E-Mobilität

Land startet e-mobiles Modellprojekt an Hochschulen

Elektroautos vor der Messe Stuttgart

Bei der Wahl des Studienortes spielen Erreichbarkeit und Mobilität eine zentrale Rolle. Das Modellprojekt „Nachhaltige Mobilität für Studierende im Ländlichen Raum“ analysiert, welche Mobilitätsangebote sich Studierende und Hochschulbeschäftige an der Hochschule Furtwangen wünschen. Anschließend testen die Studierenden in einem groß angelegten Praxisversuch ein maßgeschneidertes Verkehrs- und Mobilitätssystem.

„Die vielen Hochschulen für angewandte Wissenschaften tragen mit ihren umfassenden Bildungs- und Forschungsaktivitäten entscheidend zur Stärke Baden-Württembergs und seiner ländlichen Räume bei. Gerade die schnelle, unkomplizierte und günstige Erreichbarkeit spielt bei der Wahl des Studienortes für Studierende und Beschäftigte eine wichtige Rolle. Daher hat die Landesregierung das Modellprojekt ‚Nachhaltige Mobilität für Studierende im Ländlichen Raum‘ initiiert. Ziel ist, Hochschulen im Ländlichen Raum mit maßgeschneiderten Mobilitätskonzepten als attraktive Studien- und Forschungsstandorte zu erhalten", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde. Der Minister hatte in Furtwangen (Schwarzwald-Baar-Kreis) den Förderbescheid über 300.000 Euro für das Modellprojekt an die Hochschule Furtwangen übergeben.

Die Hochschule führt den auf drei Jahre befristeten Modellversuch federführend in Kooperation mit der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen und der Musikhochschule Trossingen durch. „Zunächst steht im Fokus, welche Mobilitätsangebote sich die Studierenden wünschen. In einem groß angelegten Praxisversuch testen die Studierenden anschließend ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes klimafreundliches und nachhaltiges Verkehrs- und Mobilitätssystem. Dazu gehören beispielsweise e-mobile Carsharing-Angebote, Pedelecs oder Elektro-Kleinbusse“, sagte der Minister. Bonde zeigte sich überzeugt, dass das Modellprojekt wertvolle Erkenntnisse bringen werde, von denen Hochschulstandorte auch in anderen ländlichen Räumen Baden-Württembergs und Deutschlands profitieren könnten. Die Hochschule Furtwangen eigne sich aufgrund ihrer dezentralen Lage besonders als Projektpartner.

Die rund 50 baden-württembergischen Hochschulen – davon etwa die Hälfte im Ländlichen Raum – würden die Basis schaffen für neue technologische Innovationen und seien somit wichtige Impulsgeber für die Wirtschaft, so Bonde. „Um diesen Mehrwert für das Land weiter zu fördern, pflegt das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz enge Kontakte zu Wissenschaft und Forschung. Gerade die Zusammenarbeit mit der Hochschule Furtwangen hat sich dabei bereits in der Vergangenheit bewährt und insbesondere auf dem Gebiet des Breitbandausbaus wertvolle Ergebnisse geliefert“, betonte der Minister.

Nachhaltige Mobilität im Ländlichen Raum

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) setzt sich für klimafreundliche, nachhaltige Mobilitätslösungen im Ländlichen Raum ein. In diesem Zusammenhang hat das MLR von 2013 bis 2015 zwanzig kommunale und interkommunale Modellprojekte gefördert, mit denen die Elektromobilität im Alltag ländlicher Städte und Gemeinden erprobt werden soll.

Beim neuen Modellvorhaben zur Entwicklung nachhaltiger Mobilitätslösungen für Studierende und Beschäftigte von Hochschulen im Ländlichen Raum unter Leitung der Hochschule Furtwangen sollen die in den kommunalen Projekten gewonnen Erfahrungen gezielt genutzt und zusätzliche Erkenntnisse unter den spezifischen Rahmenbedingungen ländlicher Hochschulen gewonnen werden. Denn junge Menschen haben besondere Mobilitätsbedürfnisse. Sie wollen auch ohne eigenes Auto „mobil“ sein und ihr Ziel möglichst rasch, unkompliziert und kostengünstig erreichen.

Im Fokus stehen bei diesem Modellvorhaben insbesondere die Verkehrsbeziehungen

  • zwischen Wohnung und Hochschule
  • zwischen mehreren Standorten der gleichen Hochschule
  • zwischen Hochschule – Wohnung – Unternehmen
  • zur Fahrt von einem Standort der Hochschule zu Unternehmen (zum Beispiel Exkursion)
  • zur spontanen Erledigung von Tätigkeiten mit Mobilitätsanforderungen.

Projektinhalte sollen auch die detaillierte Analyse der derzeitigen Verkehrsströme, die Defizite im aktuellen Mobilitätsangebot und die weitergehenden Wünsche von Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochschule sein. Dabei kann gerade die Elektromobilität im Ländlichen Raum Baden-Württembergs mit seinen dezentralen Wissensstandorten einen wichtigen Beitrag leisten.

Bewährte Kooperation zwischen MLR und Hochschule beim Breitbandausbau

Die Hochschule Furtwangen hat sich bereits in der Vergangenheit beim Thema Breitbandausbau im Ländlichen Raum als zuverlässige Kooperationspartnerin des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bewährt. So wurde auf Grundlage eines Kabinettsbeschlusses eine auf fünf Jahre befristete Stiftungsprofessur Digitale Infrastruktur im Ländlichen Raum eingerichtet. Im Rahmen dieser vom MLR mitgeförderten Stiftungsprofessur wurde an der Hochschule Furtwangen im Bereich Breitbandinfrastruktur im Ländlichen Raum ausgebildet, geforscht und beraten. Die zahlreichen Erkenntnisse, die dabei gewonnen wurden, sind auch in die Breitbandoffensive 4.0 der Landesregierung eingeflossen. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen MLR und HFU über die Gründung eines Zentrums für Infrastruktur und Breitbanddienste Baden-Württemberg am 10. Dezember 2015 in Stuttgart wird die Zusammenarbeit auf diesem für die Zukunftsfähigkeit des Ländlichen Raums wichtigen Technologiefeld weiter vertieft.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: E-Mobilität

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Breitbandausbau

Musiker kommen mit Instrumenten aus der Popakademie in Mannheim (Foto: dpa)

Land fördert Projekte von Hochschulen und Kultureinrichtungen mit Partnern in Afrika

Ein Passagierflugzeug bei untergehender Sonne im Landeanflug. (Foto: dpa)
  • Verbraucherschutz

Flugärger-App hat neue Funktionen

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
  • Ernährung

Tag der gesunden Ernährung am 7. März

  • Hochschulen

Anzahl von Frauen in den Hochschulleitungen im Land seit 2008 verdoppelt

ILLUSTRATION - Auf einer Computertastatur liegen Kreditkarten. (Foto: © dpa)
  • Verbraucherschutz

Tipps zur Erkennung von Fake-Shops im Internet

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Ländlicher Raum

Abschlussbericht des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum

Reallabor
  • Klimaschutz

Sechs Millionen Euro für fünf Klima-Reallabore

Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)
  • Landwirtschaft

Gespräch zu Perspektiven für Schweineproduktion und -vermarktung

Eine junge Frau bei einer Übung der freiwilligen Feuerwehr.
  • Zusammenhalt

Ideenwettbewerb zum Ehrenamt verlängert

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Ländlicher Raum

Erreichbarkeitsmodell nimmt Formen an

Ein Fahrradfahrer fährt in der Nähe von Tübingen in Baden-Württemberg auf einem Feldweg. (Bild: dpa)
  • Landentwicklung

876.000 Euro für Modernisierung ländlicher Wege

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart, arbeitet an einer Tropfenkammer (Symbolbild: © dpa).
  • Hochschulen

Land fördert zusätzliche Kooperative Promotionskollegs

Zwei Personen unterhalten sich vor einem Laptop auf dem Start-up-Gipfel.
  • Gründungsförderung

Exzellenzprogramm für Gründerkultur an den Hochschulen

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • Holzbau

Land unterstützt Institute beim Solardecathlon Europe 21

Aktienkurse sind auf einer Anzeigetafel im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. (Bild: © picture alliance/Arne Dedert/dpa)
  • Verbraucherschutz

Warnung vor Aufrufen zu Aktienkäufen in sozialen Medien

Das Steinheimer Becken am Albuch (Kries Heidenheim). (Bild: Stefan Puchner / dpa)
  • Ländlicher Raum

Tassilo-Tröscher-Preis ehrt Engagement im Ländlichen Raum

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
  • Landwirtschaft

Land fördert Erzeugung ökologischer oder regionaler Qualitätsprodukte

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine. (Bild: dpa)
  • Verbraucherschutz

Bundesratsinitiative zur „Health Claims“-Verordnung erfolgreich

Ein Smartphone wird bedient. (Foto: dpa)
  • Verbraucherschutz

Verbraucherrechte werden gestärkt

  • Bioökonomie

Förderprogramm für Bioökonomie im Ländlichen Raum gestartet

Ein Schild weist auf die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg hin.
  • Hochschule Ludwigsburg

Abberufung der ehemaligen Rektorin rechtmäßig

Mehrere Personen sitzen an einem Tisch bei einer Besprechung.
  • Weiterbildung

Weiterbildungsoffensive beschlossen

ILLUSTRATION - Auf einer Computertastatur liegen Kreditkarten. (Foto: © dpa)
  • Verbraucherschutz

Tipps zur Erkennung von gefälschten Kundenbewertungen

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
  • Landentwicklung

400.000 Euro für Flurneuordnung Bodman-Ludwigshafen

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist ein Leitstand des Karlsruhe Tritium Neutrino Experiments (Katrin) zu sehen.
  • Forschung

Einigung auf weitere Schritte zur Vollendung der KIT-Fusion