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Bienenprojekt
  • 11.07.2018

Honig aus Schlössern und Klöstern

  • Ein Imker zeigt eine Wabe mit Drohnenbrut von Bienen. (Foto: © dpa)

    Bild: © dpa

In zwölf Schlössern, Klöstern und Gärten des Landes arbeiten inzwischen Bienenvölker. Die erste Ernte wird jetzt unter dem Label „Landesgold“ in den Museumsshops und Kassen Monumente angeboten. Jeder Honig trägt den Namen des Monuments.

Gleich in zwölf Schlössern, Klöstern und Gärten des Landes arbeiten inzwischen Bienenvölker. Passend zum Themenjahr „Von Tisch und Tafel“ der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg gibt es zwölf Honigsorten, in denen sich die Schönheit, der Reichtum und die Blütenpracht der Gärten rings um die jeweiligen Schlösser und Klöster geschmacklich widerspiegelt. „Honig als Symbol für königlichen Genuss“ – so stellte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett das Projekt „Landesgold“ vor: „Hier verbindet sich in idealer Weise eine historische Tradition mit wichtigen ökologischen Aspekten wie dem Schutz der Bienen und blütenreichen Landschaften.“

Bienenprojekt in zwölf Monumenten des Landes

Zwölfmal Honig aus den Gärten der großen historischen Monumente: Mit dabei sind die Klöster Alpirsbach, Bebenhausen, Lorch, Maulbronn, Schussenried und Wiblingen, ebenso Kloster und Schloss Salem und die Schlösser und Schlossgärten von Favorite bei Rastatt, Schwetzingen und Weikersheim, die Burg Wäscherschloss und die Sammlung Domnick bei Nürtingen mit ihrem großen Skulpturengarten. Die lokalen Kloster- und Schlossverwaltungen arbeiten zusammen mit Imkerinnen und Imkern vor Ort: „Das passt zur Konzeption von Nachhaltigkeit, die unsere Grundlage der Arbeit in den Monumenten des Landes bildet“, erläuterte Staatssekretärin Gisela Splett.

„Vor allem die großen historischen Gärten und Parks mit ihren Wiesen und den alten Bäumen haben sich vielerorts zu einer Arche bedrohter Tier- und Pflanzenarten entwickelt“, erklärte die Finanzstaatssekretärin. So ist es etwa im Schlossgarten Schwetzingen gelungen, artenreiche Blumenwiesen zu entwickeln, die Nahrung für Honigbienen und viele andere Insektenarten bieten. Die historischen Gartenanlagen sind zu Inseln der Biodiversität geworden: Und sie werden inzwischen auch unter diesem Blickwinkel besonders geschützt und weiterentwickelt – natürlich immer unter Beibehaltung der denkmalgerechten Gestaltung.

Projekt „Landesgold“ erfolgreich

Das Projekt „Landesgold“ fand von Anfang an starke Resonanz. In Schwetzingen etwa haben begeisterte Schlossführerinnen eine Weiterbildung als Imkerin begonnen. Aktuell stehen sechs Bienenvölker im berühmten Schlossgarten. In den Gärten von Heidelberg und Bruchsal betreut ein Bio-Imker Bienen und wird künftig auch Führungen anbieten. Auch die Sammlung Domnick in Nürtingen hat den großen Skulpturengarten zur Bienenweide gemacht. „Das Honigprojekt haben die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zwar im Rahmen ihres aktuellen Themenjahres ins Leben gerufen, es ist aber bereits jetzt ein so guter Erfolg, dass es auch zukünftig fester Bestandteil in den Verkaufsshops der Monumente sein wird“, erklärte die Staatssekretärin.

Die Bienenvölker in den Gärten der Klöster und Schlösser passen perfekt zum Jahresmotto. Sie greifen eine Jahrhunderte alte Tradition auf: Bienenvölker gehörten immer zur Landwirtschaft – in den Schlössern und seit jeher in den Gärten der Klöster. Die erste Ernte aus dem neuen Bienenprojekt wird jetzt unter dem Label „Landesgold“ in den Museumsshops und Kassen der Schlösser, Klöster und Gärten in Gläsern zu 250 Gramm und 500 Gramm angeboten. An jedem Ort wird der eigene Honig verkauft – und jeder Honig trägt den Namen des Monuments.

Von Tisch und Tafel

Staatliche Schlösser und Gärten


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