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Elektromobilität
  • 20.12.2011

Landesregierung treibt Ausbau der Elektromobilität voran

  • Aufladen von Mercedes E-Cell (© Mercedes)

    Bild: © Daimler AG

Die Landesregierung hat die „Landesinitiative Elektromobilität II“ verabschiedet. Mit rund 50 Millionen Euro soll die Elektromobilität im Land in den kommenden vier Jahren gefördert werden. „Wir stellen heute die Weichen für die Mobilität von morgen“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Ministerin im Staatsministerium Silke Krebs. „Wir zeigen, was heute schon möglich ist. Und wir erforschen, demonstrieren und testen, was in Zukunft zu unserem Alltag gehören wird.“ Wichtiges Ziel der neuen Initiative sei es, den praktischen Nutzen der Elektromobilität zu zeigen und dies im Alltag sichtbar und im wahrsten Sinne des Wortes „erfahrbar“ zu machen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, enthalte die Landesinitiative Elektromobilität II insbesondere Maßnahmen zur Forschungs- und Transferförderung und für die Beschaffung von Elektrofahrzeugen, den Aufbau der notwendigen Infrastruktur sowie für Demonstrationsprojekte im Ländlichen Raum.

„Wir brauchen ,Elektromobilität zum Anfassen‘“, betonte der Ministerpräsident. „Daher unterstützen wir mit der Landesinitiative die Bewerbung zur Förderausschreibung des Bundes für die ,Schaufenster Elektromobilität‘.“ Nur wenige Menschen seien bisher auf Elektrofahrzeuge umgestiegen. Dies sei nicht allein auf das eher geringe Angebot zurückzuführen. Es gebe noch immer Zweifel und Bedenken. „Wer aber selbst schon Elektroauto gefahren oder mitgefahren ist, ist von der Technologie begeistert. Diese Begeisterung muss man an die Bürgerinnen und Bürger weitergeben“, ergänzte die Ministerin im Staatsministerium.

Keine Abgase und ein niedriger Geräuschpegel seien die größten Vorteile. Wichtig sei vor allem auch, dass der Ladestrom aus erneuerbaren Energien komme, so Krebs weiter. Deshalb fördere das Land verschiedene Demonstrationsprojekte durch den Ausbau von Lade-Infrastruktur, die von allen Elektrofahrzeugen genutzt werden könne. Besonders erwähnenswert sei das Carsharingmodell „e-car2go“ in Stuttgart. Krebs: „Durch die Förderung der entsprechenden Lade-Infrastruktur werden die Weichen gestellt, dass ab Herbst 2012 in Stuttgart 300 Smart fortwo electric drive zur Kurzzeitmiete angeboten werden können. In einer zweiten Phase sollen 2013 weitere 200 Fahrzeuge dazu kommen, dann ist auch eine Ausdehnung über das Stadtgebiet Stuttgart hinaus in die Region vorgesehen.“

Um vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen Hilfestellung beim Einsatz und der Nutzung von Elektromobilität zu geben, sollen im Rahmen der Landesinitiative gezielte Beratungsangebote und -gutscheine eingeführt werden. „Kleine und mittlere Betriebe spielen für die Wirtschaftskraft Baden-Württembergs eine herausragende Rolle. Gerade sie dürfen wir im schwierigen Technologiewandel nicht alleine lassen. Hier wollen wir Nutzen und Chancen für die Unternehmen aufzeigen und auch dazu beitragen,  eventuelle Vorurteile abzubauen“, unterstrich die Ministerin.

Neben der praktischen Anwendung müsse weiter sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung betrieben werden, erklärte Krebs. Trotz den schon erreichten Fortschritten gebe es immer noch Probleme, die zu bewältigen seien. Ministerpräsident Kretschmann wies in diesem Zusammenhang auf die Felder Batterie, Energiespeicherung, Sicherheit, Leichtbau und Produktionstechnik, aber auch Vernetzung hin: „Mit den im Land angesiedelten Instituten, wie zum Beispiel dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), den Universitäten Stuttgart und Ulm oder den Instituten der Fraunhofer-Gesell­schaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft ist das Land hier bestens aufgestellt.“

„Baden-Württemberg als bedeutendes  Automobil- und Forschungsland hat hier ein Alleinstellungsmerkmal, auf dem wir aufbauen können“, so Ministerpräsident Kretschmann. Als zentrale Anlauf-, Beratungs- und Servicestelle bündele die e-mobil BW GmbH – die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie – mit viel Sachverstand und großem Engagement die verschiedenen Akteure der Elektromobilität. Kretschmann: „Hier wurde eine Einrichtung geschaffen, um die uns viele beneiden.“ Die Agentur bringe nicht nur die notwendigen Fachleute zusammen, sondern informiere und berate über sämtliche Aspekte der Elektromobilität.

Die e-mobil BW GmbH koordiniert auch gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) die baden-württembergische Bewerbung für die Ausschreibung „Schaufenster Elektromobilität“. Bis zum 15. Januar 2012 wird die Projektleitstelle eine Antragsskizze zu diesem Wettbewerb des Bundes einreichen, der auf bundesweit drei bis fünf Regionen begrenzt und mit 180 Millionen Euro dotiert ist. Im Rahmen des „Schaufensters Elektromobilität“ sollen neue innovative Ansätze der Elektromobilität aufgezeigt, dabei die verschiedenen Verkehrsträger intelligent vernetzt und so insgesamt die Elektromobilität nach vorne gebracht werden.


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