Landwirtschaft

Expertenforum diskutiert Zukunft des Streuobstanbaus

Apfelbäume stehen auf einer Streuobstwiese (Foto: dpa)

Ein Expertenforum hat über die Zukunft des Streuobstbaus in Baden-Württemberg diskutiert. Streuobstbestände prägen das Land und stehen sinnbildlich für Kulturgut, Biodiversität und regionale Produkte.

„Streuobstbestände in Baden-Württemberg sind Kulturlandschaftsgut. Sie prägen unser Land und sind Sinnbild für artenreiche Lebensräume und regionale sowie nachhaltig erzeugte Produkte. Deshalb ist es nicht nur ein Ziel der Landesregierung, die Bestände zu erhalten und den Streuobstbau bedarfsgerecht zu fördern, ihn anzupassen und auszubauen, sondern allen Streuobstakteuren im Land und mir ein besonderes Anliegen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Peter Hauk, am 14. Oktober 2021 in Stuttgart anlässlich eines Expertenforums.

Die Streuobstbestände in Baden-Württemberg entwickeln sich rückläufig. Um diesen Trend entgegenzuwirken hat das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ein Fachgutachten in Auftrag gegeben, das die Situation der Streuobstbestände analysiert. Teil des Gutachtens ist eine Machbarkeitsstudie für eine „Streuobsterlebniswelt Baden-Württemberg“. Sie soll dazu beitragen, Optionen und Rahmenbedingungen für die Neu- oder Weiterentwicklung eines touristischen Zentrums zu prüfen in Form eines Ausstellungs-, Veranstaltungs-, Bildungs-, Forschungs- oder Genussortes. „Die Studie zeigt den Akteuren Handlungsoptionen auf, die sie dabei unterstützt den Streuobstbau zukunftsfähig zu entwickeln. Im Fokus der Studie stehen vor allem die Bedürfnisse der Praxis und nicht der rechtliche Schutz. Dieser ist bereits ausreichend über das Erhaltungsgebot von Streuobstbeständen gesichert und im Biodiversitätsstärkungsgesetz verankert“, betonte Hauk.

Nachhaltige und zukunftsfähige Streuobstkonzeption

„Das Fachgutachten ist Grundlage für die Überarbeitung der Streuobstkonzeption des Landes und damit ein wichtiger Baustein für eine tragfähige Bewirtschaftung der Streuobstbestände und eine nachhaltige und zukunftsfähige Verarbeitung und Vermarktung von Streuobstprodukten in Baden-Württemberg“, betonte Hauk.

Im Rahmen des Gutachtens fanden Workshops zur Bewirtschaftung und Pflege von Streuobstbeständen, zur Verarbeitung und Vermarktung der Streuobstprodukte sowie zur Bildung der Akteure statt. Daran beteiligten sich Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter, Streuobstinitiativen und -vereine, Naturschutz-, Obst- und Keltereiverbände, Verarbeiter und Unternehmer, Fachexpertinnen und Fachexperten, Kommunen, Forschende sowie Mitarbeitende von Fachverwaltungen und Bildungseinrichtungen. In den Workshops konnten die Bedarfe und Zielvorstellungen aus verschiedenen Perspektiven der Streuobstakteure identifiziert werden. Auf dieser Basis wurden Handlungsfelder skizziert, Streuobsterlebnis- und genussorte eruiert und konkrete Projekte entwickelt.

Vielfältiges Wissen in den Entwicklungsprozess einbringen

„Ein Expertenforum hat heute die Ergebnisse des Workshops und die zukünftigen Handlungsfelder diskutiert, die den Streuobstbau in Baden-Württemberg voranbringen sollen. Das halte ich für einen richtigen und wichtigen Schritt, um die bisherigen Arbeitsergebnisse zu evaluieren und bedarfsgerechte sowie wirksame Maßnahmen daraus abzuleiten. Ich danke den Fachexpertinnen und Fachexperten sowie allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren, die sich mit ihrem Wissen und ihren Impulsen in den Prozess einbringen“, sagte der Minister.

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat eine „Situationsanalyse und Machbarkeitsstudie Streuobst Baden-Württemberg“ in Auftrag geben. Das Fachgutachten ist Grundlage für die Fortschreibung der Streuobstkonzeption des Landes. Bestehende Aktivitäten, Maßnahmen und Rahmenbedingungen zur Unterstützung des Streuobstbaus werden im Rahmen der Streuobstkonzeption auf ihre Wirksamkeit hin überprüft, für eine Trendumkehr der rückläufigen Bestandszahlen der Streuobstbestände in Baden-Württemberg.

Die Ergebnisse des Gutachtens werden Anfang 2022 erwartet.

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