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Wirtschaft
  • 20.09.2018

Erster „Wirtschaftsgipfel Afrika“ in Stuttgart

  • Teilnehmer des Afrikagipfel Baden-Württemberg

    Bild: Sascha Baumann/all4foto

Das Wirtschaftsministerium hat zusammen mit zahlreichen Partnern den ersten „Wirtschaftsgipfel Afrika“ Baden-Württembergs in Stuttgart veranstaltet. Afrika biete für baden-württembergische Unternehmen großes Potential, so Wirtschaftsministerin Nicole Hofmeister-Kraut. 

Wirtschaftsministerin Nicole Hofmeister-Kraut hat heute den ersten „Wirtschaftsgipfel Afrika“ Baden-Württembergs eröffnet. „Afrika bietet als einer der dynamischsten Kontinente große Chancen für unternehmerisches Engagement. Es ist höchste Zeit, dass wir als bundesweit exportstärkstes Land zukünftiges wirtschaftliches Entwicklungspotenzial auch jenseits der etablierten Märkte in den Blick nehmen. Afrika als Zukunftskontinent sollte deshalb zunehmend in den Fokus unserer Außenwirtschaft rücken“, sagte Hoffmeister-Kraut.

In Afrika entstehe derzeit die größte Freihandelszone der Welt mit einem Gesamt-Bruttoinlandsprodukt von zwei Billionen Euro und einem Markt von 1,2 Milliarden Menschen, betonte die Ministerin. Zudem brächten steigende Kaufkraft einer jungen, wachsenden Bevölkerung, umfangreiche Investitionsprojekte sowie neue digitale Errungenschaften vor allem den Ländern Subsahara-Afrikas in den letzten Jahren einen wirtschaftlichen Wandel, von dem auch Baden-Württembergs Unternehmen profitieren könnten.

Studie zum wirtschaftlichen Potential Afrikas für Baden-Württemberg 

Die Studie „Chancen in Subsahara Afrika nutzen“, von Herrn Prof. Dr. von Carlowitz (ESB Reutlingen), die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt wurde, zeigt diejenigen Länder auf, die besonders interessant für die baden-württembergischen Unternehmen sind: Südafrika, Nigeria, Äthiopien, Mozambik, Ghana und Kenia. Diese Länder zeichnen sich insbesondere durch eine größere Schnittmenge mit den wichtigen Branchen aus Baden-Württemberg aus. Ziel der Studie ist es, zum einen ein realistisches Bild der geschäftlichen Situation in Subsahara-Afrika und den genannten Ländern zu zeichnen sowie Anknüpfungspunkte für die baden-württembergische Außenwirtschaftsförderung abzuleiten, die ein Engagement insbesondere von mittelständischen Unternehmen in Afrika gezielt unterstützen können.

Hoffmeister-Kraut: „Hier bieten sich enorme Chancen für unseren Mittelstand, sei es beim Kraftfahrzeug- oder Maschinenbau, der Umwelttechnik oder Dienstleistungen. Know-how ‚Made in Germany‘ ist sehr gefragt.“ Die Unternehmen aus dem Südwesten stünden jedoch mit anderen Investoren im Wettbewerb. Gerade China stehe hier mit seinem strategisch motivierten Engagement auf dem afrikanischen Kontinent in den letzten Jahren im Vordergrund.

Die richtige Marktstrategie für das jeweilige Umfeld

Die Potentiale von 54 sehr unterschiedlichen Ländern in Afrika im Blick zu haben und hierfür die richtige Marktstrategie zu entwickeln, sei nicht immer einfach, unterstrich die Wirtschaftsministerin. Der Wirtschaftsgipfel Afrika in den Räumen der IHK Region Stuttgart informiere daher baden-württembergische Unternehmen über die Möglichkeiten und Chancen eines Afrikageschäfts. Um Unternehmen einen besseren Einblick in die afrikanischen Märkte zu geben, wurde im Rahmen des Gipfels daher auch die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums an der ESB Business School der Hochschule Reutlingen erstellte Studie „Chancen in Subsahara Afrika nutzen“ vorgestellt.

Hoffmeister-Kraut: „Der afrikanische Kontinent ist im Wandel. Viele Länder Afrikas befinden sich gegenwärtig im Umbruch. Eines der Schlüsselworte heißt auch hier Digitalisierung. Dabei haben vor allem junge Start-ups dazu beigetragen, dass sich der Kontinent in jüngster Zeit aus eigener Kraft schnell substanziell weiterentwickelt hat. Hier liegt auch eine große Chance, die Wirtschaft und Gesellschaft in den afrikanischen Ländern zu modernisieren, innovative Lösungen für Entwicklungsprobleme zu finden sowie neue Perspektiven und Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.“ Baden-Württemberg dürfe dabei nicht abseitsstehen, so die Wirtschaftsministerin.

Studie: „Chancen in Subsahara Afrika nutzen“ (PDF)

Kurzstudie: „Wirtschaftliche und geschäftliche Rahmenbedingungen in Afrika“ (PDF)


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