Verbraucherschutz

Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung für 2019 vorgestellt

Eine Laborantin untersucht Lebensmittel im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart. (Foto: © dpa)

Die Verbraucher im Land können sich darauf verlassen, dass die Kontrolle der Lebensmittel, des Trinkwassers und der Futtermittel im Land gut funktioniert. Das erklärte Verbraucherschutzminister Peter Hauk bei der Vorstellung des Jahresberichts der Lebensmittelüberwachung für 2019.

„Bei der Überwachung von Lebensmitteln, Trinkwasser, Futtermitteln und Verbraucherprodukten wie Kosmetika oder Bedarfsgegenständen ist auch 2019 wieder hervorragende Arbeit geleistet worden. Mit viel Engagement und Tatkraft arbeiten die Expertinnen und Experten an ihren vielfältigen Aufgaben. Die Verbraucherinnen und Verbraucher im Land können sich darauf verlassen, dass die Kontrolle der Lebensmittel, des Trinkwassers und der Futtermittel im Land gut funktioniert“, sagte Verbraucherschutzminister Peter Hauk.

Fast 118.000 Kontrollbesuche

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 80.146 Betriebe kontrolliert. Bei 117.958 Kontrollbesuchen wurden in rund 16 Prozent der Betriebe Verstöße festgestellt. Etwa 48.000 Proben an Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln, Bedarfsgegenständen und Tabakerzeugnissen haben die Sachverständigen unter die Lupe genommen. Von diesen wurden etwa 19 Prozent beanstandet, aber nur 0,3 Prozent als gesundheitsschädlich beurteilt. „Insgesamt ist die Sicherheit der Produkte im Land, bis auf seltene Ausnahmen, gewährleistet. Diese Ausnahmefälle zeigen jedoch, wie wichtig eine funktionierende Überwachung ist, die Missstände aufdeckt und behebt“, sagte der Minister.

Kontaminanten und Fremdbestandteile in Oregano

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart hat bei der Untersuchung von gerebeltem Oregano gleich mehrere Problemfelder aufgedeckt. 71 Prozent der untersuchten Proben wurden wegen auffällig hoher Gehalte an leberschädigenden und möglicherweise krebserregenden Pyrrolizidinalkaloiden (PA) als nicht sichere Lebensmittel eingestuft. Die Ursache hierfür sind vermutlich versehentlich mitgeerntete Unkräuter, die PA enthielten.

Außerdem ergaben weitere Untersuchungen Überschreitungen der Höchstmengen für Pestizide. Die zu hoch mit PA belasteten Waren haben die betroffenen Lebensmittelunternehmer selbst bzw. die zuständigen unteren Verwaltungsbehörden aus dem Verkehr genommen. „Neben dem Gesundheitsschutz ist der Täuschungsschutz das zweite Hauptziel der Lebensmittelüberwachung. Bei jeder fünften Oregano-Probe stellten die Kontrolleure eine Verbrauchertäuschung durch Beimengung von minderwertigem Fremdpflanzenmaterial fest“, erklärte Hauk.

Reinigungs- und Desinfektionsmittel in Pangasiusfilets

Bei Untersuchungen verschiedener Fischprodukte am CVUA Freiburg waren Pangasiusfilets wegen Rückständen von Chlorat und quartären Ammonium­verbindungen (QAV) auffällig. Die genannten Substanzen gelangen bei der Verarbeitung in die Produkte, beispielsweise, wenn nach der Reinigung von Arbeitsgeräten und -flächen die QAV-haltige Desinfektionsmittel nicht mit ausreichend Wasser wieder weggespült werden.

Zwei der 17 Proben wurden wegen der sehr hohen Gehalte an Chlorat beziehungsweise QAV als gesundheitsschädlich beurteilt, drei Proben mit Chloratgehalten zwischen 2,0 und 2,7 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) als nicht zum Verzehr geeignet. Die Waren wurden aus dem Verkehr genommen.

Blaues Wasser in Heidelberg

Am 7. Februar 2019 musste das Gesundheitsamt wegen einer ungewöhnlichen Blaufärbung für rund sechs Stunden den Konsum des Trinkwassers im Stadtgebiet von Heidelberg untersagen. Das hatte weitreichende Folgen. Mensen mussten über 6.000 mit dem Wasser gekochte Essen entsorgen, Kliniken verschoben kurzfristig Operationen, Schulen und Kindergärten schlossen. Parallel begann eine intensive Ursachensuche. Nach umfangreichen Untersuchungen und einer eingehenden Risikoabschätzung hob der zentrale Krisenstab das Konsumverbot wieder auf.

Letztendlich wurde nachgewiesen, dass höchstwahrscheinlich ungelöste kleinste Kalkpartikel die Ursache für die Verfärbung des Trinkwassers waren. Ein solches optisches Phänomen ist in Baden-Württemberg auch durch den „Blautopf“, eine Quelle mit auffallend blauem Wasser, bekannt. „Insgesamt bestätigen auch die Trinkwasseruntersuchungen von 2019 wieder, dass die Trinkwasserqualität in Baden-Württemberg hervorragend ist. Bei rund 6.300 Proben, die risikoorientiert erhoben wurden, wurden nur knapp acht Prozent beanstandet“, so der Minister abschließend.

Jahresbericht Lebensmittelüberwachung 2019 (PDF)

Traktor mäht Wiese
  • Naturschutz

Welttag des Naturschutzes am 28. Juli

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Zusammenhalt

Wettbewerb „Stärkung des Ehrenamts im Ländlichen Raum“ geht in dritte Runde

Der Ideenwettbewerb „Gemeinsam:schaffen“ startet
  • Ländlicher Raum

Kultursommer von KUNST.LAND in Münsingen eröffnet

Kette (Bild: © M. Häring, Regierungspräsidium Tübingen)
  • Verbraucherschutz

Alle 16 Bundesländer unterstützen nun die Servicestelle

Von Daheim BW
  • Regionalkampagne

„Fidelius Waldvogel“ tourt mit Kabarettprogramm wieder durchs Land

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
  • Flurneuordnung

Land fördert nachhaltige Modernisierung von Ländlichen Wegen

Ein Laster fährt auf der Bundesstraße 30 an der Ortschaft Baltringen vorbei, die durch Lärmschutzwände von der Bundesstraße getrennt ist (Bild: © dpa).
  • Verkehr

Neue sanitäre Einrichtungen an den Rastanlagen der B 14 bei Korb errichtet

Zwei Bauarbeiter fügen beim Bau eines Holzhauses vorgefertigte Balken zu einer Hauswand aufeinander. (Foto: © dpa)
  • Forst

Vielfältiges Angebot bei Onlineforum zum Holzmarkt

Rollendes Klassenzimmer
  • Baumspende

Baumspende des „Rollenden Klassenzimmer“

  • Bioökonomie

Förderprogramm Bioökonomie zeigt Wirkung

Drei Schüler:innen sitzen mit einer medizinischen Maske im Unterricht.
  • Schule

Sommerschulen auf 81 Standorte ausgebaut

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Juli 2021

Ein Mähdrescher erntet ein Weizenfeld ab. (Foto: dpa)
  • Landwirtschaft

1,53 Milliarden Euro für baden-württembergische Agrarförderprogramme

Luchs (Bild: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg)
  • Biodiversität

Luchsweibchen im Landkreis Konstanz genetisch nachgewiesen

Ein Busfahrer hilft einem Fahrgast beim Aussteigen aus dem Bürgerbus der Gemeinde. (Foto: © dpa)
  • Öffentlicher Nahverkehr

Fünf Pilotregionen für Ausbau des Nahverkehrs im ländlichen Raum

Bioökonomiepreis 2021
  • Bioökonomie

Ideenwettbewerb Bioökonomie mit insgesamt 50.000 Euro dotiert

Eine Familie mit zwei Kindern schaut sich Blumen auf dem Gelände der Landesgartenschau in Überlingen an.
  • Landesgartenschau

Halbzeit der Landesgartenschau in Überlingen

Michael Eick, Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg
  • Naturschutz

Michael Eick ist neuer Leiter der Umweltakademie BW

Ein junger Baum im Wald
  • Forst

Waldschadensdynamik der letzten Jahre wird genauer beleuchtet

  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 13. Juli 2021

Der ländliche Raum
  • Ländlicher Raum

Kabinettsausschuss Ländlicher Raum 2021 bis 2026 formal eingesetzt

Bauer füttert Ziegen
  • Landwirtschaft

Starkes Wachstum der ökologischen Landwirtschaft

Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)
  • Verkehr

Gespräche mit Mitgliedern der Initiative Motorradlärm zum Thema Lärmschutz

Logo Landesgartenschau Überlingen 2021
  • Ländlicher Raum

Ausstellung auf der Landesgartenschau zum Ländlichen Raum

Junges Wohnen
  • Wohnen

Modellprojekt „Junges Wohnen“ erfolgreich abgeschlossen