Ländlicher Raum

Lokale Online-Marktplätze bewähren sich in Corona-Zeiten

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)

Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs hat das Land die Einrichtung von lokalen Online-Marktplätzen gefördert. Ziel sind Verbesserungen der Nahversorgung durch digitale Lösungsansätze. Gerade in der aktuellen Situation werden sie von Anbietern und Bürgern verstärkt genutzt.

„Digitale Lösungsansätze zur Belebung des innerörtlichen Handels und zur Verbesserung der Nahversorgung waren wohl noch nie so gefragt wie zur heutigen Zeit. So verzeichnen auch die vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz im Rahmen eines Ideenwettbewerbes ausgezeichneten lokalen Online-Marktplätze eine verstärkte Nachfrage. Die vom Land geförderten lokalen Online-Marktplätze leisten somit auch einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Menschen mit regionalen Lebensmitteln und Produkten. Gleichzeitig können auch die lokalen Händler bei der Bewältigung der Corona-Krise auf ein digitales Werkzeug zurückgreifen und ihre Produkte online anbieten“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hatte im November 2018 sieben Kommunen mit Fördermittel in der Höhe von insgesamt 1.227.400 Euro zum Aufbau eines Lokalen Online-Marktplatzes im Ländlichen Raum unterstützt. Die örtlichen Nahversorger, Händler aber auch die öffentlichen und privaten Dienstleister werden auf den Plattformen so miteinander vernetzt, dass Bestellungen und Dienstleistungen mit gleichem Komfort und regionaler Qualität wie bei etablierten Online-Plattformen erfolgen können. Die Idee einiger Modellkommunen, dass Produkte noch taggleich nach Hause geliefert werden können, komplettiert den Ansatz und macht ihn gerade während der aktuellen Corona-Pandemie besonders interessant.

Einzelhändler im Ländlichen Raum profitieren von Online-Marktplätzen

„Wer Waren online bestellen und zu sich nach Hause geliefert bekommen oder diese im Geschäft abholen möchte, kann dies bei den lokalen Online-Marktplätzen im Land tun, ohne lange im Laden danach zu suchen. Viele Händler setzen gerade während der Corona-Pandemie verstärkt darauf, ihre Waren online anzubieten. Die von uns geförderten lokalen Online-Marktplätze machen dies auch für die vielen kleineren oder familiengeführten Einzelhändler im Ländlichen Raum möglich. Der örtliche Handel und die Bevölkerung können davon gleichermaßen profitieren“, so der Minister.

„Lokale Online-Marktplätze stärken den Handel im Ländlichen Raum und verbinden digitalen Einkaufskomfort mit regionaler Wirtschaftskraft. Die Menschen im Ländlichen Raum beweisen, dass sie auch in schwierigen Zeiten kreative und bedarfsorientierte Lösungen finden. Die lokalen Online-Marktplätze haben schnell auf die aktuelle Situation reagiert. So ist es vielerorts gelungen, noch mehr lokale Händler online zu bringen und die Zahl der Kunden und Nutzer des lokalen Online-Marktplatzes zu steigern. Die Krise hat gezeigt, wie wichtig diese Konzepte sind, um dem Handel an dieser Stelle eine gewisse Sicherheit gegeben“, lobte Peter Hauk.

Mit Blick auf die Zukunft sei es wichtig, diese digitale Art des Handels auszubauen, um nicht nur den großen Onlinehändlern Aufträge zu garantieren, sondern auch den lokalen Handel vor Ort zu stärken. „Gerade für Ältere, Risikogruppen oder auch Familien bietet der regionale Onlinehandel eine große Chance, die wir nutzen müssen“, betonte Hauk.

Lokale Online-Marktplätze

Über einen Ideenwettbewerb im Jahr 2018 hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg die Entstehung von lokalen Online-Marktplätzen gefördert. Damit sollen für den Ländlichen Raum Verbesserungen im Bereich der Nahversorgung durch digitale Lösungsansätze erprobt werden. Ziel ist dabei eine Stärkung des innerörtlichen Handels durch einen lokalen Online-Marktplatz. Mit diesem sollen Bestellungen mit regionaler Qualität, lokalem Bezug und gleichem Komfort wie bei großen E-Commerce-Plattformen erfolgen können. Gleichzeitig soll neben dem Marktplatzgedanken auch ein umfangreiches Informationsangebot auf einer digitalen Plattform platziert werden, welches passgenau auf die Kommunen oder Regionen vor Ort zugeschnitten ist.

Am Ideenwettbewerb konnten sich kreisangehörige Städte und Gemeinden des Ländlichen Raumes mit Konzepten zum Aufbau eines Lokalen Online-Marktplatzes beteiligen. Sieben Kommunen wurden als Gewinner mit einer Förderung für ihren Lokalen Online-Marktplatz prämiert. Das Land Baden-Württemberg stellt hierfür Fördermittel in Höhe von insgesamt 1.227.400 Euro bereit. Die Gemeinde Murrhardt wurde mit einer Förderung in Höhe von 121.000 Euro berücksichtigt.

Gewinner-Kommunen mit Förderbetrag

Gesamtförderung: 1.227.400 Euro:

  • Murrhardt (Regierungsbezirk Stuttgart): 121.000 Euro
  • Laichingen (Regierungsbezirk Tübingen): 200.000 Euro
  • Schönbrunn+Spechbach (Regierungsbezirk Karlsruhe): 186.400 Euro
  • Oberndorf a.N. (Regierungsbezirk Freiburg): 200.000 Euro
  • Weingarten (Regierungsbezirk Tübingen): 200.000 Euro
  • Heidenheim (Regierungsbezirk Stuttgart): 160.000 Euro
  • Blaubeuren (Regierungsbezirk Tübingen): 160.000 Euro

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Schafe auf einer Wachholderheide
  • Naturschutz

Mitgliederversammlung des Landesschafzuchtverbands in Denkendorf

Kiebitz
  • Biologische Vielfalt

Landschaftspflegetag 2021 in Rottenburg am Neckar

Schafe stehen in Unterkessbach (Baden-Württemberg) auf einer Wiese. (Foto: © dpa)
  • Landwirtschaft

Förderprogramme unterstützen Schäferinnen und Schäfer

Frau in einem Labor zeigt Test für das neue Coronavirus
  • Coronavirus

Infektionen und Todesfälle in Baden-Württemberg

Biotopverbund
  • Naturschutz

„Feuerwehrprogramm“ des Artenschutzes wird 30 Jahre alt

Igel sucht Futter.
  • Tierschutz

Landesbeirat für Tierschutz fordert bessere Überprüfung von Mährobotern

  • Kunst und Kultur

Neues Impulsprogramm für Kultur nach Corona

Fernsehturm Stuttgart
  • Bioökonomie

Neues Informationsangebot zur Bioökonomie-Strategie des Landes

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Ländlicher Raum

17 Konzepte zur ländlichen Entwicklung mit 800.000 Euro gefördert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
  • Flurneuordnung

Eine Million Euro für Flurneuordnung Rottenburg-Baisingen (Süd)

  • Haushalt

Baden-Württemberg robust aus der Krise bringen

DRUCK SACHE #16: Zurück in die Zukunft
  • Podcast zum Bundesrat

#16 DRUCK SACHE – „Zurück in die Zukunft“

Ärztin impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus.
  • Coronaimpfung

Auffrischimpfungen in Baden-Württemberg für Personen ab 60 Jahre

Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)
  • Landwirtschaft

Lage für die Ferkel- und Schweinhalter im Land ist ernst

  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 21. September 2021

Paragraphen-Symbole
  • Corona-Verordnungen

Aktuelle Änderungen der Corona-Verordnungen

Logo des Förderwettbewerbs „Natur nah dran“. (Bild: NABU Baden-Württemberg)
  • Biodiversität

Förderung von Kommunen für naturnahe Umgestaltung von Grünflächen

Mohn- und Kornblumen blühen in einem Getreidefeld (Bild: dpa).
  • Naturschutz

Fauna-Flora-Habitat-Managementpläne fertiggestellt

Vorderseite der Staufermedialle mit Inschrift „Die Staufer + 1079 - 1268“ und Thronbild von Kaiser Friedrich I. Barbarossa sowie Rückseite mit Drei-Löwen-Wappen des Landes Baden-Württemberg. (Bild: Land Baden-Württemberg)
  • Auszeichnung

Staufermedaille für Tänzer Ray Lynch

Ein denkmalgeschütztes Gebäude in Lörrach, das mithilfe der Städtebauförderung zum Familienzentrum ausgebaut wurde.
  • Städtebau

Ausbau des Familienzentrums in Lörrach abgeschlossen 

Ausstellung über das Naturschutzgebiet Mindelsee im BUND-Naturschutzzentrum Radolfzell-Möggingen
  • Naturschutz

Ausstellung über das Naturschutzgebiet Mindelsee eröffnet

Ein Kind füllt einen Eimer mit Wasser auf.
  • Entwicklungspolitik

Land stellt neue Schwerpunkte der Entwicklungspolitik vor

Eine Lehrerin mit FFP2-Maske unterrichtet in einer ersten Klasse an einer Grundschule mit Wechselunterricht.
  • Schule

Lernen mit Rückenwind: Bewerbung noch möglich

Ein junges Mädchen mit Mund-Nasen-Schutz liegt krank auf der Couch.
  • Coronavirus

Anpassung der Quarantäne-Regeln

Zwei Spaziergänger gehen durch den nördlichen Schwarzwald. (Foto: dpa)
  • Naturparke

Calwer Naturpark-Sommertreff gibt vielfältige Impulse