„Mit regionalen Wertschöpfungsstrategien und bäuerlicher Landwirtschaft unsere ländlichen Räume sichern“

„Es ist der beeindruckende Reichtum an Arten, Natur- und Kulturlandschaften, der die Vielfalt der Europäischen Union mit ausmacht, sie prägt - und durch einen Strukturwandel hin zu uniformen Produktionslandschaften akut gefährdet wäre“, sagte der Amtschef im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Ministerialdirektor Wolfgang Reimer, bei der Eröffnung einer hochkarätig besetzten Diskussionsveranstaltung zum Thema „Muss die europäische Landwirtschaft die Welt ernähren?“ am Donnerstagabend (21. März) in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin. Zusammen mit dem Präsidenten der deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, Carl-Albrecht Bartmer, der Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, dem Präsidenten des Thünen-Instituts, Professor Dr. Folkhard Isermeyer, dem Vorsitzenden des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Prinz Dr. Felix zu Löwenstein und dem Präsidenten des Naturschutzbundes Deutschland, Olaf Tschimpke, diskutierte Reimer dabei auch über die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP).

„Der Konflikt um die Reform der GAP dreht sich beileibe nicht nur um die künftige Aufteilung der öffentlichen Gelder zwischen und innerhalb der EU-Mitgliedstaaten“, sagte Reimer. Im Hintergrund gehe es vielmehr um die eigentliche strategische Entscheidung über die Ausrichtung unserer Landwirtschaft insgesamt. „Wollen wir die Weltmärkte erobern, mit uniformen Produktionslandschaften international konkurrenzfähig sein und durch unsere Exportkraft bestechen?“, fragte der Ministerialdirektor. „Oder setzen wir auf regional angepasste Strukturen und stellen den Erhalt unserer bäuerlichen Familienbetriebe in den Mittelpunkt?“ Reimer sprach sich entschieden dafür aus, weiter vorrangig auf bäuerliche Familienbetriebe und regionale Wertschöpfungstrategien zu setzen, um ökonomisch, ökologisch und sozial intakten ländlichen Räume zu bewahren. Dabei sehe er mit Sorge, dass die sich derzeit in Brüssel abzeichnende GAP-Reform keine klaren Weichenstellungen treffe, sondern eher eine Art Durchwursteln sei, so der MLR-Amtschef weiter: „Wenn wir aber unsere traditionelle bäuerliche Landwirtschaft stärken und unseren Reichtum an schönen Kultur- und Naturlandschaften erhalten wollen, müsste Europa die zweite Säule mit den wichtigen Agrarumweltmaßnahmen und Regionalentwicklungsprogrammen deutlich stärken - und nicht, wie derzeit geplant, um bis zu 20 Prozent zusammenstreichen. „Der Schutz von natürlichen Ressourcen und der Erhalt von Arten sind wichtige gesellschaftliche Leistungen, die der Markt nicht vergütet - gerade hier wäre die EU gefordert“, erklärte Reimer.
Abschließend wies Reimer auch auf die Verantwortung hin, die den Verbraucherinnen und Verbrauchern für die Zukunft der Landwirtschaft zukomme. „Den Weg zu einer besseren, tiergerechteren Tierhaltung können wir zum Beispiel nur gehen, wenn die Verbraucherinnen und Verbraucher diesen mitgehen und dabei auch bereit sind, bewusster einzukaufen und für Fleisch tiefer in die Tasche zu greifen“, sagte der Ministerialdirektor. „Es geht mir dabei nicht um säuerliche Bußpredigten oder gar Vorschriften, sondern um eine Debatte über einen Lebensstil, der den natürlichen Ressourcen unserer Erde angemessen ist.“

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