Ländlicher Raum

Mehr Geld für Umwelt, Nachhaltigkeit und Innovationen

Kühe grasen auf einer Weide unterhalb der Kopfkrainkapelle in Simonswald.

Die Europäische Kommission hat die Finanzmittel für die Verlängerung des Maßnahmen- und Entwicklungsplans Ländlicher Raum III bis Ende 2022 genehmigt. Damit steht noch mehr Geld für Umwelt, Nachhaltigkeit und Innovationen im Ländlichen Raum zur Verfügung.

„Die Europäische Kommission hat unseren Änderungsantrag zum ‚Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014 – 2020‘ (MEPL III) (PDF) mit Laufzeit bis 2022 genehmigt. Damit fließen für den Übergangszeitraum bis zum Beginn der neuen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Jahr 2023 zusätzliche Europäische Union(EU)-Mittel in den MEPL III ein und wir können die erfolgreichen baden-württembergischen Förderprogramme fortsetzen. Damit unterstützen wir in besonderer Weise unsere landwirtschaftlichen Familienbetriebe in Baden-Württemberg beim Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie bei der Förderung des Tierwohls und bei der Umstellung auf ökologischen Landbau“, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk.

Insgesamt stehen für den neunjährigen Förderzeitraum von 2014 bis 2022 somit Fördermittel im Umfang von insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro im MEPL III zur Verfügung, die von der EU, dem Bund und dem Land Baden-Württemberg bereitgestellt werden. Zwei Drittel des Finanzvolumens des MEPL III wird an landwirtschaftliche Betriebe für deren Leistungen im Umwelt- und Naturschutz, bei der Biodiversität und beim Tierwohl im Rahmen des Förderprogramms für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) (PDF), der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) und als Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete ausgezahlt. Weitere Förderprogramme unterstützen die Investitionen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Qualifizierung, die Verbesserung der Lebensqualität im Ländlichen Raum, waldwirtschaftliche Maßnahmen sowie das Regionalentwicklungsprogramm LEADER.

Bisherige Förderungen erweitern und neue finanzieren

Mit den nun zusätzlich genehmigten Finanzmitteln können die neue FAKT-Maßnahme „Brachebegrünung mit mehrjährigen Blühmischungen“ und erstmals auch Landbewirtschaftung in den spezifisch benachteiligten Gebieten in Baden-Württemberg gefördert werden. Ebenso können der Umfang der Förderungen erweitert und Innovationen, beispielswiese in der Marktstrukturverbesserung oder in der Stärkung der Europäischen Innovationspartnerschaften „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP), angestoßen werden.

„Insbesondere unsere kleineren landwirtschaftlichen Familienbetriebe können wir damit bis zum Beginn der neuen GAP-Förderperiode optimal unterstützen. So haben wir die Förderung von Investitionen in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben aus der Landschaftspflegerichtlinie herausgenommen und in ein eigenständiges Programm überführt. Somit erhöht sich die Anzahl der unserer baden-württembergischen Förderprogramme im MEPL III von 13 auf 14“, erklärte Minister Hauk.

Über 2,4 Milliarden Euro in 14 Förderprogrammen

Der „Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014 – 2020 (MEPL III)“ mit Laufzeit bis 2022 ist das von der EU genehmigte Entwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum, mit dem in Baden-Württemberg die 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik umgesetzt wird. Insgesamt stehen für die 14 Förderprogramme im neunjährigen Förderzeitraum 944 Millionen Euro EU-Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) und 54 Millionen Euro aus dem Wiederaufbauinstrument der Europäischen Union sowie 1,45 Milliarden Euro nationale Mittel zur Verfügung. Die zusätzlichen Mittel aus dem Wiederaufbauinstrument der Europäischen Union zur Unterstützung der Erholung nach der COVID-19-Krise werden für Maßnahmen einer krisenfesten, nachhaltigen und digitalen wirtschaftlichen Erholung verbunden mit den Zielen der Umwelt- und Klimaschutzverpflichtungen der EU eingesetzt.

Im MEPL III sind folgende 14 Förderprogramme zusammengefasst:

Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014-2020 (MEPL III)

Förderwegweiser

Symbolbild: Schafe grasen neben einem großen Feld mit Solaranlagen. (Bild: Julian Stratenschulte / dpa)
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Spatenstich für Solarpark

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
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Deutsch-Französische Wärmegesellschaft gegründet

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Baden-Württemberg bleibt gentechnikfreie Region

Eine Kuh und ein Kalb laufen über einen Feldweg
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Totes Kalb in Schluchsee: Todesursache bleibt unklar

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Anpassung des Stufensystems der Corona-Verordnung

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
  • Energiewende

Erste Beiratssitzung zur Wasserstoff-Roadmap Baden-Württemberg

Ein Mähdrescher erntet in Langenenslingen-Andelfingen ein Getreidefeld mit Wintergerste ab. (Bild: picture alliance/Thomas Warnack/dpa)
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Green Deal sichert landwirtschaftliche Versorgungssicherheit

Die sanierten Talvogteischeunen in Kirchzarten
  • Denkmalschutz

Städtebauförderung „Talvogtei“ in Kirchzarten abgeschlossen

Ein Fahrradfahrer fährt in der Nähe von Tübingen in Baden-Württemberg auf einem Feldweg. (Bild: dpa)
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Förderprogramm zur Modernisierung Ländlicher Wege wird fortgesetzt

Naturschutzgebiet „Wurzacher Ried“
  • Naturschutz

500.000 Euro für Projekte zur Wiederherstellung von Ökosystemen

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 25. Januar 2022

Eine Bahn der DB Regio fährt.
  • Schienenverkehr

Künftig elektrische Züge zwischen Herrenberg und Bad Urach

Ein Teller mit Grünkernsuppe, daneben Wurst. Darüber liegt ein Schriftzug: „Kulinarische Spurensuche 2022: Ein virtuelles Stelldichein mit geschützten Originalen aus Baden-Württemberg.“ sowie den Siegeln „geschützte geografische Angabe“ und „geschützte Ursprungsbezeichnung“
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Leckeres aus geschützten Originalen made in Baden-Württemberg

Außenaufnahme des Zwischenlagers für Atommüll am Kernkraftwerk Philippsburg (Kreis Karlsruhe).
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Leitungsabriss führt zu kurzem Druckabfall im Feuerlöschsystem

Ein Schwan fliegt in einem Feuchtgebiet
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Am 2. Februar ist Welttag der Feuchtgebiete

Ein E-Auto tankt in einem Parkhaus an einer Ladesäule Strom
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Mehr Ladesäulen dank Elektro-Quartierhubs

Waldstretegie BW
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Waldstrategie des Landes ist waldpolitischer Kompass der kommenden Jahre

Eine Kuh steht auf einer Weide.
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Schülerwettbewerb im Tierschutz startet

Ein Techniker läuft über ein Dach, auf dem eine Photovoltaik-Anlage montiert wurde. (Bild: © picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)
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