Auszeichnung

Karl-Heinz Münster erhält Bundesverdienstmedaille

„Mit ihrem Engagement leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Archäologie und Geschichtsforschung in Baden-Württemberg.“ Mit diesen Worten hob Verkehrsstaatssekretärin Gisela Splett in Holzgerlingen (Landkreis Böblingen) die Leistungen von Karl-Heinz Münster hervor. Der 84-Jährige bekam von Splett die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Der frühere Vertriebsleiter widmet sich seit seiner Pensionierung einer ganz neuen Aufgabe: Im Rahmen eines Senior-Studiums an der Universität Tübingen, welches er im Jahr 2000 abschloss, belegte er neben Archäologie die Fächer Kunstgeschichte sowie Vor- und Frühgeschichte.

„Seither waren Sie in Ihrer Heimatstadt Holzgerlingen und der Umgebung sehr umtriebig“, so Splett weiter. „An vielen Baustellen haben Sie fachkundig archäologische Funde gesichert.“ Karl-Heinz Münster hat seit seiner Pensionierung unzählige Funde ans Tageslicht gebracht, von denen die Ältesten sich auf bis 5500 vor Christus zurückdatieren lassen. „Alle aufzuzählen, würde wohl den Rahmen sprengen“, meinte Splett. Die Staatssekretärin hob darum einige hervor: So legte Karl-Heinz Münster mit zwei Kommilitoninnen 2005 vier alemannische Gräber samt Grabbeigaben frei. 2013 machte er einen einzigartigen Fund für Baden-Württemberg: Einen mittelalterlichen Ofen samt Keramikscherben. Zudem hilft der ehrenamtliche Archäologe im Holzgerlinger Heimatmuseum, die dort abgelieferten Tonscherben zu datieren. Dank seiner Hilfe konnte die 2000-jährige Töpfergeschichte der Stadt dokumentiert werden.

Bereits 2008 wurde Karl-Heinz Münster vom Regierungspräsidium Stuttgart zum „ehrenamtlichen Beauftragten für die archäologische Denkmalpflege im Raum Holzgerlingen“ bestellt. Auch im Landkreis Böblingen werden Baustellen von ihm in Hinblick auf archäologische Funde und Befunde begutachtet. Weitere wichtige Funde, die Karl-Heinz Münster dokumentierte, waren unter anderem ein römischer Brandgraben bei Holzgerlingen, eine römische Ziegelei in Altdorf sowie ein Siedlungsplatz aus dem Neolithikum (ca. 4800 bis 4600 vor Christus).

„Es ist wirklich beachtlich, was Sie in den vergangenen 15 Jahren an archäologischer Arbeit ehrenamtlich geleistet haben“, sagte Splett bei der Überreichung des Ordens und der dazugehörigen von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichneten Urkunde.

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