Kunst und Kultur

Fünf Hotspots der Keltenkonzeption stehen fest

Die Marketingkampagne des „Keltenlandes Baden-Württemberg“

Das Land fördert mit dem Heidengraben, dem Ipf und dem Keltenmuseum Hochdorf drei zentrale Keltenstätten. Zusammen mit der Heuneburg und dem Landesmuseum Württemberg stehen damit die ersten fünf Hotspots der Keltenkonzeption fest.

Das Keltenland Baden-Württemberg wächst zusammen – es gibt weitere Meilensteine zu feiern: Das Wissenschaftsministerium fördert drei zentrale Fundstätten im Land und der Trichtinger Silberring wird zum Symbol und Logo der Marketingkampagne des „Keltenlandes Baden-Württemberg“. Zudem wird das Landesmuseum Württemberg das Schaufenster des Keltenlandes in der Landeshauptstadt. „Das spannende keltische Erbe kann nicht nur an einigen zentralen Fundstätten und Museen studiert werden, sondern prägt flächenübergreifend das ganze Land“, betone Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. Nach einem Beschluss der Landesregierung von 2019 will das Ministerium in den nächsten Jahren insgesamt zehn Millionen Euro in die Keltenkonzeption des Landes investieren.

Das Land fördert mit dem Heidengraben, dem Ipf und dem Keltenmuseum Hochdorf drei zentrale Keltenstätten mit insgesamt drei Millionen Euro. Zusammen mit der Heuneburg, einer der bedeutendsten keltischen Fundplätze Europas, und dem Landesmuseum Württemberg stehen damit die ersten fünf Hotspots der Keltenkonzeption fest. Weitere Förderungen, insbesondere auch im badischen Landesteil, sollen folgen.

Die Keltenkonzeption des Landes

Ein Herzstück des Keltenlandes, die oberhalb der Donau gelegene Heuneburg bei Sigmaringen, wird in den nächsten Jahren zu einer Kelten- und Naturerlebniswelt ausgebaut. Die Landesregierung nutzt diesen Anlass, auch andere keltische Fundstätten und Museen im Land in den Blick zu nehmen und sie zum Keltenland Baden-Württemberg zu entwickeln. „Schon jetzt gibt es in den Landesmuseen und an zahlreichen Fundstätten im Land so viel Keltisches zu sehen, dass die Fülle fast überwältigend ist“, sagte Petra Olschowski. „Die Hauptaufgabe der Keltenkonzeption besteht darin, dieses reiche Erbe sichtbar zu machen. Wir wollen eine Geschichte erzählen von einer längst vergangenen Zeit, deren oft geheimnisvolle Spuren bis heute im ganzen Land zu entdecken sind.“

Der mehr als 2.000 Jahre alte Silberring von Epfendorf-Trichtingen aus dem ersten Jahrhundert vor Christus (v. Chr.) gilt als eines der beeindruckendsten Fundstücke der Keltenzeit im deutschen Südwesten. Die Janusköpfigkeit des Logos mit seinen sich gegenseitig anschauenden Gesichtern spiegelt in besonderer Weise das in der Keltenkonzeption zentrale Thema der Kommunikation von Vergangenheit und Gegenwart wider. „Die für die keltische Zeit typische Form des Ringes ist ein sehr schönes Symbol für den Kreis der Keltenorte, der im Land entstehen soll und diese zusammenschließt“, sagte Petra Olschowski. Neu ist auch eine knapp zwanzigseitige, reich bebilderte Broschüre zum Keltenland Baden-Württemberg. Sie dokumentiert das Potential, das im keltischen Erbe Baden-Württembergs liegt, und gibt einen ersten Ausblick auf das, was in den nächsten Jahren an den Keltenstätten im Land entstehen soll.

Landesmuseum Württemberg als Schaufenster

Das Landesmuseum Württemberg wird zu einem zentralen Anlaufpunkt und Schaufenster der Keltenkonzeption in der Landeshauptstadt. Interaktive Medieneinheiten sollen die Brücke von den einzigartigen Sammlungen des Landesmuseums zu den Fundstätten und Regionen des Keltenlandes Baden-Württemberg schlagen. Mit diesen Medientischen werden die Besucherinnen und Besucher des Landesmuseums an insgesamt 21 ganz besondere Keltenorte in Baden-Württemberg geführt, deren Fundobjekte zu den Glanzlichtern der Sammlungen des Landesmuseums zählen. Hier wird bewusst der Bezug von den einzigartigen Objekten und Ensembles zu ihren Fundorten im Land hergestellt. Hinweise und QR-Codes an den jeweiligen Vitrinen erlauben zudem eine direkte Verlinkung zu den Keltenstätten selbst.

Erlebnisfeld Heidengraben

Mit einer Gesamtfläche von 1662 Hektar ist der Heidengraben die größte bekannte keltische Befestigungsanlage Deutschlands – ein sogenanntes Oppidum. Der Zweckverband Region Heidengraben (bestehend aus den Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben) wird im Sommer 2020 als Vorstufe zum geplanten „Erlebnisfeld Heidengraben“ einen neuartigen, virtuellen Erlebnispfad eröffnen. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau eines großen Besucherzentrums, des Erlebnisfeldes Heidengraben, begonnen werden. Der Bund beteiligt sich an der Finanzierung mit zwei Millionen Euro. Das Land hat eine Mitfinanzierung von bis zu 1,75 Millionen Euro aus Mitteln der Keltenkonzeption in Aussicht gestellt. Weitere Mittel in gleicher Höhe kommen von den Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben sowie den Landkreisen Reutlingen und Esslingen.

Der Ipf

Die Gemeinde Bopfingen im Ostalbkreis hat ein besonders eindrucksvolles Geländedenkmal aus keltischer Zeit vorzuweisen. Der Ipf gilt als ein frühkeltischer Fürstensitz aus der älteren Eisenzeit. Die vorhandenen Nachbauten keltischer Gebäude sollen in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege ertüchtigt und ein Besucherzentrum sowie digitale Angebote integriert werden. Außerdem wird die Ausstellung im Städtischen Museum neu gestaltet. Auch hier ist es gelungen, dass sich der Bund an der Finanzierung mit 918.000 Euro beteiligt. Das Land hat 741.000 Euro in Aussicht gestellt, die Stadt Bopfingen und der Ostalbkreis steuern insgesamt den gleichen Betrag bei.

Keltenmuseum Eberdingen-Hochdorf

Das Land will die Gemeinde Eberdingen für die Ertüchtigung und Modernisierung des Museums, die Intensivierung des Vermittlungsangebots im Museum sowie dessen bessere Vernetzung mit bis zu 500.000 Euro zur Verfügung stellen. Auch hier sind Mittel in gleicher Höhe von der kommunalen Seite eingeplant. Das Museum dokumentiert anhand von Repliken die frühkeltischen Funde aus einem 1968 entdeckten und 1978/79 untersuchten Hügelgrab eines frühkeltischen Fürsten.

Weitere Kelten-Fundstätten

Weitere bedeutende Kelten-Fundstätten, die im nächsten Schritt der Keltenkonzeption weiterentwickelt werden könnten, sind Jestetten-Altenburg (Doppel-Oppidum Altenburg-Rheinau mit einem Teil der Anlage in der Schweiz), Heidelberg (Heiligenberg), Villingen-Schwenningen (Magdalenenberg und Franziskanermuseum), Region Taubertal (Lauda-Königshofen und das Oppidum Finsterlohr) und die Region Breisgau mit Freiburg (Colombi-Schlössle, Breisach, Kappel am Rhein, Oppidum Kirchzarten).

Broschüre zum „Keltenland Baden-Württemberg“ (PDF)

Stream zur Pressekonferenz

Wissenschaftsministerium: Video-Teaser zum „Keltenland Baden-Württemberg“

Landes-Musik-Festival
  • Kunst und Kultur

20 Amateurmusik-Vereine mit Conradin-Kreutzer-Tafel geehrt

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas. (Foto: © dpa)
  • Trinkwasser

Land unterstützt Gemeinde Auenwald bei Trinkwasserversorgung

  • Donauraum

Lieferketten resilienter gestalten

Visualisierung Gebäude Cyber Valley I
  • Forschung

20 Millionen Euro für Kom­petenzzentrum im Cyber Valley

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an. (Bild: © Patrick Pleul / dpa)
  • Klimaschutz

Kommunaler Wettbewerb zur Klimaneutralität startet

Blick in den Stadtteil Bahnstadt, Heidelberg
  • Baukultur

Land fördert kommunale Gestaltungsbeiräte

Ein Hausarzt misst den Blutdruck einer Patientin (Bild: © dpa).
  • Gesundheit

Zehn Primärversorgungszentren können loslegen

Dorfwettbewerb
  • Ländlicher Raum

Ergebnisse des Landesentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“

Eine ukrainische Flagge hängt vor dem Eingang eines Gebäudes.
  • Ukraine-Krieg

Gentges fordert finanzielle Entlastung der Kommunen

Mehrere Ziegen liegen während des Regens in einem Unterschlupf in Kreuzthal. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Wolf

Tot aufgefundene Ziege im Gemeindegebiet Münstertal nicht durch Wolf verletzt

Kläranlage Wegstetten
  • Abwasser

Zuschuss für Abwasser­beseitigung in Abtsgmünd

Startschuss für das „Bürgeramt Virtuell“ (von links): Manfred Leutz (Leiter Amt für Digitales, Stadt Heidelberg), Minister Thomas Strobl, Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sowie Bernd Köster und Rudi Lerche (aktueller und ehemaliger Leiter des Bürgeramtes, Stadt Heidelberg). Auf dem Screen im Hintergrund und zugeschaltet ins „virtuelle Bürgeramt“: Ina Kindler (Bürger- und Ordnungsamt).
  • Digitalisierung

Heidelberger Verwaltung eröffnet digitale Außenstelle

Ein Startläufer einer 4x100m-Staffel hält einen Staffelstab in der Hand.
  • Sport

Vor-Ort-Einblick in eine Eliteschule des Sports

Generaldirektor der nigerianischen Museums- und Denkmalbehörde besucht Stuttgarter Museum
  • Kunst und Kultur

Rückgabe von Benin-Bronzen

Eine Mutter geht mit einem Kinderwagen über einen Zebrastreifen.
  • Fuß

15 Kommunen erhalten Fußverkehrs-Check des Landes

Ein Schüler arbeitet mit einem iPad im digitalen Unterricht. (Bild: picture alliance/Ina Fassbender/dpa)
  • Schule

Digitalisierung an den Schulen im Land kommt voran

Ein Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH überprüft mit einem Tablet die Betriebsdaten von vernetzten Maschinen für Metallspritzguss. (Foto: © dpa)
  • Innovation

Zentrum für Frugale Produkte und Produktionssysteme

Ein Neubaugebiet von Weissach
  • Steuern

Abgabe der Grundsteuer­erklärung startet am 1. Juli

Rettungswagen stehen vor der Notaufnahme der Universitätsklinik Freiburg. (Bild: picture alliance/Patrick Seeger/dpa)
  • Corona-Finanzhilfen

Land unterstützt Universitäts­kliniken mit 80 Millionen Euro

Ministerpräsident Winfried Kretschmann
  • Kreisbesuch

Kretschmann besucht Ostalbkreis

Ein Beratungsgespräch. (Bild: Roland Weihrauch / dpa)
  • Ukraine-Krieg

Psychosoziale Beratung für ukrainische Geflüchtete

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer spricht auf der Preisverleihung.
  • Kultur

Coding da Vinci Baden-Württemberg 2022

Ein Mann pflückt in einem Weinanbaugebiet Weintrauben von den Reben. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
  • Flurneuordnung

Neugestaltung des Rebgewann Altenberg

Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg.
  • Auszeichnung

Staufermedaille für Marlies Llombart Gavaldá

  • Digitalisierung

Impulse für die digitale Kommune