Lebensmittelüberwachung

Ministerium informiert über Untersuchungen zu Listerien

Eine Laborantin untersucht Lebensmittel im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart. (Foto: © dpa)

Aufgrund der aktuellen Krankheitsfälle durch Listerien in Deutschland hat Verbraucherminister Peter Hauk umgehend intensive Ermittlungen der Lebensmittelüberwachung veranlasst. Die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse zeigen keine Kontaminationsquelle.

Der aktuelle Bericht des Robert Koch Instituts (RKI) vom 23. Oktober zu erneuten Krankheitsfällen in Deutschland der letzten Monate, ausgelöst durch Listerien Typ Pi4, betrachtet Baden-Württemberg mit großer Sorge und Sorgfalt. Der zuständige Verbraucherminister Peter Hauk hat umgehend eine intensive Ermittlungstätigkeit der Lebensmittelüberwachung veranlasst. Die bisherigen Untersuchungen in Baden-Württemberg zeigen aber keine Hinweise auf Listerien vom Typ Pi4. Dies teilte das baden-württembergische Verbraucherministerium am 2. November mit.

Hintergrund der scharfen Reaktion waren Nachweise von pathogenen Listerien, die im Rahmen einer amtlichen Routinekontrolle 2017 in einem Lebensmittel und 2019, dann allerdings in einer Produktionsanlage und nicht an Lebensmitteln, in einem fleischverarbeitenden Betrieb in Baden-Württemberg festgestellt wurden. Die Funde von 2017 lagen weit unter den erlaubten Grenzwerten, waren aber aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes dennoch Anlass zu einer intensivierten Überwachung des Betriebs.

Umfangreiche Untersuchungen und Maßnahmen veranlasst

Nach dem genannten Nachweis im Januar 2019 in einer Produktionsanlage, wurden umgehend umfangreiche Untersuchungen und Maßnahmen von Seiten der Behörden und von Seiten des Betriebs veranlasst, um das in jedem Betrieb vorhandene Risiko einer Kontamination der hergestellten Wurstwaren mit Listerien so weit wie möglich auszuschließen. Hierzu gehörte insbesondere die Stilllegung der betroffenen Produktionsanlage, Optimierung der Reinigung und Desinfektion und sehr umfangreiche Produktuntersuchungen. Es wird betont, dass in keiner Probe eines dort hergestellten Lebensmittels seit 2017 Listerien trotz intensivster Untersuchungen nachgewiesen werden konnten.

Nachdem diese Maßnahmen bereits durchgeführt worden waren, teilten die Bundesbehörden Ende Februar den Ländern mit, dass ein Erkrankungsgeschehen durch einen bestimmten Typ Listerien (Pi4) identifiziert worden sei und dem Fall bundesweit sechs Erkrankungen zugerechnet werden. Es wurde zudem mitgeteilt, dass die Listerien aus den Umgebungsproben vom Januar 2019 genetisch dem gleichen Typ zugerechnet werden.

Die weiter laufenden amtlichen und betrieblichen Untersuchungen und Ermittlungen im Betrieb ergaben aber keine Hinweise auf ein Listerienproblem oder den Fund des Listerientyps (Pi4).

Ermittlungen und Untersuchungen nach neuen Erkrankungsfällen

Das Robert Koch Institut übersandte am 23. Oktober 2019 den Ländern aufgrund neu aufgetretener Erkrankungsfälle ab Ende August 2019 einen aktualisierten Situationsbericht zum Fall Pi4, der die zuständigen Behörden in Baden-Württemberg in höchste Alarmbereitschaft versetzte. Mit größtem Nachdruck wurden unverzüglich mit allen verfügbaren Ressourcen und unter Einbeziehung des interdisziplinären Kontrollteams Lebensmittelsicherheit erneut Ermittlungen und Untersuchungen im Betrieb durchgeführt, um mögliche Kontaminationsquellen zu finden und den Verbraucherschutz sicher zu stellen.

Aufgrund der bis jetzt vorliegenden Ergebnisse konnte keine Kontaminationsquelle im Betrieb gefunden werden und in keinem der untersuchten Produkte konnten Listerien nachgewiesen werden. Sämtliche Produktionschargen müssen mittels umfassender Untersuchungen negativ auf Listerien getestet werden, bevor diese den Betrieb verlassen dürfen.

Sollten bei den laufenden Prüfungen und Untersuchungen im Betrieb belastende Hinweise gefunden werden, die einen eventuellen Zusammenhang mit den Erkrankungen ergeben, werden umgehend die erforderlichen Maßnahmen von Seiten der Behörden, wie ein öffentlicher Rückruf beziehungsweise eine Betriebsschließung durchgeführt.

Unterschied zum „Fall Wilke“

Der Fall unterscheidet sich deutlich vom Fall „Wilke“, da ergänzend zu den molekularbiologischen Untersuchungen bisher weder ein Zusammenhang über Lieferwege noch Patientenbefragungen hergestellt werden konnte und seit 2017 trotz umfangreicher Untersuchungen keine Listerien in Produkten festgestellt werden konnten.

Um künftig auch im Land schnelle und zuverlässige Untersuchungsergebnisse im Bereich von Bakterien, wie Listerien oder Salmonellen zu erreichen, hat Minister Hauk veranlasst, die erforderliche Untersuchungskompetenz, die bisher das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vornimmt, auch in den Chemischen und Veterinäruntersuchungsämtern (CVUA) des Landes einzuführen. 

Verbraucherschutzministerium: Lebensmittel- und Produktsicherheit

Verbraucherschutzministerium: Lebensmittel- und Produktwarnungen

Schreiner bei der Arbeit
  • Handwerk

Unterstützung für das Handwerk im Land

Frau in einem Labor zeigt Test für das neue Coronavirus
  • Coronavirus

Infektionen und Todesfälle in Baden-Württemberg

Hebamme führt Ultraschall an einer Schwangeren durch. (Bild: Thorsten Helmerichs / dpa)
  • Gesundheit

Land fördert Gesundheitszentren mit Schwerpunkt Geburt

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
  • Ländlicher Raum

Land fördert Modernisierung ländlicher Wege

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
  • Geodaten

Neue Wanderkarten für den Odenwald vorgestellt

Studenten sitzen in der Universität bei der Begrüßung der Erstsemester-Studenten in einem Hörsaal. (Bild: picture alliance/Uwe Anspach/dpa)
  • Gleichstellung

Frauen in der Wissenschaft fördern

Städtebauförderung Weil der Stadt
  • STÄDTEBAUSANIERUNG

Sanierung in Weil der Stadt erfolgreich abgeschlossen

Frau am Computer. (Bild: Land Baden-Württemberg)
  • Hochschulen

40 Millionen Euro für Digitalisierung an Hochschulen

Zwei Personen unterhalten sich vor einem Laptop auf dem Start-up-Gipfel.
  • Coronavirus

Weiteres Hilfsprogramm für Start-ups und Mittelstand

Schreiner bei der Arbeit
  • Coronavirus

Sofortbürgschaften für kleine Unternehmen

Blühende Wiesen auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT): Mit neuen Schildern wird auf das ökologische Pflegekonzept hingewiesen. Staatssekretärin Gisela Splett und Peter Zöllner, beim Amt Karlsruhe von Vermögen und Bau Baden-Württemberg unter anderem für das Grünflächenmanagement zuständig, machten sich vor Ort ein Bild davon, wie es grünt, blüht, flattert und summt.
  • Naturschutz

110.000 Quadratmeter blühende Wiesen für mehr Artenvielfalt

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
  • Gesundheit

Gewinnerklassen des Nichtraucherwettbewerbs ausgezeichnet

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Firma HyImpulse Technologies GmbH in Hardthausen (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Kreisbereisung

Wirtschaftsministerin besucht Stadt- und Landkreis Heilbronn

LEA-Preisträger in der zweiten Kategorie im Uhrzeigersinn von links oben: Moderatorin Mary Summer,  Karl und Ingrid Strenger von der Strenger Holding GmbH in Ludwigsburg, Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Oberkirchenrat Urs Keller, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Baden, Thomas Herkert, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes der Erzdiözese Freiburg, Stephan Burger, Erzbischof der Erzdiözese Freiburg und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Bild: Uta Rometsch / Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V.)
  • Mittelstand

Mittelstandspreis für soziale Verantwortung vergeben

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
  • Coronavirus

Stabilisierungshilfe für Carsharing-Anbieter

Mitarbeiterinnen des Malteser Hilfsdienstes stehen mit Lebensmitteln vor einer Haustür.
  • Coronavirus

15 Millionen Euro für gemeinnützige Vereine und Zivilgesellschaft

Ausbilderin mit Lehrling
  • Coronavirus

Land stockt Corona-Überbrückungshilfe des Bundes auf

Schüler einer 10. Klasse sitzen in einem Klassenraum einer Gemeinschaftsschule und warten darauf, dass ihre Abschlussprüfung im Fach Deutsch startet. (Bild: © picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
  • Bildung

Unterricht unter Pandemiebedingungen im neuen Schuljahr

Ein Metzger zerlegt ein Schwein. (Bild: © picture alliance/Sven Hoppe/dpa)
  • Coronavirus

Corona-Verordnung für Schlachtbetriebe

Vollblutaraber-Stuten stehen in Marbach im Haupt-und Landgestüt mit ihren Fohlen auf einer Koppel. (Foto: dpa)
  • Gestüt

Marbacher Hengstparade verschoben

Auf einem Sammelplatz, auf dem asbestbelasteter Schutt lagert, warnt ein Schild: „Asbestfasern!“. (Foto: © dpa)
  • Gesundheit

Asbestrisiko in älteren Gebäuden beachten

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bild: Dennis Williamson)
  • Kreisbesuch

Kretschmann besucht den Landkreis Waldshut

Kleinkind auf Rutsche
  • Städtebauförderung

Land fördert nichtinvestive Städtebauprojekte

Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)
  • Tierschutz

Tierschutz auf die lange Bank geschoben

Ein Bio-Bauer bringt mit seinem Traktor und einem Tankwagen als Anhänger, die angefallende Jauche auf einer Wiese aus. (Bild: dpa)
  • Landwirtschaft

Weiterer Ausbau des ökologischen Landbaus