Straßenbau

Bund und Land einigen sich zum Ausbau der Bundesstraße 31

Dutzende Laster und Autos fahren auf der Bundesstraße 31 durch den Friedrichshafener Teilort Fischbach (Baden-Württemberg) am Bodensee. (Bild: dpa)

Der Aus- und Neubau der Bundesstraße 31 soll die Straßen rund um den nördlichen Bodensee entlasten. Bund und Land sprechen sich nun für den Bau der sogenannten Variante B1 aus, die von Meersburg aus südlich an Stetten vorbeiführt.

Nachdem nun das erweiterte Verkehrsgutachten vorliegt, haben das Bundesverkehrsministerium (BMVI), das Verkehrsministerium und das Regierungspräsidium Tübingen über die Notwendigkeit eines vier- oder dreistreifigen Straßenquerschnitts der künftigen Bundesstraße 31 (B 31) zwischen Immenstaad und Meersburg gesprochen. Das Gutachten war erforderlich, weil sich bei den vertieften Planungen gezeigt hat, dass die Verkehrsbelastung im Grenzbereich zwischen einer dreistreifigen und einer zweibahnigen beziehungsweise vierstreifigen Lösung liegt.

Das Landesverkehrsministerium hatte sich in einer Gesamtabwägung gegenüber dem Bund für einen dreistreifigen Querschnitt ausgesprochen, da sich damit die Kosten, der Flächenverbrauch, die Belastungen für die Landwirtschaft und insgesamt die negativen Auswirkungen auf Landschaft und Umwelt reduzieren ließen. Die verkehrliche Leistungsfähigkeit könne in den betrachteten Ausbauabschnitten zwischen Überlingen und Immenstaad überwiegend erreicht werden.

Bund überzeugt vierstreifige Lösung

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Meines Erachtens kann nur eine dreistreifige Lösung mit einer Querschnittsbreite von 15,5 Metern gegenüber der 28 Meter Querschnittsbreite eines zweibahnigen autobahnähnlichen Querschnitts in dieser hochsensiblen Bodenseelandschaft gebaut werden. Es gilt, die Problematik mit einem weiten Horizont zu betrachten. Aus unserer Sicht dürfen daher nicht nur verkehrliche Aspekte in den Vordergrund gestellt werden. Aspekte des Naturschutzes und des Landschaftsschutzes sowie die Belange des Obst- und Weinbaus haben ebenfalls einen hohen Stellenwert. Zudem könnten mit einer dreistreifigen B 31 alle wesentlichen verkehrlichen Ziele mit nur leichten Einschränkungen der Verkehrsqualität erreicht werden könnten. Dies hat das Verkehrsgutachten des Regierungspräsidiums Tübingen bestätigt.“

Für das Bundesverkehrsministerium sind bei einer Abwägung die grundsätzlichen verkehrlichen Punkte wesentlich. „Für den zweibahnigen, vierstreifigen Querschnitt spricht insbesondere die Erhöhung der Verkehrssicherheit, die bessere Entlastung der Ortsdurchfahrten sowie die überregionale Verbindungsfunktion der B 31. Nicht ohne Grund ist die B 31 auch so im Bundesverkehrswegeplan – und durch den Bundesgesetzgeber im Bedarfsplan – eingestuft. Wir schließen uns daher der fachlichen Bewertung des Regierungspräsidiums Tübingen an“, so Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium.

Entscheidung für Variante B1

Dem Landesverkehrsministerium ist bewusst, dass der Bau der künftigen B 31 einen erheblichen Eingriff darstellt. Die Variante B1 stellt unter Abwägung aller relevanten Aspekte die beste Trasse dar, da die anderen Varianten ebenfalls in wesentliche Schutzbereiche eingreifen würden. Darauf aufbauend werden Bund und Land jetzt die notwendige Projektabstimmung vornehmen.

„In der nächsten Planungsstufe wird der Fokus darauf liegen, die Planung der Variante B1 weiter zu optimieren und möglichst verträglich zu gestalten – für Natur und Landschaft, für die Landwirte und die Betroffenen. Wir wollen den Flächenverbrauch in dieser so hochwertigen und sensiblen Landschaft so gering wie möglich halten, was mit dem nun festgelegten zweibahnigen, vierstreifigen Ausbaus sehr schwierig wird“, betont Minister Hermann.

Begründung der Variante B1

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