Bildung

Fachtag diskutiert Ideen für die Bildungspolitik von heute und morgen

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Bildung – Zukunft – Wirtschaft“ hat Kultusministerin Susanne Eisenmann auf einem Fachtag mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Zukunft der Bildungspolitik diskutiert.

Mehr als 500 Milliarden Euro umfasst das Bruttoinlandsprodukt Baden-Württembergs. Damit würde der Südwesten alleine betrachtet im Vergleich mit den EU-Staaten Rang sieben belegen, hinter den Niederlanden, vor Polen. Daneben verfügt das Schulsystem des Landes über gut 4.500 Schulen, etwa 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie mehr als 120.000 Lehrkräfte. Der Etat des Kultusministeriums beläuft sich auf mehr als zwölf Milliarden Euro. Um solch einen gewichtigen Standort gut und erfolgreich in die Zukunft zu führen, hilft der Dialog zwischen Bildungspolitikern und Unternehmens-, Verbands- sowie Kammervertretern. „Es ist wichtig, dass Wirtschaft und Schule miteinander ins Gespräch kommen – ehrlich, offen, transparent“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und bringt damit den Anlass für die Veranstaltungsreihe „Bildung – Zukunft – Wirtschaft“ auf den Punkt. 

Diese mündet nach drei Diskussionsabenden in einen Fachtag mit Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Mit dabei ist auch der frühere Bundeskulturstaatsminister Professor Julian Nida-Rümelin als Referent und Diskussionsteilnehmer. „Eine unkontrollierte digitalisierte Bildung, die nur auf die blinde Anhäufung von Informationen setzt und nicht darauf achtet, Orientierungswissen, Fachwissen sowie Urteilskraft und Persönlichkeitsbildung zu fördern, muss grandios scheitern“, sagt er und ergänzt: „Die große Herausforderung der Bildung in Zeiten der Digitalisierung besteht darin, den aktuellen Trend zur Daten-Ökonomie in eine Entwicklung zur Wissensgesellschaft zu transformieren. Digitale Technologien aber könnten im schulischen Unterricht diesen Prozess der Persönlichkeitsbildung unterstützen.“ 

Neuerungen aufnehmen, ohne die Basisfähigkeiten zu vergessen

Nida-Rümelin plädiert für eine humanistische Bildung und trifft damit bei Kultusministerin Eisenmann auf offene Ohren. „Ein Humanismus, der sich den Anforderungen unserer Zeit stellt und zugleich auf vieles zurückgreifen kann, was sich bereits im antiken Denken findet, ist heute topaktuell“, sagt die Ministerin. Neuerungen aufnehmen, ohne die Basisfähigkeiten zu vergessen – diesem Spannungsverhältnis kommt in der Bildungspolitik einer durch Digitalisierung und Veränderung geprägten Gesellschaft eine bedeutende Rolle zu. Die Reihe „Bildung – Zukunft – Wirtschaft“ hat sich diesem Feld anhand der drei Schwerpunktthemen Wertebildung, Digitalisierung und zunehmende Geschwindigkeit von Veränderung gewidmet. 

Ein paar der Ergebnisse im Schnelldurchlauf: Mit einem aus einer guten Schulkultur resultierenden soliden Wertefundament, das Selbstachtung und Selbstreflexion beinhaltet, können unsere Schülerinnen und Schüler auch besser die Herausforderungen der Digitalisierung meistern. Basale Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen dürfen trotz aller Schnelligkeit der Entwicklungen nicht vernachlässigt werden, denn sie sind Grundlage für einen erfolgreichen Bildungsweg. Das von der Kultusministerin angestoßene Qualitätskonzept wird von der Wirtschaft befürwortet. Deutlich wurde in der Veranstaltungsreihe zudem, dass die Schule nicht überfrachtet werden darf. All diese und weitere Ergebnisse von „Bildung – Zukunft – Wirtschaft“ werden nun auf dem Fachtag in Stuttgart diskutiert. Der Dialog in Vorträgen, Foren und Diskussionen im Haus der Wirtschaft soll gemeinsame Perspektiven aufzeigen, Analysen liefern, Orientierung schaffen und Lösungsansätze herausarbeiten.

Kultusministerium: „Bildung – Zukunft – Wirtschaft“

Ein 3D-Drucker fertigt eine Halterung für einen Gesichtsschutz.
  • Textilforschung

400.000 Euro für Forschung an Hochleistungsfasern

Ein Schüler arbeitet mit einem iPad im digitalen Unterricht. (Bild: picture alliance/Ina Fassbender/dpa)
  • Bildung

Digitalkongress zu Bildungsthemen

Reallabor
  • Klimaschutz

Sechs Millionen Euro für fünf Klima-Reallabore

Eine Sänger singt in einem Versuchsaufbau, bei dem Reichweiten der Aerosole gemessen werden.
  • Corona-Forschung

Beratungszentrum zur Aerosolvermeidung in Unternehmen startet

Zwei Personen unterhalten sich vor einem Laptop auf dem Start-up-Gipfel.
  • Innovation

GovTech-Start-ups präsentieren sich

Eine Dame wird geimpft.
  • Corona-Impfungen

Viele weitere Menschen sind ab sofort impfberechtigt

Energiewende-Plakette: Hier wird die Energiewende gelebt
  • Energiewende

„Ort voller Energie“ ausgezeichnet

Schafe stehen in Unterkessbach (Baden-Württemberg) auf einer Wiese. (Foto: © dpa)
  • Herdenschutz

Mehr Geld für den Wolfsschutz

Modellfoto Neubau der Kriminalpolizeidirektion und des Polizeireviers Calw
  • Hochbau

Entwurf für Neubau der Kriminalpolizeidirektion und Polizeirevier Calw

Logo der Bildungspartnerschaft zwischen Schulen und Unternehmen
  • Digitalisierung

Preisverleihung des Schulwettbewerbs „Bildungspartnerschaften digital“

Ein Mitarbeiter testet einen Lackierroboter (Bild: © dpa).
  • Künstliche Intelligenz

23 Millionen Euro für Robotik- und KI-Zentrum in Stuttgart

v.l.n.r.: Martin Lenz, Vizepräsident Landessportverband Baden-Württemberg, Finanzministerin Edith Sitzmann, Andreas Felchle, Vizepräsident Landessportverband Baden-Württemberg, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Gundolf Fleischer, Vizepräsident Landessportverband Baden-Württemberg, Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann und Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin Landessportverband Baden-Württemberg
  • Sport

Solidarpakt Sport um weitere fünf Jahre verlängert

Ein Roboter mit künstlicher Intelligenz
  • Hochschulen

Land Spitzenreiter bei Professuren zu Künstlicher Intelligenz

Paragrafen-Symbole an Türgriffen (Foto: © dpa)
  • Justiz

Amtsgericht in Nürtingen wird erweitert

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Ländlicher Raum

Erreichbarkeitsmodell nimmt Formen an

Ein 13 Jahre alter Schüler arbeitet an einem iPad mit der Lernplattform Moodle.
  • Fernunterricht

Serverkapazitäten von BigBlueButton erweitert

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart, arbeitet an einer Tropfenkammer (Symbolbild: © dpa).
  • Hochschulen

Land fördert zusätzliche Kooperative Promotionskollegs

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk (Bild: © dpa).
  • Raumfahrt

Austausch mit Spitzenvertretern der Raumfahrtbranche

Die Mitarbeiterin eines mobilen Impfteams zieht in einem Alten- und Pflegeheim den Impfstoff von Biontech/Pfizer in eine Spritze auf.
  • Corona-Impfung

Mehr Menschen in Baden-Württemberg bekommen ein Impfangebot

Schild Polizeipräsidium.
  • Polizei

Fertigstellung des Erweiterungsbaus beim Polizeipräsidium Aalen

Zwei Personen unterhalten sich vor einem Laptop auf dem Start-up-Gipfel.
  • Gründungsförderung

Exzellenzprogramm für Gründerkultur an den Hochschulen

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • Holzbau

Land unterstützt Institute beim Solardecathlon Europe 21

Gasthof Schwanen
  • Landesbesitz

Sanierung des Gasthofs Schwanen in Schloss Salem beginnt

Ein Wanderer steht im Nordschwarzwald beim Ruhestein am Aussichtspunkt Wildseeblick. (Bild: Uli Deck / dpa)
  • Tourismus

Corona-Hilfen für Absolventen der Tourismusbranche

Ein Richter kommt in einen Sitzungssaal des Landgerichts Mannheim. (Foto: © dpa)
  • Justiz

Videoverhandlungen und Digitalisierungsschub für die Justiz