Wirtschaft

Mittelstandspreis für soziale Verantwortung verliehen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wirtschaft Mittelstandspreis für soziale Verantwortung verliehen

Für ihr freiwilliges soziales und gesellschaftliches Engagement sind drei mittelständische Unternehmen aus dem Land mit dem „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2019“ ausgezeichnet worden. Der undotierte Preis steht unter dem Motto „Leistung – Engagement – Anerkennung“.

Drei mittelständische Unternehmen wurden in Stuttgart mit dem „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2019“ ausgezeichnet: der Reiseveranstalter travel-to-nature GmbH aus Heitersheim, die Baugenossenschaft Familienheim eG mit Sitz in Villingen-Schwenningen und das Bäckerhaus Veit aus Bempflingen. Sie belegten in ihrer Kategorie jeweils den ersten Platz unter fünf Unternehmen, die aus 301 eingegangenen Bewerbungen beispielhaft für den Preis nominiert wurden und erhielten die Lea-Trophäe.

Der Lea-Mittelstandspreis ist bundesweit der teilnehmerstärkste Wettbewerb, der Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten (CSR) kleiner und mittlerer Unternehmen auszeichnet. Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg würdigen mit dem Preis das freiwillige soziale und gesellschaftliche Engagement dieser Unternehmen. Der undotierte Preis steht unter dem Motto „Leistung – Engagement – Anerkennung“ (Lea).

„Wirtschaft leistet wichtigen gesellschaftlichen Beitrag

 „Wieder haben sich über 300 Unternehmen um den Preis beworben – darauf sind wir sehr stolz. Damit übernehmen die Unternehmen Verantwortung und zeigen, dass sie nicht wegschauen, sondern aktiv Not lindern, erklärte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, im Neuen Schloss in Stuttgart vor 400 Gästen. Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock, Vorstand des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sagte: „Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung wünschen wir uns nicht nur, sondern unsere Gesellschaft braucht sie unbedingt. Sie entfaltet eine Wirkung, die unserem Zusammenleben unendlich guttut, und für diese Wirkung liefern die Unternehmen die besten Beispiele.“

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, betonte: Die kleinen und mittleren Unternehmen aus Baden-Württemberg zeigen mit ihren vielfältigen CSR-Aktivitäten, wie verantwortungsvolles Handeln und erfolgreiches Wirtschaften Hand in Hand gehen. Damit leistet die Wirtschaft einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung in unserem Land.“

Dr. Gebhard Fürst und Dr. h. c. Frank Otfried July würdigten als Schirmherren das Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer für die Gesellschaft. Mit Blick auf die derzeitigen gesellschaftlichen und ökologischen Entwicklungen betonten sie, wie unentbehrlich das unternehmerische Wirken sei. Bischof Gebhard Fürst bezeichnete das Engagement der Unternehmen als „Beitrag von unschätzbarem Wert. Diese Unternehmen sind wie Biotope einer vielfältigen Gesellschaft. Durch die oft ungewöhnlichen Kooperationen unterschiedlichster Akteure entsteht ein Band von wechselseitigem Verständnis und Zusammenhalt ganz eigener Art.“ Landesbischof July erklärte: „Eine lebenswerte Gesellschaft braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung für den Nächsten und die Umwelt in allen Bereichen zu wagen. Die Preisträger sind leuchtende Beispiele, dass erfolgreiches Unternehmertum und soziale Verantwortung zusammengehören.“

Die drei Preisträger

Den Preis für die Kategorie bis 20 Mitarbeitende erhielt travel-to-nature GmbH aus Heitersheim. Der Reiseveranstalter gestaltet seine Reisen sozial- und umweltverträglich und achtet auf eine faire Bezahlung des Personals im Reiseland. An allen Reisezielen unterstützt travel-to-nature soziale Projekte. So in Peru die Casa Mantay. Hier fanden in den letzten 18 Jahren über 200 Mädchen, die ungewollt schwanger wurden, ein schützendes Zuhause und die Möglichkeit ein Handwerk zu erlernen.

In der zweiten Kategorie bis 150 Mitarbeitende ging als Preisträger die Baugenossenschaft Familienheim eG mit Sitz in Villingen-Schwenningen hervor. Die Baugenossenschaft kooperiert mit der Stiftung Liebenau, die Menschen mit Behinderung unterstützt. Zusammen haben sie in Villingen-Schwenningen ein modernes Wohnhaus gebaut, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben. Das inklusive Wohnhaus beherbergt 19 Wohnungen, darunter mehrere WGs. Die Bewohner mit Handicap werden hier mit Hilfe der Stiftung an ein eigenständiges Leben herangeführt.

Sieger der dritten Kategorie bis 500 Mitarbeitende war das Bäckerhaus Veit aus Bempflingen. Veit engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt biologischer Vielfalt und hat so mitgeholfen, den Dickkopfweizen vor dem Aussterben zu retten. Um alte Weizensorten zu rekultivieren, kooperiert das Bäckerhaus eng mit dem Freilichtmuseum Beuren. Inzwischen gibt es dort eine Ausstellung über die Rettung des Dickkopfweizens. Zudem unterstützt Veit Asylcafés, Flüchtlingsheime und Tafeln in der Region durch die Belieferung mit Backwaren.

Lea-Mittelstandspreis

Zur Bewerbung eingeladen waren alle baden-württembergischen Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten, die Wohlfahrtsverbände, soziale Organisationen, Initiativen, Einrichtungen oder (Sport-)Vereine unterstützen und sich gemeinsam mit ihnen gesellschaftlich engagieren. Die öffentliche Anerkennung dieser CSR-Aktivitäten soll zugleich Motivation dafür sein, in der Dauerhaftigkeit dieses Engagements nicht nachzulassen. Bis zum 31. März 2020 kann man sich wieder für den Mittelstandspreis 2020 bewerben.

Lea-Mittelstandspreis: Bilder mit Preisträgern, Veranstaltern und Vertretern der Schirmherren

Weitere Meldungen

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Kleinkind auf Rutsche
Stadtentwicklung

Land fördert drei nichtinvestive Städtebauprojekte

Organspendeausweis
Organspende

Bundestag diskutiert über Widerspruchsregelung bei der Organspende

Luftbild vom Quartier Kanadaring in Lahr
Flächenmanagement

Land entwickelt kostenloses Tool zum Digitalen Flächenmanagement

Portrait Neue Finanzamtsleitung Schorndorf Frau Danzebrink
Verwaltung

Neue Leiterin des Finanzamts Schorndorf

Ein fahrendes schwarzes Auto mit gelber Aufschrift "Deine Mutter fährt nicht betrunken" und Team Vision Zero.
Verkehrssicherheit

Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land stärkt digitale Innovationszentren

Holzbau
Forst

Fünfter Fachkongress Holzbau

Der Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, und Gesundheitsminister Manne Lucha sitzen nebeneinander und unterzeichnen jeweils ein Dokument.
Gesundheit

Gesundheitssystem im Land auf Krisenfälle vorbereiten

Eine Hand hält einen in augmented Reality illustrierten Kopf.
Digitalisierung

Land fördert Digital Hubs Bodensee und Region Bruchsal

Mitarbeiter des Bereichs der atmosphärischen Aerosolforschung beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeiten im Wolkenlabor an der Anlage für Aerosol Interaktionen und Dynamik in der Atmosphäre (AIDA). (Foto: dpa)
Innovation

Land fördert kommunale Innovationsinfrastrukturen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Neue Fortbildung im Weinbau

Symbolbild einer Kirche
Ländlicher Raum

Kirchliche Räume als Orte der Zukunft

Eine Haltekelle der Polizei ist bei einer Kontrolle vor einem Polizeifahrzeug zu sehen. (Foto: © dpa)
Innere Sicherheit

Länderübergreifender Sicherheitstag am 6. Mai

Bildungsmesse Learntec
Bildungsmesse

Kultusministerium auf der LEARNTEC 2026