Heimat

Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Anlässlich des Gedenktags für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni erinnerte Ministerin Marion Gentges auch an die deutschen Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Beitrag zum Wiederaufbau.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Kränze am Gedenktag

„Flucht und Vertreibung hinterlassen tiefe Spuren in Familien und Freundeskreisen. Millionen Menschen haben in Folge von Krieg, Terror, Gewalt und Verfolgung ihre Heimat verloren. Unser Auftrag ist es, die Erinnerungen wach zu halten und das Schicksal der vielen Vertriebenen nicht zu vergessen“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges, anlässlich des Gedenktags für die Opfer von Flucht und Vertreibung, der am 20. Juni bundesweit begangen wird.

Der Gedenktag gibt insbesondere Anlass dazu, der deutschen Vertriebenen und Flüchtlinge zu gedenken, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ihre Heimat in Ost- und Südosteuropa verlassen mussten. Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung deutscher Bevölkerungsgruppen habe unzählige Menschen aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen. Die einen mussten Hab und Gut zurücklassen, um vor Verfolgung und Unrecht zu fliehen. Andere traf das Schicksal, diskriminiert, enteignet, ausgewiesen oder zwangsumgesiedelt zu werden. „In Baden-Württemberg haben viele der Geflüchteten und Vertriebenen eine neue Heimat gefunden und sich ein neues Leben aufgebaut.

Kultur- und Erinnerungsarbeit unterstützen

Ihr Lebensmut und ihr großes Engagement haben wesentlich zum Wiederaufbau und Aufschwung in unserem Land - vor allem in den 1950er und 1960er Jahren - beigetragen“, sagte die Heimatministerin Marion Gentges und betonte, dass es ihr ein großes Anliegen sei, die Kultur- und Erinnerungsarbeit der Vertriebenenverbände zu unterstützen.

Die Vertriebenenverbände seien wichtige Partner der Landesregierung und leisteten mit ihrer engagierten Arbeit viel für die Kultur im Land, für die historische Erinnerung sowie für die Pflege unseres geistigen Erbes. „Mit der wegweisenden ‚Charta der deutschen Heimatvertriebenen‘ aus dem Jahr 1950 stellen sich die Verbände klar an die Seite des demokratischen Rechtsstaats, im Geiste der Völkerverständigung und der europäischen Einigung. Mit der Verankerung des ‚unveräußerlichen Rechts auf die Heimat‘ in Artikel 2 der Landesverfassung bekennt sich Baden-Württemberg ausdrücklich zur Heimat, als Begriff und Auftrag“, betonte Ministerin Marion Gentges.

Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Der „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ wurde von der Bundesregierung im Jahr 2014 eingeführt und bewusst auf den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltflüchtlingstag, dem 20. Juni, gelegt.

Weitere Meldungen

Vier Personen mit Fahrradhelmen lächeln in die Kamera
Stadtradeln

Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Links: Prof. Dr. Andreas Gundelwein, rechts: Dr. Jens Bortloff
Kunst und Kultur

TECHNOSEUM erhält neue Doppelspitze

Eine Hebamme führt eine Ultraschalluntersuchung an einer Schwangeren durch.
Gesundheit

Land fördert drei weitere Lokale Gesundheitszentren

Logo Netzwerkkonferenz Baukultur 2026
Baukultur

Netzwerkkonferenz Baukultur in Stuttgart

Digitalfunk BOS
Polizei

Polizei rettet Leben

von links nach rechts: Landespolizeidirektor Carsten Höfler, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Offenburg Andreas Bjedov und Staatssekretär Reiner Moser
Polizei

Neuer Polizeipräsident beim Polizeipräsidium Offenburg

Neuer begrünter Mittelstreifen auf einem Teilstück der Straße „Waldsteige“ in Mosbach
Flächenmanagement

Mosbach erhält Prämie für Maßnahme „Waldsteige“

Weinauswahl
Sondereditionen

Neue Wein-Sondereditionen der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin

Portrait Mathias Brecht Finanzamt Heidelberg
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Heidelberg

von links nach rechts: Prüfungsausschussvorsitzender Gerhard Grams, Till Brückel, Markus Hellebrand, Felicia Rix, Vera Kozel und Marius Gißler
Vermessung

Vermessungsreferendare legen Große Staatsprüfung erfolgreich ab

Eine Gruppe von Menschen fährt Achterbahn in einem Erlebnispark.
Familie

Neue Vergünstigungen beim Landesfamilienpass

Eine Ärztin und eine Therapeutin sitzen mit einem medizinischen Stethoskop am Tisch und machen mit einem Laptop und einem Mobiltelefon medizinische Notizen.
Gesundheit

Bundesweit einzigartiges KI-Reallabor für Gesundheits­versorgung startet

Eine Laborantin untersucht Lebensmittel im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart. (Foto: © dpa)
Verbraucherschutz

Jahresbericht der amtlichen Lebensmittelüberwachung

Eine Person nimmt einen Telefonhörer ab.
Schule

Gefahr der Zwangsverheiratung in den Sommerferien

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Landwirtschaft

Novelle zum EEG 2027 verschenkt Potenzial der Bioenergie