Nahverkehr

Breisgau-S-Bahn: Verändertes Betriebskonzept für mehr Stabilität des Zugbetriebs

Eine S-Bahn der Deutschen-Bahn fährt Richtung Stuttgart. (Bild: © picture alliance/Tom Weller/dpa)

Um den verlässlichen Betrieb des Breisgau Ost-West Netzes zu gewährleisten, haben Verkehrsministerium, DB Regio und der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg ein vereinfachtes Fahrplankonzept ausgearbeitet. Das veränderte Fahrplankonzept greift ab 17. Februar.

Nach Analyse der Schwierigkeiten in den ersten Wochen des Betriebs des Breisgau Ost-West Netzes (Netz 9a) haben DB Regio, das Verkehrsministerium und der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) gemeinsam ein weniger komplexes Fahrplankonzept ausgearbeitet. Die zahlreichen Zugkopplungsprozesse für viele Direktverbindungen hat in der Praxis seit dem Start im Dezember zu vielen Verspätungen und Zugausfällen geführt. Ziel des Übergangskonzepts ist ein verlässlicher Betrieb im weitgehend eingleisigen Netz 9a.    

David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung bei DB Regio Baden-Württemberg, sagte: „Trotz zeitgerechter Ausbildung aller Lokführer, einem langen Vorlaufbetrieb und dem Vorhandensein aller elektrischen Triebwagen ist das bestehende Konzept in seiner Komplexität zurzeit nicht mit einer akzeptablen Stabilität zu fahren und damit auf Dauer auch den Reisenden nicht zuzumuten. Ich danke allen Beteiligten, dass sie sich im Rahmen ihrer Verantwortung konstruktiv und kundenorientiert für diesen Schritt entschieden haben.“

Übergangskonzept soll den Betrieb stabilisieren

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Das bisherige Konzept ist für die Fahrgäste sehr elegant mit zahlreichen umsteigefreien Direktverbindungen, aber in der Praxis auch ambitioniert in der Produktion. Dies hat nun im praktischen Betrieb aus dem Stand heraus noch nicht funktioniert. Wir haben uns deshalb zusammen mit allen Partnern umgehend um eine Lösung bemüht. Das vereinfachte Übergangskonzept soll nun den Betrieb stabilisieren. Ziel ist und bleibt, auf der Breisgau-S-Bahn in diesem Jahr schrittweise zum geplanten Zielkonzept zurückzukehren.“

ZRF-Vorsitzender Landrat Hanno Hurth: „Wir bedauern die zum Teil erheblichen Verspätungen und sogar Zugausfälle sowie auch die schlechte Information der Fahrgäste. Um baldmöglichst einen stabilen Betrieb auf der Strecke zu gewährleisten, hat der ZRF dem reduzierten Fahrplanangebot zugestimmt. Wir bestehen aber mittelfristig auf dem vom Land bestellten und der DB Netz AG testierten Fahrplankonzept“.

Konzept greift ab 17. Februar 2020

Das veränderte Fahrplankonzept wird ab dem 17. Februar 2020 umgesetzt und fällt mit der Öffnung des aktuell noch gesperrten Abschnitts Gottenheim-Breisach zusammen. Die wesentlichen Merkmale des Übergangskonzeptes sind:

  • Beibehaltung aller werktäglichen Zugverbindungen, es verkehrt kein Zug weniger.
  • Stündliche Verbindung von Villingen über Neustadt nach Freiburg Hbf.
  • Stündliche Linie in der Relation Breisach-Freiburg Hbf-Titisee nach Seebrugg mit zwei elektrischen Triebwagen.
  • Vorerst Verzicht auf ein halbstündliches Flügelkonzept im Bahnhof Gottenheim zur Reduktion der Komplexität. Zwischen Endingen und Gottenheim bleibt der 30-Minuten Takt im Pendelverkehr erhalten.
  • Der werktägliche „Schülerzug“ von Nimburg verkehrt weiterhin umsteigefrei von Nimburg nach Freiburg Hbf.
  • Sicherstellen eines 30-Minuten Takt-Angebotes in der Relation Freiburg-Neustadt durch Einrichtung eines Pendelverkehrs zwischen Titisee und Neustadt in Ergänzung zur stündlichen Angebotslinie Freiburg-Neustadt-Villingen.
  • DB Regio wird ab Juni 2020 das Flügelkonzept im Bahnhof Gottenheim in der Hauptverkehrszeit realisieren.

DB Regio wird bis zum 17. Februar alles daransetzen, die Vorbereitungen für das geänderte Konzept zeitgerecht umzusetzen und das aktuell bestehende Konzept stabil zu fahren.

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