Vermögen und Hochbau

Geschäftsbericht der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung

Richtfest beim Erweiterungsbau des Polizeipräsidiums Heilbronn. (Bild: Polizeipräsidium Heilbronn)

Das Finanzministerium und der Landesbetrieb Vermögen und Bau haben den Geschäftsbericht 2019 der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung vorgestellt. Knapp eine Milliarde Euro hat das Land 2019 in Sanierung, Neubau und Unterhalt der landeseigenen Immobilien investiert.

Knapp eine Milliarde Euro hat das Land 2019 in Sanierung, Neubau und Unterhalt der landeseigenen Immobilien investiert. Das geht aus dem Geschäftsbericht der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung hervor. Finanzstaatssekretärin Gisela Splett stellte den Bericht gemeinsam mit Annette Ipach-Öhmann, der Direktorin des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, vor.

„Mit rund 957 Millionen Euro haben wir erneut einen Höchstwert erreicht. Im fünften Jahr in Folge konnten wir die Investitionen in Bau und Erhalt unserer Gebäude steigern“, sagte Splett. Auch in Zeiten von Corona wird weiter investiert. Die Bauausgaben in diesem Jahr betrugen bis Ende Juli 2020 schon 527,7 Millionen Euro – und damit etwa neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Schwerpunkt lag auf der Sanierung von Landesgebäuden

„Wir sind einer der größten Auftraggeber der Bau- und Immobilienwirtschaft in Baden-Württemberg. Der Gesamtumsatz der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung lag 2019 bei rund 2,2 Milliarden Euro. Darin enthalten sind die Kosten für bauliche Maßnahmen, Einnahmen und Ausgaben im Gebäude- und Immobilienmanagement sowie die Personal- und Sachkosten“, sagte Ipach-Öhmann. 

Der Investitionsschwerpunkt lag 2019 mit über 424 Millionen Euro wieder auf der Sanierung der Landesgebäude. „Wir erhalten unsere Gebäude und wirken damit effektiv dem Sanierungsstau entgegen“, so die Staatssekretärin. Der Gebäudeunterhalt hatte ein Volumen von rund 391 Millionen Euro. In neue Gebäude investierte das Land im vorigen Jahr rund 142 Millionen Euro. 

Ausbau von Photovoltaik-Anlagen

Zudem wurden die Photovoltaik-Anlagen auf Landesgebäuden weiter ausgebaut, auf rund 107.000 Quadratmeter. „Wir wollen dabei nicht nachlassen, sondern den Ausbau mit PV-Anlagen auf unseren Liegenschaften bis zum Jahr 2025 auf mindestens 130.000 Quadratmeter und bis 2030 auf mindestens 175.000 Quadratmeter weiter vorantreiben. Zusammen mit zahlreichen anderen energetischen Maßnahmen ist das ein wichtiger Baustein für eine weitgehend klimaneutrale Landesverwaltung“, sagte Splett. 

Die verschiedenen Liegenschaften des Landes haben ein großes Potenzial, um Projekte für mehr Biodiversität umzusetzen. „Das reicht von der Umwandlung von Rasen in Wiesen über Dachbegrünungen bis hin zur Sanierung von Trockenmauern“, betonte die Staatssekretärin. Zur Biodiversität auf landeseigenen Liegenschaften ist eine neue Broschüre erschienen, die einen Überblick über umgesetzte Maßnahmen gibt.

Erwerb naturschutzwichtiger Flächen

Auch bei den für den Naturschutz wichtigen Flächen war das Land tätig. „2019 haben wir etwa 90 Hektar naturschutzwichtiger Flächen erworben. Das ist im Vorjahresvergleich ein Flächenplus von 12 Hektar“, sagte Splett. Der Schwerpunkt lag auf dem Erwerb schützenswerter Moore. 20 Hektar Moorflächen wurden 2019 erworben.

Über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus war das Land mit dem Landesbetrieb Bundesbau aktiv. Der Landesbetrieb setzte im Jahr 2019 Projekte im Auftrag des Bundes im Volumen von rund 303 Millionen Euro um, so zum Beispiel für die Bundeswehr. 

Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung als Arbeitgeber

Die Vielfalt der Vorhaben und Aufgaben in der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg ist ein wichtiges Argument beim Werben um Fachkräfte. „Mit unserem vielfältigen Aufgabenspektrum, das im Immobilien- und Bausektor einzigartig ist, punkten wir regelmäßig auf den Personalmessen“, freut sich Ipach-Öhmann. „Außerdem stellen wir fest, dass die jungen Menschen immer mehr Wert auf eine sinnstiftende, am Gemeinwohl orientierte Aufgabe legen. Das können wir bieten, denn gerade die Coronakrise hat in Erinnerung gebracht, wie wichtig ein funktionierender Staat ist. Die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung gibt vielen der systemrelevanten Verwaltungen – wie zum Beispiel der Polizei, dem THW oder den Universitätsklinika – nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern sorgt auch in Krisenzeiten dafür, dass der Betrieb weiterlaufen kann.“ Insgesamt sind beim Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg 2.098 Personen fest beschäftigt. Beim Landesbetrieb Bundesbau sind es 717 Beschäftigte.

Finanzministerium: Geschäftsbericht 2019 der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung (PDF)

Finanzministerium: Broschüre Biodiversität auf landeseigenen Liegenschaften

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