Digitalisierung

Informationstour Zukunftskommune@BW macht Station in Tengen

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt. (Foto: © dpa)

Die Informationstour Zukunftskommune@BW hat Station in Tengen (Kreis Konstanz) gemacht. Mit der Veranstaltungsreihe trägt die Landesregierung den konkreten Nutzen der Digitalisierung in den Städten und Gemeinden im Land in die Fläche Baden-Württembergs.

„Baden-Württemberg geht bei der Digitalisierung mit einer modernen Landesverwaltung voran. Jede Bürgerin und jeder Bürger hat im Laufe seines Lebens viele Male Kontakt mit der Verwaltung – zum Beispiel, bei der Anmeldung an einem neuen Wohnort, bei der Verlängerung des Personalausweises oder beim Beantragen eines Bewohnerparkausweises. Diese Prozesse wollen wir für die Bürger so einfach und bequem wie möglich gestalten. Unser Ziel ist eine moderne und bürgernahe Verwaltung 4.0“, sagte der Chief Information Officer (CIO) und Chief Digital Officer (CDO), Ministerialdirektor Stefan Krebs, anlässlich der Veranstaltung der Reihe Zukunftskommune@BW in Tengen (Kreis Konstanz).

Digitalisierung der Kommunalverwaltung

Das Land nutzt als zentrale Dienstleistungs- und eGovernment-Plattform „Service-BW.de“. Das Serviceportal verknüpft Verfahrensbeschreibungen mit den zuständigen Stellen und deren Angebot an Formularen und Onlinediensten. „Zurzeit entwickeln wir gemeinsam mit dem Ortenaukreis zum Beispiel die Online-Beantragung des Führerscheins. Mit mehreren Modellkommunen werden wir bis zum Jahresende fünf weitere Pilotanwendungen entwickeln und im Anschluss für ganz Baden-Württemberg anbieten“, sagte Krebs.

Der Bürgermeister der Gastgebergemeinde Tengen, Marian Schreier, betonte, dass die Digitalisierung für die Kommunalverwaltung weniger eine technische, sondern vielmehr eine kulturelle und organisatorische Herausforderung sei: „Die Digitalisierung der Verwaltung ist kein Selbstzweck: Wenn sie gelingen soll, muss sie mit nutzerfreundlichen Prozessen und einem Kulturwandel zu mehr Offenheit einhergehen.“

Professor Dr. Robert Müller-Török, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg, betonte in seinem Impulsvortrag über zeitgemäße digitale Verwaltungsanwendungen, dass vor allem der Veränderungswille in der Verwaltung eine Herausforderung sei: „Autobahnen und Hochgeschwindigkeitszüge sind eine Budgetfrage. eGovernment-Lösungen sind eine Frage des Wollens, nicht des Geldes.“

Informationstour „Digitale Zukunftskommune Baden-Württemberg“

Mit der Informationstour „Digitale Zukunftskommune Baden-Württemberg“ rückt die Landesregierung die konkreten Chancen der Digitalisierung in den Fokus: Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Wie werden Städte und Kommunen in Stadt und Land zu „Smart Cities“ und „Smart Regions“? Digitale Vorreiter unter den Kommunen in Baden-Württemberg werden ebenso mit ihren Visionen und Konzepten vorgestellt wie Kommunen, die dabei sind, eine digitale Agenda zu entwickeln. Die Informationstour mit dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl, sowie CIO/CDO Stefan Krebs macht insgesamt in zwölf Städten halt.

Die nächsten Termine im Rahmen der Informationstour Zukunftskommune@Baden-Württemberg sind am:

  • 21. Juni 2017 in Gaggenau mit CIO/CDO Stefan Krebs,
  • 5. Juli 2017 in Karlsruhe mit Minister Thomas Strobl,
  • 26. Juli 2017 in Ulm mit Digitalisierungsminister Thomas Strobl,
  • 15. August 2017 in Heidenheim mit CIO/CDO Stefan Krebs.

Serviceportal Baden-Württemberg