Auszeichnung

Bundesverdienstmedaille für Ilse Reichel

Staatsrätin Gisela Erler (l.) und Ilse Reichel (r.)

„Mit Ilse Reichel steht eine Frau im Mittelpunkt, die durch ihr ehrenamtliches Wirken in der Kirche, im gesellschaftlichen und im kommunalpolitischen Bereich unglaublich viel geleistet hat. Dabei ist sie ihren Mitmenschen stets mit Herzensgüte und großer Wertschätzung begegnet“, sagte Staatsrätin Gisela Erler anlässlich der Überreichung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Ilse Reichel.

In der Ukraine geboren, war Ilse Reichel – wie die meisten Menschen zu dieser Zeit – unmittelbar vom Krieg und dessen Folgen betroffen. „Flucht und Vertreibung sowie im Krieg gefallene Männer und Väter haben die Kindheit und Jugend einer ganzen Generation geprägt. Als Ehefrau, Mutter von drei erwachsenen Kindern und bereits großen Enkelkindern, kennt Ilse Reichel das Leben deshalb mit all seinen sonnigen, freudvollen und auch schattigen Seiten“, sagte Erler. Trotzdem oder gerade deswegen sei sie schon seit jeher im ehrenamtlichen Bereich aktiv. „Neben ihrem Beruf als Handarbeits-, Hauswirtschafts- und Turnlehrerin engagiert sich Ilse Reichel seit vielen Jahren für die Gesellschaft, in dem sie ihre wertvolle Zeit dem Gemeinwohl schenkt“, so die Staatsrätin.

Vielfältiges ehrenamtliches Engagement

Zunächst konzentrierte sie sich fast zwei Jahrzehnte lang auf den kirchlichen Bereich. Als Kirchenälteste der Evangelischen Kirchengemeinde Durmersheim leitete sie den Kreis jahrelang als Vorsitzende. „Ilse Reichel hat die Begabung, Menschen für eine Aufgabe zu gewinnen, sie einzubinden und ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen“, erklärte die Staatsrätin. Mit viel Enthusiasmus baute sie die neugegründete Kirchengemeinde „Dreieinigkeit“ Ende der 70er Jahre auf und betreute den Bau des Evangelischen Gemeindezentrums. Die Vorbereitung und Betreuung von Kindergottesdiensten, Jugendkreisen und Konfirmandenfreizeiten waren ihr ebenso eine Herzensangelegenheit wie die seit bald 30 Jahren stattfindenden Aktionen zum Weltgebetstag der Frauen oder dem „Eine-Welt-Sonntag“, mit denen sie der Gemeinde eine internationale Ausrichtung gab.

Zudem war Ilse Reichel Mitglied im Bezirksdiakonieausschuss, darunter zehn Jahre als Vorsitzende und in dieser Funktion auch Mitglied im Bezirkskirchenrat und der Bezirkssynode.

Nach ihrem Rücktritt als Kirchenälteste widmete sie sich vorwiegend dem Seniorenbeirat von Bietigheim und dem Kreisseniorenrat Rastatt, den sie 2004 mitgründete und dessen Vorsitzende sie drei Jahre lang war. „Ilse Reichel ist unermüdlich für die Seniorinnen und Senioren im Einsatz. Neben der Organisation von verschiedenen Angeboten und Aktivitäten für Senioren, aber auch für behinderte Menschen oder pflegende Angehörige, führt sie auch selbst Veranstaltungen durch. Von der wöchentlichen Wassergymnastik im Hallenbad in Rastatt, dem wöchentlichen Mittagstisch bis zum Organisieren von Fahrgemeinschaften: überall ist sie aktiv“, betonte Staatsrätin Erler.

Auch die sozialpädagogische Betreuung von sozial benachteiligten Familien im Auftrag des Kreis-, Jugend- und Sozialamtes war für Ilse Reichel sehr wichtig. „Immer hatte sie ein offenes Ohr und hat Familien mit ihrem eigenen großen Erfahrungsschatz und Wertegerüst Halt und Rat gegeben, wenn es um Erziehungsfragen und um die Bewältigung von Alltagsproblemen geht“, betonte die Staatsrätin.

Zusätzlich war Ilse Reichel im lokalpolitischen Bereich aktiv. So gehörte sie damals als erste und einzige Frau dem Gemeinderat Bietigheim an. „Das ist durchaus eine Pionierleistung, die für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist“, sagte Erler.

Durch Nächstenliebe Vorbild für kommende Generationen

Neben dieser großen Anzahl an ehrenamtlichen Tätigkeitsfeldern verwandelt Reichel ihre Küche im Advent in eine Backstube, um für die Obdachlosen des Caritasheims Rastatt zu backen. „Ilse Reichel besitzt die Gabe, auf ihre Mitmenschen mit hoher menschlicher Empathie zugehen zu können“, bekräftigte Staatsrätin Gisela Erler. „Mit diesem Schatz der Nächstenliebe ist sie ein Vorbild für die kommenden Generationen.“

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