Landwirtschaft

Finanzielle Unterstützung bei Schutzimpfungen gegen die Blauzungenkrankheit

Kuhweide mit Kühen

Um einen erneuten Seucheneintrag zu verhindern, ist unverändert die flächendeckende Impfung gegen die Blauzungenkrankheit dringend erforderlich. Es gibt finanzielle Unterstützung bei Schutzimpfungen gegen die Blauzungenkrankheit.

„Um einen erneuten Seucheneintrag zu verhindern, ist unverändert die flächendeckende Impfung gegen die Blauzungenkrankheit dringend erforderlich. Der am 18. Juli 2022 für Baden-Württemberg erhaltene Freiheitsstatus soll ab September langfristig durch drei Impfzonen mit unterschiedlicher finanzieller Unterstützung der freiwilligen Schutzimpfungen weiter abgesichert werden“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk am 2. September 2022.

Basierend auf den zurückliegenden Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit in den Jahren 2018 und 2019 in Baden-Württemberg ist davon auszugehen, dass in Grenznähe zu Frankreich und der Schweiz auch aktuell das höchste Eintragsrisiko besteht. „Durch rückläufige Impfzahlen steigt zunehmend das Risiko, eines erneuten Eintrags der Blauzungenkrankheit nach Baden-Württemberg. Um einen erneuten Ausbruch der Blauzungenkrankheit bestmöglich zu verhindern, sollte in den besonders eintragsgefährdeten Gebieten durch eine höhere Bezuschussung zu den Kosten der freiwilligen Impfungen eine möglichst hohe Impfquote erreicht werden. Das Land und die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg unterstützen daher auch weiterhin finanziell die Schutzimpfung gegen die Blauzungenkrankheit“, betonte Minister Hauk.

Drei Impfzonen im Land

In Baden-Württemberg wurden hierzu drei Impfzonen mit unterschiedlich hoher Bezuschussung eingerichtet:

  • Impfzone 1: Stadt- und Landkreise der Regierungsbezirke Karlsruhe und Freiburg entlang der Grenze zu Frankreich und der Schweiz
  • Impfzone 2: restliche Stadt- und Landkreise der Regierungsbezirke Karlsruhe und Freiburg mit Ausnahme des Neckar-Odenwald-Kreis
  • Impfzone 3: Neckar-Odenwald-Kreis und die gesamten Regierungsbezirke Stuttgart und Tübingen

Die Unterstützung in der Impfzone 3 beträgt beim Rind unverändert 1,00 Euro je Impfung, in der Impfzone 2 verdoppelt sie sich auf 2,00 Euro je Impfung und in der Impfzone 1 steigt sie auf 3,50 Euro je Impfung. Bei Schaf und Ziege bleiben die Unterstützungssätze in der Impfzone 3 gleichfalls unverändert, in den Impfzonen 2 und 3 erhöhen sie sich entsprechend.

„Mit der erweiterten Unterstützung in den Impfzonen 1 und 2 wollen wir den Freiheitsstatus langfristig sicherstellen. Daher bitten wir die Landwirtinnen und Landwirte im gesamten Land, freiwillig ihre Rinder, Schafe und Ziegen gegen das Blauzungenvirus (BTV) 4 und 8 zu impfen. Ein erneuter Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg hätte schwerwiegende Folgen für die wiederkäuerhaltenden Betriebe im gesamten Land“, so Minister Peter Hauk.

BTV-Zuschuss je Impfung nach Impfzonen

Tierart Zone Zuschuss TSK Land

 

 

Rind

3 1,00 Euro 0,50 Euro 0,50 Euro
2 2,00 Euro 1,00 Euro 1,00 Euro
1

3,50 Euro

1,75 Euro 1,75 Euro

 

 

Schaf

3 0,65 Euro 0,25 Euro 0,40 Euro
2 1,30 Euro 0,50 Euro 0,80 Euro
1 1,90 Euro 0,50 Euro 1,40 Euro

 

 

Ziege

3 0,40 Euro 0,00 Euro 0,40 Euro
2 0,80 Euro 0,00 Euro 0,80 Euro
1 1,40 Euro 0,00 Euro 1,40 Euro

Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit (BT) ist eine anzeige- und bekämpfungspflichtige Tierseuche bei Haus-und Wildwiederkäuern. Betroffen sind neben Rindern, Schafen und Ziegen aber auch Kameliden und das Rotwild.

Das Virus wird durch bestimmte Stechmücken (Gnitzen) übertragen. Wegen dieser Übertragung ist eine wirksame Verhinderung und Bekämpfung nur durch eine vorbeugende Impfung möglich.

Die Blauzungenkrankheit äußert sich insbesondere in Fieber, Entzündungen und Blutungen in den Schleimhäuten, vermehrtem Speichelfluss und Schaumbildung vor dem Maul. Vor allem bei Schafen schwillt die Zunge an, wird blau und kann aus dem Maul hängen. Insbesondere bei Schafen kann es zu schwerwiegenden Erkrankungen mit Todesfolge oder Verlammungen kommen.

Das Virus BTV 8 zirkuliert weiterhin in den Wiederkäuer-Populationen in angrenzenden Regionen und auch das Virus BTV 4 wird nach wie vor in Europa nachgewiesen. Erfreulicherweise musste in Baden-Württemberg aufgrund der derzeit hohen Impfdichte seit Ende Mai 2019 kein neuer Seuchenausbruch mehr verzeichnet werden. Daher wird dringend zur Impfung gegen beide Serotypen geraten.

Für den Fall eines Ausbruchs werden Restriktionszonen mit einem Mindestradius von 150 Kilometer eingerichtet. Empfängliche Tiere können aus einer Restriktionszone nur dann verbracht werden, wenn sie einen gültigen Impfstatus gegen den jeweiligen Serotyp der Blauzungenkrankheit haben oder negativ darauf untersucht worden sind.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Blauzungenkrankheit

Begrüßung und Eröffnung durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann
  • Landwirtschaft

Auftakt des Strategiedialogs Landwirtschaft

Landwirtschaftliches Hauptfest
  • Landwirtschaft

101. Landwirtschaftliches Hauptfest

Ein Hauskaninchen wartet in seinem Stall in einem Gartengeschäft auf einen neuen Besitzer.
  • Tierschutz

Gemeinsame Tierschutz-Fortbildung für Amtstierärzte und Juristen

Traktor auf dem Feld
  • Landwirtschaft

Ausnahmen für Fruchtwechsel und Stilllegung in 2023

Tabletten liegen auf einem Tisch.
  • Medizin

Pharmazeutische und Veterinär­medizinische Arbeitstagung

Logo des Förderwettbewerbs „Natur nah dran“. (Bild: NABU Baden-Württemberg)
  • Artenschutz

Platz für Wildbienen und Schmetterlinge schaffen

Schafherde bei Maulbronn
  • Naturschutz

Totes Schaf in der Gemeinde Wieden aufgefunden

Schulgarten
  • Grüne Daumen

Schulgarteninitiative geht in nächste Runde

Nadelbäume ragen bei Seebach am Ruhestein in den Himmel. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)
  • Forst

Baden-Württembergische Waldtage

Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk MdL. (Bild: KD Busch)
  • Landwirtschaft

Herbst-Agrarministerkonferenz 2022 in Quedlinburg

  • Artenschutz

„Goldene Wildbiene“ für zehn Gewinner-Kommunen

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
  • Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege erfolgreich gefördert

Feuerwehrmann beim Hochwassereinsatz (Foto: © dpa)
  • Klimaschutz

Symposium zu Klimawandel und Wasserwirtschaft

Prof. Dr. Lars Krogmann
  • Kunst und Kultur

Neue Leitung beim Naturkundemuseum Stuttgart

falter im Dauergrünland
  • Artenschutz

Projekt „Blühende Naturparke“ ausgezeichnet

Schafherde bei Maulbronn: Im Vordergrund zwei Lämmer beim Spielen
  • Weidetiere

Wolf tötet Schaf in der Gemeinde Seewald

Ministerin Theresia Bauer
  • Sommertour

Wissenschaftsministerin auf Sommertour zu Klimaschutz

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
  • Wolf

Wolfsverdacht im Landkreis Freudenstadt bestätigt

Ein Schwein in einem Tiertransporter (Foto: © dpa)
  • Tierschutz

Bauliche Mängel und Tierschutzverstöße auf Schlachthöfen

Streuobst Aufpreisinitiative
  • Landwirtschaft

Streuobstbestände in Baden-Württemberg erhalten

ILLUSTRATION - Auf einer Computertastatur liegen Kreditkarten. (Foto: © dpa)
  • Verbraucherschutz

Warnung vor gefälschter Internetseite kryptoaufsicht.com

Ein Winzer schüttet Trollinger-Trauben in einen großen Behälter. (Foto: dpa)
  • Weinbau

Herbstpressekonferenz des Weinbauverbandes Württemberg

Ein Korb mit Ökoprodukten aus Baden-Württemberg.
  • Landwirtschaft

Öko-Aktionswochen 2022 eröffnet

Schülerinnen und Schüler verfolgen den Unterricht bei ihrer Lehrerin. (Bild: dpa)
  • Schule

Besuch der Sommerschulen im Land

Ein Wolf
  • Wolf

Untersuchungen bestätigen Wolfsverdacht in Bernau