Tradition

Landespreis für Heimatforschung ausgeschrieben

Ein Schäfer, der am Festumzug beim Markgröninger Schäferlauf teilnimmt, führt seine Herde über ein Stoppelfeld. (Bild dpa)

Heimat ist ein Teil der kulturellen Identität. Mit dem Landespreis für Heimatforschung zeichnet die Landesregierung auch in diesem Jahr wieder besondere Leistungen in der Erforschung der lokalen Geschichte und der Traditionen aus.

Die Landesregierung möchte auch im kommenden Jahr wieder besondere Leistungen in der Erforschung der lokalen Geschichte und der Traditionen in Baden-Württemberg auszeichnen. Das Wissenschaftsministerium schreibt daher erneut den Landespreis für Heimatforschung aus. Bewerbungen können bis 30. April 2020 erfolgen, für den Schülerpreis endet die Bewerbungsfrist kurz vor den Pfingstferien am 31. Mai 2020. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Heimattage am 19. November 2020 in Sinsheim statt.

„Das Wissen um die Lokal- und Regionalgeschichte sensibilisiert unsere Wahrnehmung für die Frage, wie wir gelebt haben und leben, wo die Wurzeln unserer Lebensräume und gesellschaftliche Strukturen verortet sind, welche Erfahrungen wir als Gemeinschaft gemacht haben. Das ermöglicht uns einen anderen Blick auf unser konkretes Lebensumfeld und unsere Gegenwart“, sagte Petra Olschowski, Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium.

Erstmals können multimediale Arbeiten prämiert werden

„Die örtlichen ehrenamtlichen Heimatforscherinnen und Heimatforscher leisten auf diesem Gebiet wertvolle Arbeit. Durch die neue Preiskategorie ‚Heimatforschung digital‘ können nun auch multimediale Arbeiten zur Heimatforschung prämiert werden. Wir denken dabei an Webseiten, Webdatenbanken oder auch Social-Media-Accounts, die sich mit Themen der Heimatforschung auseinandersetzen“, erklärte Olschowski. Die ehrenamtliche Heimatforschung werde durch die neue Kategorie in ein zeitgemäßes Licht gerückt. Neue Bewerberkreise könnten so angesprochen werden. „Ich freue mich auch, dass wir dafür das Preisgeld erhöhen konnten und dieses wichtige Engagement auch dadurch nochmal stärker würdigen“, betonte Olschowski.

Mit dem Landespreis werden in sich geschlossene Einzelwerke ausgezeichnet, die auf einer eigenen Forschungsleistung beruhen. Die eingereichten Arbeiten sollen folgende Themenbereiche mit Bezug zu Baden-Württemberg behandeln:

  • Orts-, Regional- und Landesgeschichte, auch im Hinblick auf ein zusammenwachsendes Europa
  • Neue Heimat in Baden-Württemberg
  • Heimatmuseen, Heimatforschung
  • Natur und Naturschutz, Landschaftsschutz, Umweltschutz
  • Entwicklung und Geschichte von Technik- und Industrie
  • Denkmalschutz, Dorferneuerung, Stadterneuerung
  • Kunst und Architektur
  • Dialektforschung, Literatur, Brauchtum
  • Volksmusik, Volkstanz, Tracht
  • Bevölkerung und Minderheiten
  • Bürgerengagement, Bürgerbeteiligung.

Der Landespreis für Heimatforschung

Das Wissenschaftsministerium lobt in Zusammenarbeit mit dem Landesausschuss Heimatpflege den Landespreis für Heimatforschung aus. Das Ziel: Die Leistungen ehrenamtlich tätiger Heimatforscher zu würdigen und ihnen die verdiente öffentliche Anerkennung zukommen zu lassen. Die Verleihung des Preises findet am 19. November 2020 in Sinsheim im Rahmen der Heimattage statt. Der Landespreis besteht aus einem 1. Preis zu 5.000 Euro, zwei 2. Preisen zu je 2.500 Euro, einem Jugendförderpreis und einem Schülerpreis zu je 2.500 Euro sowie einem Preis Heimatforschung digital zu 2.500 Euro.

Die Staatliche Toto-Lotto GmbH fördert den Landespreis, insbesondere die neue Preiskategorie Heimatforschung digital, mit einer größeren Summe. Über die Vergabe entscheidet eine ehrenamtliche Jury. Die Bewerbungsunterlagen können in der Geschäftsstelle im Ministerium angefordert werden.

Wissenschaftsministerium: Landespreis für Heimatforschung

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