Schule

Landessieger von „Jugend debattiert“ stehen fest

Landessieger von „Jugend debattiert“ stehen fest (Bild: Kultusministerium Baden-Württemberg)

Felix Stuhrmann vom Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe und Christian Bautsch vom Parler-Gymnasium Schwäbisch Gmünd haben beim Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ den ersten Platz erreicht. Debattiert wurden ein Umwelt-Pfand auf Tablets oder Handys und religiöse Symbole oder Kleidungsstücke bei Lehrern im Dienst.

„Und wir debattieren jetzt erst recht!“ Unter diesem Motto fand am Freitag, 3. Juli 2020, das Saisonfinale des Wettbewerbs statt – coronabedingt erstmals per Videokonferenz. Acht Regionalsiegerinnen und -sieger hatten sich in ihrer jeweiligen Altersgruppe in der ebenfalls digital durchgeführten Landesqualifikation am Samtsag, 27. Juni, für das Landesfinale qualifiziert. Die Jury, unter dem Vorsitz von Ansgar Kemmann, dem Leiter von Jugend debattiert, konnten dabei Felix Stuhrmann vom Markgrafen-Gymnasium Karlsruhe für die Klassenstufe acht bis zehn (Altersgruppe eins) und Christian Bautsch vom Parler-Gymnasium Schwäbisch Gmünd für die Klassenstufen zehn bis zwölf (Altersgruppe zwei) besonders überzeugen. Da das Bundesfinale in diesem Jahr ausfällt, war das digitale Landesfinale der Höhepunkt der diesjährigen Wettbewerbsreihe.

Soll in Deutschland ein Umwelt-Pfand auf Tablets oder Handys eingeführt werden? Dieser Diskussionsfrage stellten sich die vier Landesfinalisten in der Altersgruppe eins (Klassenstufen acht bis zehn), die sich sowohl in den Regionalwettbewerben als auch in der Vorrunde am 27. Juni durchgesetzt hatten. Besonders von sich überzeugen konnte der 14-jährige Felix Stuhrmann vom Markgrafen-Gymnasium in Karlsruhe, den die Jury aufgrund seiner Gesprächsfähigkeit und seinen überzeugend vorgetragenen Argumenten für ein Umwelt-Pfand zum Erstplatzierten kürte. In der Altersgruppe zwei (Klassenstufe zehn bis zwölf) konnte der 17-jährige Christian Bautsch vom Parler-Gymnasium in Schwäbisch Gmünd den Landeswettbewerb für sich entscheiden. Er argumentierte mit viel Sachkenntnis besonders überzeugend bei der Frage, ob es – wie es in Berlin der Fall ist – Lehrkräften an öffentlichen Schulen deutschlandweit verboten sein sollte, religiöse Symbole oder Kleidungsstücke im Dienst zu tragen.

Wettbewerbe zur Unterrichtsreihe

„Und wir debattieren jetzt erst recht: Das haben die Finalistinnen und Finalisten wunderbar umgesetzt. Aber nicht nur sie haben mit ihrem Engagement und ihrer Fähigkeit zu argumentieren sehr beeindruckt. Auch den Lehrkräften und Organisatoren gilt mein größter Dank. Sie haben unter erschwerten Bedingungen in diesem Jahr dafür gesorgt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer so toll vorbereitet waren – sowohl auf fachlicher als auch auf organisatorischer Ebene. Natürlich geben wir unsere Erfahrungen, die wir bei unserem Pilotprojekt Jugend debattiert digital gemacht haben, gerne an andere Länder weiter“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Kultusministerin Eisenmann freut sich, dass das Saisonfinale in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie stattfinden konnte: „Jugend debattiert ist ein ausgesprochen wichtiger Wettbewerb, bei dem die Schülerinnen und Schüler Grundwerkzeuge der Demokratie kennenlernen: Sie beschäftigen sich intensiv mit einem Thema und lernen, ihre Argumente überzeugend und sachlich rüberzubringen – Kompetenzen, die sie auch in ihrer Zukunft immer wieder brauchen werden“, sagt die Ministerin.

Konzept zur videobasierten Durchführung

Da die Corona-Pandemie eine Durchführung des traditionellen Höhepunktes, einer Debatte im baden-württembergischen Landtag unmöglich gemacht hatte, waren neue Ideen gefragt. Die vier „Jugend debattiert“-Alumni Mona Offenberg, Sebastian Brumm, Timo Neumann und Simon Drescher entwickelten ein Konzept zur videobasierten Durchführung des Landesfinales und übernahmen die Organisation und Moderation der Vorrunden und des Landesfinales.

Dem Landesfinale vorangegangen waren Schul- und Regionalwettbewerbe, die an die Unterrichtsreihe „Jugend debattiert“ angegliedert sind. Am Wettbewerb hatten sich in Baden-Württemberg im laufenden Schuljahr rund 17.000 Schülerinnen und Schüler von 138 Schulen beteiligt. Die Regionalsiegerinnen und Regionalsieger erhielten ihren Preis – ein dreitägiges Regionalsiegerseminar Jugend debattiert im Forum Burg Liebenzell – bevor die Landesqualifikation und das Landesfinale aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden mussten.

Debattentraining für Schüler

Jugend debattiert ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Mit Jugend debattiert wollen die beteiligten Stiftungen Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab Klasse fünf dazu ermutigen, durch Debattentraining ihre sprachliche, politische und persönliche Bildung zu verbessern. An einer Debatte nehmen vier Schülerinnen und Schüler teil, die 24 Minuten über eine Streitfrage debattieren. Wer Pro und Contra vertritt, wird erst kurz vor dem Wettbewerb ausgelost. Inhalte und Argumente zum Thema sind daher unabhängig von der eigenen Meinung und müssen trotzdem fundiert und überzeugend sein.

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