Fortbildung

Land und Verbände schließen Weiterbildungspakt

Frauen und Männer auf einer Fortbildung (Bild: © Ministerium für Kultus, Jugend und Sport BW).

Die Landesregierung unterzeichnet gemeinsam mit 15 Verbänden und Organisationen sowie den Kirchen einen Weiterbildungspakt, der die Grundlage für die Weiterbildungspolitik des Landes sein wird. Die Laufzeit des Weiterbildungspakts beträgt fünf Jahre. Eine Öffnungsklausel ermöglicht es weiteren Verbänden und Organisationen, die nicht zu den Erstunterzeichnern gehören, der Vereinbarung in den kommenden Monaten beizutreten.

„Mit dem Weiterbildungspakt stellen wir den Mensch als Lernenden in jedem Lebensalter in den Mittelpunkt unserer Anstrengungen. Der Pakt ist ein Meilenstein für die Weiterbildungsbeteiligung gerade auch bildungsbenachteiligter Menschen in Baden-Württemberg“, betont Staatssekretärin Marion v. Wartenberg anlässlich der Unterzeichnung des Weiterbildungspakts. Besondere Anstrengungen müssten, so .v. Wartenberg, unternommen werden, um bildungsferne und sozial benachteiligte Menschen aktiv in das Lebenslange Lernen einzubeziehen.

Ende 2011 hat das Land gemeinsam mit wichtigen Weiterbildungsträgern das „Bündnis für Lebenslanges Lernen“ gegründet, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zu stärken und ein neues Bewusstsein für die wachsende Bedeutung der Weiterbildung zu schaffen. Mit dem Weiterbildungspakt löst die Landesregierung eine wichtige Zusage aus dem Koalitionsvertrag ein und schafft eine Grundlage für die Weiterbildungspolitik in den nächsten fünf Jahren. „Der Pakt ist ein sichtbares Zeichen der erfolgreichen gemeinsamen Zusammenarbeit im ‚Bündnis für Lebenslanges Lernen‘“, so die Staatssekretärin. Nach einem Jahr intensiven Arbeitens liege nun ein Dokument vor, das die herausragende Bedeutung des Lebenslangen Lernens in Baden-Württemberg unterstreiche.

Unterzeichnet wird der Pakt von 15 Verbänden und Organisationen, den Kirchen sowie von sechs Landesministerien (Kultusministerium, Staatsministerium, Finanz- und Wirtschaftsministerium, Wissenschaftsministerium, Sozialministerium und Ministerium Ländlicher Raum). Zu den teilnehmenden Verbänden zählen unter anderem der Volkshochschulverband Baden-Württemberg, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Arbeitsagentur, das Kolping Bildungswerk, die Landeszentrale für politische Bildung, die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung sowie der Landesfamilienrat (siehe Liste im Anhang).

Wichtige Ziele für die kommenden fünf Jahre

Zu den wichtigsten Zielen des Weiterbildungspakts zählen die Mitgestaltung der Digitalisierung und des digitalen Lernens, die Sicherung und der Ausbau der Grundbildung, die Förderung der Fortbildungsqualifizierung und Fachkräftesicherung, die Qualitätssicherung in der Weiterbildung, die Verbesserung der Weiterbildungsberatung, die Sicherung der Weiterbildungsförderung sowie die Stärkung der allgemeinen Weiterbildung oder auch der Familienbildung. Die Ziele stehen unter der Prämisse, die politische, soziale und kulturelle Teilhabe, insbesondere von bildungsbenachteiligten Menschen deutlich zu erhöhen. Ein beruflicher Aufstieg aller Bürgerinnen und Bürger soll auch jenseits der Erstausbildung möglich sein. Ein weiteres Ziel der Bündnisarbeit ist es, Asylsuchende und Flüchtlinge erfolgreich in Bildung, Aus- und Weiterbildung zu integrieren. Neben den beruflich relevanten Aspekten soll die Persönlichkeit der einzelnen Menschen sowie Familien gestärkt werden. Die Weiterbildung soll Orientierungshilfen geben und zur Sinnstiftung in der Gesellschaft und im Gemeinwesen beitragen. Im Rahmen des Weiterbildungspakts werden die Bündnispartner beauftragt, die dargestellten Aufgaben gemeinsam umzusetzen.

Liste der Unterzeichner

Verbände und Kirchen

  • Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Konstanz
  • Arbeitsgemeinschaft Ländliche Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg e. V.
  • Bildungswerk der Evangelisch-methodistischen Kirche Baden-Württemberg
  • Bischöfliches Ordinariat, Leiter der Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft
  • DGB-Bildungswerk Baden-Württemberg e. V.
  • Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg, Leitung der Abteilung III - Bildung
  • Evangelische Landeskirche in Baden
  • Evangelische Landeskirche in Württemberg
  • Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenen- und Familienbildung Baden-Württemberg (KiLAG), Bildungswerk d. Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V.
  • Kolping-Bildungswerk Württemberg e. V.
  • Landesfamilienrat Baden-Württemberg
  • Landesverband Baden-Württemberg im Deutschen Bibliotheksverband e. V.
  • Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
  • Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit
  • Volkshochschulverband Baden-Württemberg e. V.

Landesministerien

  • Staatsministerium Baden-Württemberg
  • Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
  • Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg
  • Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
  • Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Wort-Bild-Marke der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“
  • Ausbildung

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V.l.n.r.: Willi Holder MdL Fraktion Grüne, LPP Gerhard Klotter, LKD Klaus Ziwey, Michael Kashi, IRGW-Vorstand, Rami Suliman, Vorsitzender des Oberrates IRG Baden, Susanne Jakubowski, IRGW-Vorstand, Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, Prof. Barbara Traub, Vorstandssprecherin IRGW, Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus Dr. Michael Blume und Rabbiner Yehuda Pushkin umrahmt von Polizeischülern.
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