte Holzstämme liegen in einem Wald bei Stuttgart. (Foto: © dpa)
  • Bioökonomie

Land fördert Transfer von bioökonomischer Forschung in die Praxis

Kunststoffrohre, durch die Strom-Erdkabel gezogen werden (Foto: dpa)
  • Netzausbau

Einfluss von Erdkabeln auf Böden und Kulturpflanzen

Stuttgart: Autos und Lastwagen fahren an der Luft-Messstation für Feinstaub und Stickoxide am Neckartor vorbei. (Foto: © dpa)
  • Luftreinhaltung

Feinstaub-Grenzwerte 2020 im Land flächendeckend eingehalten

Ein Paar geht auf einem Rheindamm entlang. (Bild: © dpa)
  • Gewässerschutz

Hochwasserschutz und Gewässerökologie gehen Hand in Hand

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
  • Energieeffizienz

Grenzüberschreitende Abwärmenutzung der Badischen Stahlwerke

Symbolbild: Schafe grasen neben einem großen Feld mit Solaranlagen. (Bild: Julian Stratenschulte / dpa)
  • Energiewende

Untersteller kritisiert Einigung zum Erneuerbare-Energien-Gesetzes

Ein Mann betankt ein Automobil mit Wasserstoff.
  • Transformation

Kabinett beschließt Wasserstoff-Roadmap

Zwei Stadtbahnen der Stuttgarter Straßenbahnen AG stehen in Stuttgart an der Haltestelle Erwin-Schöttle-Platz (Bild: © dpa).
  • Mobilität

Stuttgart als Modellregion für nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität

Logo des Umweltpreises für Unternehmen 2020. (Bild: Umweltministerium Baden-Württemberg)
  • Umwelt- und Klimaschutz

Umweltpreis für Unternehmen 2020 verliehen

oben (v.l.n.r.): Markus Herb, Buero- und Apartmenthaus Metzger & Co., unten (v.l.n.r.): Guido Schuler, Oliver Bürkle (Ludwigsburger Kreiszeitung), Guido Schuler
  • Energieeffizienz

„Effizienzpreis Bauen und Modernisieren“ verliehen

Ein Arbeiter installiert in St. Peter im Hochschwarzwald auf dem Dach eines Kleinunternehmens eine Solaranlage. (Bild: dpa)
  • Energiewende

Initiative zur energetischen Gebäudesanierung verlängert

Nordstetter Wasserwerk
  • Wasser

1,6 Millionen Euro für Trinkwasserversorgung im Egelstal

Das mobile Testlabor CoVLAB (Bild: © BW Stiftung)
  • Baden-Württemberg Stiftung

BW Stiftung investiert 32 Millionen Euro