Preisverleihung

Jugendbildungspreis „DeinDing“ vergeben

Gruppenfoto aller Preisträger (Foto: © Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg)

Projekte aus Biberach, Geislingen, Konstanz, Remseck am Neckar, Steinheim an der Murr und Stuttgart sind die Gewinner des diesjährigen Jugendbildungspreises „DeinDing“. Mit dem Preis werden herausragende Leistungen von Jugendlichen sowie Ehren- und Hauptamtlichen in der außerschulischen Jugendbildung gewürdigt.

Bei einer feierlichen Preisverleihung im Jugendhaus „Cann“ in Stuttgart hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha die Gewinner des diesjährigen Jugendbildungspreises „DeinDing“ ausgezeichnet. Ausgezeichnet wurden Projekte aus Biberach, Geislingen, Konstanz, Remseck am Neckar, Steinheim an der Murr und Stuttgart. Mit dem Preis würdigt das Ministerium herausragende Leistungen von Jugendlichen sowie Ehren- und Hauptamtlichen in der außerschulischen Jugendbildung.

„Es ist wirklich beeindruckend, auf wie viele kreative Weisen sich die Projektgruppen engagieren. Mir ist es ein großes Anliegen, Euer Engagement zu fördern, zu würdigen und sichtbar zu machen. Dafür ist der Jugendbildungspreis eine sehr gute Gelegenheit, denn wo sonst gibt es so viele großartige Projekte auf einmal zu bestaunen. Ihr alle, die einen Beitrag eingereicht haben, verkörpert unsere Zukunft und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Ihr zeigt, was es heißt, sich für ein gelingendes Miteinander zu engagieren und sich einzubringen. Für mich sind alle Gewinner, die sich füreinander und für ein gelingendes Miteinander engagieren – dennoch musste die Jury eine Entscheidung treffen“, sagte Lucha bei der Preisverleihung.

Erneut hatten sich rund 100 junge Projektgruppen für den Jugendbildungspreis Baden-Württemberg beworben.

Preisträger 1.-3. Platz

Die drei Preisträger des diesjährigen Jugendbildungspreises (jeweils mit 1.000 Euro dotiert):
Der erste Preis geht an das von einer Stuttgarterin und einem Syrer initiierte Projekt „Literally Peace – ein transkultureller Dialog“. Verschiedene Autoren, insbesondere aus Syrien und Deutschland, begegnen sich auf einem mehrsprachigen Blog und schreiben dort über ihre Lebensrealitäten, vergleichen ihre Erfahrungen und setzen sich immer wieder mit dem Thema Frieden auseinander.

Literally Peace - a transcultural dialogue

Über den zweiten Preis freute sich das Konstanzer Projekt Europakonzil 2017. Europas Zukunft gestaltet Städtepartnerschaft. In Workshops tauschten sich die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre Visionen für die Zukunft Europas aus, diskutierten über den Umgang mit Flüchtlingen, die Glaubwürdigkeit und Rolle der Medien und beleuchteten den Brexit aus verschiedenen Perspektiven. Ziel war es, jungen Menschen zu zeigen, dass sie Europa aktiv mitgestalten können.

Der dritte Preis geht nach Steinheim an der Murr für die Kinderspielstraße 2017. Auf Entdeckungstour – Agenda 2030. Ziel des Projekts war es, die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen kindgerecht zu thematisieren und dabei auch die Eltern der Teilnehmenden mit Hilfe von Infotafeln zu erreichen.

Preisträger Sonderkategorien

Neben dem Jugendbildungspreis wurden außerdem erstmals Preise in drei Sonderkategorien vergeben, die jeweils mit 750 Euro dotiert waren.

Der Preis in der Kategorie „Jugend engagiert für Demokratie“ ging an den Jugendgemeinderat Geislingen für sein außerordentliches und unermüdliches Engagement in der Stadt. So führten die Jugendgemeinderätinnen und -räte eine Erstwählerkampagne zur Kommunalwahl ab 16 durch, vertreten die Jugend im kommunalen Gemeinderat und engagieren sich ganz praktisch bei „Jung trifft Alt“ Projekten mit dem Geislinger Stadtseniorenrat.

Jugendgemeinderat Geislingen

In der Kategorie „Jugend engagiert in Medien und Kultur“ wurde das Projekt „Kontext – Medienprojekt für jugendliche MigrantInnen“ ausgezeichnet. Bei dem Stuttgarter Projekt drehten Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen zusammen einen Film. Dadurch sollten die Sprachkenntnisse, die sozialen Fähigkeiten und die Medienkompetenz der Teilnehmenden verbessert und Vorurteile abgebaut werden.

Kontext: Filmprojekt auf Youtube

ProSuS heißt das Preisträger-Projekt in der Sonderkategorie „Schule“. Eine Gruppe junger, motivierter Menschen aus Remseck am Neckar bietet dabei Softskill-Workshops für Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse an, um deren Selbstwahrnehmung und -darstellung zu fördern. Die Workshops beinhalten unter anderem Rhetorik-Kurse und Bewerbungstrainings.

ProSuS Softskill-Workshops

Preis der Jury

Außerdem vergab die Jury des Jugendbildungspreises wieder einen eigenen, mit 1.000 Euro dotierten „Preis der Jury. Diesen erhielt in diesem Jahr das Biberacher Projekt „Glück ist. Schultimer 2017/2018 von Jugendlichen für Jugendliche“. Die Teilnehmenden, darunter auch junge Menschen aus Syrien, behandelten den Schwerpunkt „Glück“ in Form von Reportagen, Interviews oder Comics. Die Zusammenarbeit der Jugendlichen sollte das Kennenlernen ermöglichen und die Integration fördern:

Glück ist. - Schultimer 2017/2018 von Jugendlichen für Jugendliche

Stimmen zum Wettbewerb

Die Jugendstiftung Baden-Württemberg setzt den Jugendbildungspreis für das Sozial- und Integrationsministerium um und stellt zudem den Preis der Jury. Geschäftsführer Wolfgang Antes zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl der Bewerbungen: „Die Fülle der Projekte, die beim Jugendbildungspreis eingereicht werden, macht die Bereitschaft junger Menschen in Baden-Württemberg zum Engagement sichtbar. Bei der Preisverleihung erleben wir, mit welcher Begeisterung junge Menschen sich für andere und für die Sache einsetzen.“

„Der Jugendbildungspreis zeigt uns, dass unsere Jugend oft unterschätzt wird. Man sollte und muss aktive Jugendarbeit unterstützen. Die Förderung engagierter Jugendlicher ist ein wichtiger Schritt in eine Zukunft, die jeder will“, sagt Julia Landsche, die für den Dachverband der Jugendgemeinderäte in der DeinDing-Jury saß. Der Wettbewerb „DeinDing – Jugendbildungspreis Baden-Württemberg“ habe sehr deutlich gemacht, wie unglaublich vielfältig Bildung sein kann, äußerte sich Raphael Gangl vom Landesschülerbeirat Baden-Württemberg.

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