Digitalisierung

Heilbronn erhält 2,5 Millionen Euro Breitbandförderung

Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strovl übergibt einen Breitbandförderbescheid an Oberbürgermeister Harry Mergel. (Bild: Barbara Kimmerle / Stadtarchiv Heilbronn)

Von der Breitbandförderung des Landes können auch Großstädte profitieren. Die Stadt Heilbronn erhält 2,5 Millionen Euro, um die „weißen Flecken“ in den Wohn- und Gewerbegebieten der Stadt zu erschließen.

„Heute profitiert mit der Universitätsstadt Heilbronn eine Großstadt vom Förderprogramm des Landes zum Ausbau der digitalen Infrastruktur. In Heilbronn können dank der Förderung nun alle ,weißen Flecken‘ in Wohn- und Gewerbegebieten mit schnellem Internet versorgt werden. Das ist ganz entscheidend für die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Heilbronn. Wie wichtig schnelle Verbindungen aber auch für die Bürgerinnen und Bürger sind, zeigt sich gerade eindrücklich während der Corona-Pandemie. Es freut mich sehr, dass wir mit der Förderung die Heilbronnerinnen und Heilbronner unterstützen und die Entwicklung der Stadt zur Gigabit-City beschleunigen können“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl bei der Übergabe eines Breitbandförderbescheids an den Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel im Heilbronner Rathaus. Das Land unterstützt den Breitbandausbau in der Stadt mit mehr als 2,5 Millionen Euro.

„Weiße Flecken“ im Stadtgebiet erschließen

Die Stadt Heilbronn nutzt die Kofinanzierung des Landes zur Bundesförderung. Dadurch übernehmen Land und Bund 90 Prozent der Ausbaukosten in Höhe von insgesamt 6,2 Millionen Euro, der Eigenanteil der Stadt beträgt nur noch 620.000 Euro. Mit der bewilligten Förderung werden alle „weißen Flecken“ in Wohn- und Gewerbegebieten – also alle Gebiete, die keine Breitbandversorgung von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) aufweisen – erschlossen. Sie verteilen sich nahezu über die gesamte Stadt. Heilbronn setzt mit dem Breitbandausbau konsequent seine im März 2019 vom Gemeinderat beschlossene Digitalisierungsstrategie um.

Oberbürgermeister Harry Mergel bekräftigte: „Die Fördermittel sind ein weiterer wichtiger Baustein für den Breitbandausbau in Heilbronn. Ich bin froh, dass das Land unsere Stadt mit dieser Summe bei diesem elementaren Infrastrukturprojekt unterstützt. Wie wichtig schnelles Internet ist, hat wohl jeder von uns in den vergangenen Wochen erfahren, in denen die Digitalisierung in unserem Alltag viel Schwung bekommen hat." Die Stadt will beim Ausbau keine Zeit verlieren, weshalb die Ausschreibung für den Bau und Betrieb des Breitbandnetzes noch in diesem Monat erfolgen soll.

Breitbandausbau Schwerpunkt der Landesregierung

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist einer der zentralen Arbeitsschwerpunkte der Landesregierung. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat das Land bereits insgesamt 234 Millionen Euro an Fördermitteln für knapp 300 Breitband-Ausbauprojekte gewährt – das sind sechsmal so viele Mittel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. „Damit hält unser hohes Ausbautempo im ganzen Land weiter an. Bis 2021 werden wir insgesamt mehr als eine Milliarde Euro in die digitale Infrastruktur investieren. Und unsere Kommunen geben richtig Gas, um die Internetversorgung für ihre Bürgerinnen und Bürger, für Gewerbe, Schulen und Krankenhäuser wesentlich zu verbessern. Großartig, dass auch meine Heimatstadt Heilbronn den Ausbau tatkräftig vorantreibt“, hob Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl hervor.

Die Zahl der Haushalte und gewerblichen Nutzer, die mit schnellem Internet versorgt sind, ist in Baden-Württemberg 2019 weiter gestiegen. Rund 92 Prozent aller Haushalte verfügen inzwischen über einen Internetanschluss mit mindestens 50 Mbit/s. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 20 Prozentpunkte im Vergleich zu Anfang 2016. „Die Corona-Pandemie hat überdeutlich gemacht, wie wichtig eine flächendeckend leistungsfähige und zuverlässige Breitbandinfrastruktur ist und bestätigt uns damit in unseren Anstrengungen zusätzlich“, stellte Minister Thomas Strobl fest.

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