Forschung

Land und Bund fördern Projekt zur Vorhersage von Extremsituationen

Symbolbild: Das Land unterstützt daher die anwendungsorientierte Forschung zu Quantencomputing in Baden-Württemberg mit 40 Millionen Euro. (Bild: picture alliance/Oliver Berg/dpa)

Land und Bund fördern ein Projekt zur Vorhersage von Extremsituationen wie Pandemien oder dem Klimawandel am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart mit 750.000 Euro. Höchstleistungsrechnen kann maßgeblich zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen beitragen und Behörden sowie Ministerien bei Entscheidungen unterstützen.

Mithilfe von Computer­simula­tionen können komplexe Systeme wie pandemi­sche oder klimabedingte Extremsituationen zuverlässig eingeschätzt und Gefahrenvorhersagen unverzüglich getroffen werden. Dies ermöglicht, direkt Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Wissenschaftsministerium fördert gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 750.000 Euro das Projekt CIRCE des Höchstleistungs­rechen­zen­trums Stuttgart (HLRS): CIRCE steht für „Computational Immediate Response Center for Emergencies“. Damit wird eine zentrale Anlaufstelle für Behörden und Ministerien am HLRS, einem der größten Rechenzentren Deutschlands, etabliert.

„Wie essentiell Wissenschaft und Forschung besonders in Krisensituationen sind, erleben wir aktuell hautnah. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart und dem Bundesinstitut für Bevölke­rungs­forschung hat in der Corona-Pandemie bereits gezeigt, welche außer­ordentlichen Synergien entstehen, wenn Höchstleistungs­rechnen zur Lösung von konkreten gesellschaftlichen Problemen eingesetzt wird. Ich freue mich deshalb außerordentlich, dass wir gemeinsam mit dem Bund dieser Zusammenarbeit nun eine langfristige Grundlage geben können“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

In Krisensituationen politische Entscheidungen unterstützen

In den vergangenen Monaten konnte das Bundesinstitut für Bevölkerungs­forschung immer wieder vom Einsatz der Supercomputer profitieren: So führte das HLRS beispielsweise Simulationen zur Belegung von Intensivbetten durch und lieferte damit einen wertvollen Beitrag für die Bewertung der Lage an den Kliniken.

„Wir werden am HLRS eine Organisationsstruktur aufbauen, die Zugänge für Behörden zu unserer Höchstleitungsrechnerinfrastruktur ermöglicht. Gerade in Krisensituationen ist es notwendig, schnell mit Hilfe von Simulationen eine politische Entscheidung zu unterstützen. Hierfür bringen wir unsere gesamte Expertise ein und schaffen bedarfsgerechte Zugänge zu unserer Höchst­leistungs­rechnerinfrastruktur“, sagte Professor Michael Resch, Leiter des HLRS.

Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart ist neben dem Forschungszentrum Jülich und dem Leibniz-Rechenzentrum in Garching Teil des Gauss Centre for Supercomputing (GCS). Der Zusammenschluss bietet Forschenden aus ganz Europa Zugang zu Höchstleistungsrechnern.   

Das Projekt CIRCE

Das Projekt CIRCE am Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Rahmen des Gauss Centre for Supercomputing gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Projekt mit einem Umfang von rund 750.000 Euro läuft über drei Jahre und wird hälftig von Land und Bund finanziert.

Im Zusammenspiel mit behördlichen Handlungsabläufen entsteht am HLRS eine Organisations­struktur, die politische Entscheidungstragende schnell mit präzisen Informationen versorgt, um Gefahrenlagen zuverlässig einzuschätzen und Gegenmaßnahmen unmittelbar koordinieren zu können.

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Hoch- und Höchstleistungsrechnen

Gauss Centre for Supercomputing (englisch)

HLRS High Performance Computing Center Stuttgart (englisch)

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