Energiewende

Monitoring-Gruppe diskutiert energie- und klimapolitische Vorgaben des Bundes

Umweltminister Franz Untersteller hat in der Sitzung der Monitoring-Gruppe zur Energiewende eine gemischte Bewertung der energie- und klimapolitischen Vereinbarungen der neuen Bundesregierung vorgenommen.

Auf ihrer 13. Sitzung hat sich die Monitoring-Gruppe zur Energiewende im Umweltministerium unter anderem mit den Themen Energie und Klima im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sowie mit der Preisentwicklung auf dem Energiemarkt befasst. Dabei ist erneut deutlich geworden, dass die Energiewende einer sorgfältigen politischen Steuerung bedarf und nur in engem Schulterschluss aller beteiligten Akteure gelingen kann.

Der Monitoring-Gruppe, die seit 2012 je zwei Mal im Jahr tagt, gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Energiewirtschaft, Industrie und Handwerk, kommunalen Unternehmen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes sowie des Öko-Instituts an. Die Leitung hat Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller.

Licht und Schatten im Koalitionsvertrag

Untersteller nahm in der Monitoring-Sitzung eine gemischte Bewertung der energie- und klimapolitischen Vereinbarungen der neuen Bundesregierung vor. Zwar bekenne sich die Koalition auf der einen Seite zu den langfristigen Klimaschutzzielen, erkläre die Absicht einen Fahrplan für den Kohleausstieg zu erarbeiten und setze das Ausbauziel für die erneuerbaren Energien nach oben. Auf der anderen Seite aber fehlten zum Beispiel neue Impulse zu den Themen Wärme und Verkehr, in denen die Energiewende bislang kaum vorankomme: „Die Bundesregierung ist insgesamt nicht mutig und nicht konkret genug. Ich vermisse die dringend benötigten klaren Weichenstellungen auf dem Weg zu einem klimaneutralen Energiesystem“, sagte Untersteller. „Der Koalitionsvertrag für Energie und Klima ist in weiten Teilen vage, ob er die erhoffte Wirkung entfalten kann, ist deshalb höchst ungewiss.“

Besonders ärgerlich sei, dass die neue Bundesregierung im Koalitionsvertrag auf jede Aussage zum Thema Energiewende-Finanzierung verzichtet habe. „In meinen Augen ist eine Reform des bestehenden Steuer-, Umlagen- und Abgabensystems dringend nötig, um neue klimapolitische Impulse auszulösen. Ich denke, wir müssen den Verbrauchspreis für Strom reduzieren und im Gegenzug CO2 einen angemessenen Preis geben.“

Energiepreise und Versorgungssicherheit

Die Mitglieder der Monitoring-Gruppe betonten, dass es bei allen künftigen Entscheidungen der Bundesregierung zu Energiewende und Klimaschutz stets darauf ankommen müsse, die Folgen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie insbesondere für den Wirtschaftsstandort, also für die ansässigen Unternehmen, auch in ihrer internationalen Konkurrenzsituation zu berücksichtigen.

Nach wie vor sind für die Monitoring-Gruppe die Frage der Energiepreise und die Gewährleistung der Versorgungssicherheit die vordringlichen Themen der Energiewende.

Einig waren sich die Mitglieder, dass die Stromversorgung in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau liegt, nirgendwo sonst gebe es so wenig Stromausfälle wie in Deutschland, auch wenn die Übertragungsnetzbetreiber dafür deutlich häufiger regulierend in die Netze eingreifen müssten als früher. Nötig sei, die Transformation des Energiesystems ganzheitlich zu betrachten und dabei auch Themen wie Sektorkopplung, Energiespeicher oder Microgrids zu berücksichtigen. Außerdem müsse der Netzausbau deutlich schneller vorangebracht werden.

Bei der Entwicklung der Strom- und Energiepreise drückten die Industrievertreter ihre Sorgen darüber aus, dass die Industriestrompreise im vergangenen Jahr wieder gestiegen sind, wie das Leipziger Institut für Energie in einem Bericht für die Monitoring-Gruppe darlegte. Sie wiesen darauf hin, dass die zu zahlenden Strompreise in Deutschland für den weitaus größten Teil der Wirtschaft und der Industrie im internationalen Vergleich sehr hoch seien und dies ein zunehmender Nachteil für Unternehmen sei.

Bis 2024 erwarten die Leipziger Forscher einen weiteren leichten Anstieg der Strompreise für Industriekunden. 

Staatssekretär Dr. Andre Baumann (Bild: Vertretung des Landes beim Bund)
  • Sommertour

Staatssekretär Andre Baumann auf Sommertour

Blüten der Durchwachsenen Silphie
  • Bioökonomie

Innovative Herstellung von Papierverpackungen

Umweltministerium am Kernerplatz 9 in Stuttgart
  • Energieversorger

Kartellverfahren im badenova-Komplex beendet

Landwirtschaftsminister Peter Hauk spricht am 31.03.2017 während einer Pressekonferenz zum Ende der Agrarministerkonferenz in Hannover vor Medienvertretern. (Foto: dpa)
  • Bioökonomie

Intelligente Landnutzungssysteme der Zukunft

Die 170 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Dach der Landesvertretung Badem-Württemberg in Berlin (Bild: Lützow 7 Müller Wehberg Landschaftsarchitekten PartG mbB)
  • Landesvertretung

Klimafreundlicher Strom für die Landesvertretung in Berlin

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz besucht im Rahmen ihrer Ausbildungsreise die Firma Rolf Benzinger Spedition-Transporte GmBH im Tiefenbronn (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Ausbildung

Ausbildungsreise von Staatssekretärin Schütz

Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)
  • Kernenergie

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg

Mitarbeiter der Straßenmeisterei im Einsatz (Foto: © dpa)
  • Straßenbau

Grundstein für modernste Straßenmeisterei im Land

Eine Monteurin arbeitet im Werk zwei des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen an einem Getriebe für Lastwagen, das ZF Traxon heißt. (Bild: © picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Industriekonjunktur

Stabilisierungsmaßnahmen greifen, aber noch keine Entwarnung

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft bei der Arbeit
  • Abfallwirtschaft

Abfallbilanz für 2019 vorgestellt

Aussenaufnahme der Justizvollzugsanstalt Heilbronn (Bild: © Franziska Kraufmann/dpa)
  • Vermögen und Hochbau

Land saniert Turnhalle in der Justizvollzugsanstalt Heilbronn

Das Atomkraftwerk Neckarwestheim. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
  • Kernenergie

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Neckarwestheim

Sprengung der Kuehltuerme des Kernkraftwerk Philippsburg (KKP)
  • Kernenergie

Kernkraftwerk Philippsburg 1 wird abgebaut

Neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der DHBW Villingen-Schwenningen
  • Erneuerbare Energien

Energetische Sanierung der DHBW Villingen-Schwenningen abgeschlossen

Projekt „Bienenstrom“ im Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Erneuerbare Energien

Projekt „Bienenstrom“ im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Kupferzell (Bild: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg)
  • Bioökonomie

Bioenergiedorf Hesselbronn eingeweiht

Castor-Behälter im Zwischenlager für Atommüll am Kernkraftwerk Philippsburg (Bild: dpa).
  • Kernenergie

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg

Foto: dpa / Fabian Sommer
  • Steuern

Land bringt Grundsteuergesetz auf den Weg

Ein Techniker läuft über ein Dach, auf dem eine Photovoltaik-Anlage montiert wurde. (Bild: © picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)
  • Klimaschutz

Moderner und zukunftsgerichteter Klimaschutz im Land

Minister Winfried Hermann und Flughafen Geschöftsfüherer Walter Schöfer betrachten am 27.07.2020 die neue Wolkenmessanlage an der Solaranlage des flughafen Stuttgarts auf dem Boschparkhaus.
  • Klimaschutz

Flughafen Stuttgart beschließt Klimaschutzplan

Flughafen Stuttgart (Foto: dpa)
  • Coronavirus

Mehr Testmöglichkeiten für Reiserückkehrer

Logo des bundesweiten Warntags (Bild: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)
  • #Warntag2020

Land beteiligt sich am ersten bundesweiten Warntag

Ein Mann demonstriert in dem Forschungscampus Arena 2036 in Stuttgart eine Schraubstation, die mit einem Computer verbunden ist (Bild: © dpa).
  • Forschung

Führende Region für Forschung und Entwicklung

Ein Arbeiter installiert in St. Peter im Hochschwarzwald auf dem Dach eines Kleinunternehmens eine Solaranlage. (Bild: dpa)
  • Erneuerbare Energien

Ungewisse Zukunft für kleinere Photovoltaikanlagen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und seine Frau Gerlinde Kretschmann (2.v.l.) mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (r.) und dessen Partnerin Annett Hofmann (2.v.r.) in Dresden (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Reise

Kretschmann besucht Sachsen