Zusammenleben

Land fördert Quartiersentwicklung in weiteren fünf Kommunen

Verschiedene Menschen am Tisch im Gespräch

Knapp 200.000 Euro gibt das Land für Projekte aus dem Förderprogramm „Quartiersimpulse“ in weiteren fünf Kommunen im Land aus. Zentraler Bestandteil der Projekte zu den Themen „Pflege und Unterstützung im Alter“ sowie „Bürgerbeteiligung“ ist die Kooperation zwischen Kommunen und Bürgerschaft.

Mit knapp 200.000 Euro werden in der mittlerweile siebten und achten Runde des Förderprogramms „Quartiersimpulse“ fünf innovative Kommunen im Land gefördert. Die Quartiersimpulse sind ein wichtiger Baustein der umfassenden Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“. Den Zuschlag erhielten nun Radolfzell, Niedereschach, Frittlingen, Waiblingen und Reutlingen.

„Diese Kommunen machen sich auf den Weg, um bei sich vor Ort neue Impulse für eine generationenübergreifende Quartiersentwicklung zu setzen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha.

Quartiersimpulse zeigen Vielfalt an Lösungsansätzen

Zentraler Bestandteil der „Quartiersimpulse“ ist das Zusammenspiel zwischen den Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Prozess aktiv mit ihren Ideen einbringen. Wie unterschiedlich die Kooperation zwischen Kommune und Bürgerschaft sein kann, zeigt die Breite der zivilgesellschaftlichen Partner in den geförderten Projekten: Bürgerinitiative, Nachbarschaftshilfe, Förderverein und gemeinnützige Genossenschaft.

Auf diese Vielfalt an Lösungsansätzen hat Minister Lucha bereits beim Start des Förderprogramms vor gut einem Jahr hingewiesen: „Wir wollen den Kommunen nicht sagen, wie sie ihre Quartiersarbeit zu machen haben und wie sie ihre alters- und generationengerechte Wohnviertel gestalten“, betonte der Minister. „Deshalb bleiben wir auch bei diesem Förderprogramm unserem offenen Ansatz treu. Inhaltlich gesetzt sind nur die beiden Themen Pflege und Unterstützung im Alter sowie Bürgerbeteiligung. Wir setzen auf kreative Ideen und die Beteiligung der Zivilgesellschaft.“ Im Förderprogramm „Quartiersimpulse“ können Städte und Gemeinden einen Zuschuss von bis zu 70.000 Euro für ihr Quartiersprojekt erhalten. Bei Kommunalen Verbünden und Landkreisen sind Förderungen von bis zu 100.000 Euro möglich. Die Kommunen erhalten den finanziellen Zuschuss nicht nur für Sach- und Personalkosten, sondern auch explizit für Beratungskosten. Hierbei kann jede Kommune selbst entscheiden, zu welchen Themen sie Beratung benötigt und wer sie berät.

Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“

Das Förderprogramm „Quartiersimpulse. Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten vor Ort“ der Allianz für Beteiligung ist Teil der Strategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“. Mit dieser Landesstrategie unterstützt und begleitet das Ministerium für Soziales und Integration Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure bei einer alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung. Dabei wird das Quartier über die städtebauliche Dimension hinaus betrachtet. Quartiere sind vor allem auch lebendige Sozialräume, in die Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen.

Im Rahmen des Programms werden inzwischen 29 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 1,7 Millionen Euro gefördert.

Strategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“

Geförderte Projekte im Förderprogramm Quartierimpulse (PDF)