Urbane Robotik

Land fördert robotische Systeme im städtischen Raum

Mit der Förderung des Testfeldes Urbane Robotik am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe beschleunigt das Land den Transfer von exzellenter Forschung in marktfähige Lösungen.

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Transportroboter im öffentlichen Raum
Symbolbild

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die Aufbauphase des Testfeldes Urbane Robotik am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe mit rund einer Million Euro bis Mitte 2027. Mit dieser Förderung wird ein wichtiger Schritt zur Erprobung und Weiterentwicklung robotischer Systeme im städtischen Raum gemacht.

Forschung in marktfähige Lösungen transferieren

„Mit dem Testfeld Urbane Robotik in Karlsruhe entwickeln wir ein innovatives und praxisnahes Konzept für eine Erprobungsumgebung innovativer Roboteranwendungen im städtischen Raum. Damit beschleunigen wir gezielt den Transfer von exzellenter Forschung in marktfähige Lösungen“, sagt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. „Urbane Robotik ist ein bedeutendes Zukunftsfeld mit hohen Innovations- und Wertschöpfungspotenzialen. Sie stärkt unsere technologische Leistungsfähigkeit, eröffnet neue Geschäftsmodelle und trägt entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg bei.“

Urbane Robotik gilt als Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung, die Erschließung neuer Märkte und einen resilienten Wirtschaftsstandort. Roboter im öffentlichen Raum können die Lebensqualität der Menschen erhöhen, indem sie alltägliche Aufgaben durch individuelle Transport- oder Assistenzdienste erleichtern. Zudem können sie durch (Mikro-)Logistik oder im Servicebereich Versorgungslücken schließen. Mittels Flotten von Wartungs- und Reinigungsrobotern können Pflege und Instandhaltung städtischer Grünflächen automatisiert werden, während autonome Überwachungssysteme Inspektionen durchführen und in gefährdeten Zonen wie Unterführungen und Parkanlagen zur Sicherheit beitragen.

Testfeld bietet niedrigschwelligen Einstieg

Das Testfeld für Urbane Robotik wird als unternehmensnahe Transferplattform im Innovationsökosystem KI-basierte Robotik Baden-Württemberg konzeptionell entwickelt. Es bietet Infrastruktur, Referenzimplementierungen und exemplarische Use Cases für einen niedrigschwelligen Einstieg auf allen Ebenen.

Der Einsatz robotischer Systeme im urbanen Raum stellt hohe Anforderungen an die Flexibilität, Autonomie und Robustheit der Systeme. Zugleich wirft er Fragen zu Ausgestaltung der Roboter, zu regulatorischen Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Akzeptanz auf, die bisher nicht ausreichend adressiert wurden. Ein konzeptionell vorbereitetes offenes Testfeld im innerstädtischen Raum soll es in Zukunft ermöglichen, diese Systeme den Anforderungen gerecht zu entwickeln, Erfahrung durch eine schnelle Umsetzung unter zukünftigen Betriebsbedingungen zu sammeln und damit wesentlich die Innovationskraft für den Mittelstand zu stärken.

Positionspapier „Intelligente Robotik der Zukunft“

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat im Frühjahr 2025 gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Positionspapier „Intelligente Robotik der Zukunft“ im Rahmen des European Robotics Forum (ERF) der Öffentlichkeit mit einer klaren Vision vorgestellt: Baden-Württemberg soll 2035 die führende Innovationsregion für intelligente Mensch-Robotik-Systeme sein. Zur Erreichung dieses Ziels wurde das Innovationsökosystem KI-basierte Robotik Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Baden-Württemberg hat eine hervorragende Ausgangslage, sich im internationalen Wettbewerb um die Robotik der Zukunft wesentliche Wettbewerbsvorteile zu sichern.

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