Forst

Höchste Waldbrandstufe erreicht

Ein Schild an einer Schutzhütte im Wald weist auf die Waldbrandgefahr hin (Bild: © dpa).

Forstminister Peter Hauk warnt aufgrund der Hitze und Trockenheit der letzten Tage vor einer sehr hohen, in einigen Gebieten sogar der höchsten Waldbrandgefahr. Das Betreiben von mitgebrachten Grillgeräten ist tabu. Bis einschließlich Oktober herrscht Rauchverbot im Wald.

„Die Hitze und die Trockenheit der letzten Tage hat im Wald die Bodenvegetation, Laubreste, Nadelstreu und auf dem Boden liegende Äste und Reisig extrem ausgetrocknet. Die Prognosen sagen für heute und Samstag praktisch für das ganze Land eine hohe, vielfach sogar die höchste Waldbrandgefahr voraus. Ein umsichtiges Verhalten der Waldbesucher ist die Grundvoraussetzung, um Waldbrände zu vermeiden“, sagte Forstminister Peter Hauk. Viele Menschen würden in Zeiten von Corona und zu Beginn der Sommerferien die Zeit und das schöne Wetter nutzen, um im Wald zu grillen. Dabei könne ein unbeaufsichtigtes Grillfeuer verheerende Folgen haben. Im Zweifelsfall seien die Forstbehörden vor Ort gezwungen, das Grillen im Wald je nach lokaler Gefährdungslage komplett zu verbieten. Diesen örtlichen Anweisungen sei unbedingt Folge zu leisten.

„Das Feuermachen im Wald ist ohnehin nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen auf den Grillplätzen erlaubt. Ein Feuer muss auch dort immer beaufsichtigt sein und ist vor dem Verlassen der Grillstelle unbedingt vollständig zu löschen. Das Grillen auf mitgebrachten Grillgeräten ist im Wald tabu“, erklärte Minister Hauk. Auch herrsche von März bis einschließlich Oktober in den Wäldern im Land ein generelles Rauchverbot.

Klimawandel erhöht die Waldbrandgefahr

„Nach allem, was wir wissen, werden die Sommer bei uns durch den Klimawandel heißer und trockener werden. Dies erhöht die Waldbrandgefahr. Unsere Antwort darauf sind klimastabile Mischwälder, deren Anlage und Pflege wir weiter vorantreiben werden“, erklärte der Forstminister. „Im Vergleich zu anderen Ländern ist Baden-Württemberg eher kein ausgesprochenes Waldbrandland. Dies hängt vor allem mit dem bei uns höheren Anteil an Laub- und Mischwäldern sowie mit der sehr guten Erschließung der Wälder mit Fahrwegen zusammen. Trotzdem ist die Gefahr kleinstandörtlich immer wieder gegeben“, betonte Hauk.

In Baden-Württemberg komme es immer wieder zu eher kleineren Waldbränden. Nach Zahlen der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg sei es in 2019 in Baden-Württemberg zu insgesamt 17 Waldbränden mit einer Gesamtfläche von insgesamt 6,45 Hektar gekommen.

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