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Nachhaltigkeit
  • 07.10.2016

Expertengespräch über Landesstrategie Bioökonomie und modernen Holzbau

  • Ein Holzstapel liegt in einem Waldstück (Foto: dpa)

Der Schutz des Klimas ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe zum Beispiel im Hausbau bietet hier Lösungen an. Forstminister Peter Hauk spricht im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Cluster innovativ“ mit Fachleuten über das moderne Bauen mit Holz.

„Beton, Stahl und Glas sind als Baustoffe in der Herstellung energieintensiv. Mit Holz aus nachhaltiger und naturnaher Waldwirtschaft steht uns ein nachwachsender Rohstoff zur Verfügung, mit dem wir viele drängende Fragen der Zukunft schon heute beantworten können“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, in Heidelberg. Holz aus heimischer Waldbewirtschaftung sei gut verfügbar und überaus klimafreundlich. Holz ist deshalb ein zentrales Element der Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie“.

Taktgeber Baden-Württemberg

„Baden-Württemberg ist nicht ohne Grund bundesweit führend im Holzbau. Ausgedehnte und naturnah bewirtschaftete Wälder treffen bei uns auf eine starke holzverarbeitende Industrie sowie auf Handwerk und Planer mit Tatkraft und Ideen“, erklärte der Minister. Aufgabe der Landesregierung sei es, auf eine möglichst gewinnbringende Bündelung dieser Aktivitäten hinzuwirken. Mit der „Clusterinitiative Forst und Holz Baden-Württemberg“ sei man auf diesem Weg ein sehr gutes Stück vorangekommen. Allerdings werde man sich nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern die Dinge weiter vorantreiben. „Baden-Württemberg wird seine Rolle als innovativer Takt- und Ideengeber nicht aus der Hand geben. Der Rohstoff Holz ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, nicht zuletzt auch im Ländlichen Raum“, sagte Hauk.

Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie“

„Im Rahmen der geplanten Landesstrategie ‚Nachhaltige Bioökonomie‘ werden wir die Aktivitäten im Bereich biobasierten Wirtschaftens zusammenfassen und koordinieren“, sagte Hauk. Die Stärkung der hochwertigen Holzverwendung aus regionaler Waldwirtschaft werde dabei ein wesentliches Entwicklungsfeld sein. „Die Bioökonomie ist angesichts der Endlichkeit fossiler Ressourcen weltweit der Schlüssel für eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise. Sie ist ein wichtiger Strategiebaustein bei der Arbeit der Landesregierung“, betonte der Minister. Für die Holzwirtschaft im Land biete die nachhaltige Bioökonomie sehr gute Chancen für Erfolg und Wachstum. Darüber hinaus gäbe der moderne Holzbau wirtschaftliche Antworten zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in unseren Ballungsräumen.

Die Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie“ ist im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankert.

Bioökonomie ist nach Definition des Bioökonomierates der Bundesregierung die wissensbasierte Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen zur Herstellung von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren.

Landesbetrieb ForstBW

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