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Klimaschutz
  • 08.04.2016

15 Millionen Tonnen weniger CO2-Ausstoß als im Jahr 1990

  • Rauch steigt aus einem Schornstein in einen wolkenlosen sonnigen Himmel auf. (Foto: © dpa)

    Bild: © dpa

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat den „Monitoring-Kurzbericht 2015“ zum Klimaschutz veröffentlicht. Mit diesem jährlichen Bericht überprüft die Landesregierung, ob die eingeleiteten Maßnahmen zum Klimaschutz greifen und ob es gelingt die Treibhausgasemissionen spürbar zu reduzieren. Der jetzt vorgelegte Bericht umfasst die Entwicklungen bis Ende 2014.

Seit dem Jahr 1990 ist der jährliche Treibhausgasausstoß im Land demnach um rund 15 Millionen Tonnen zurückgegangen, das entspricht einer Reduktion um etwa 17 Prozent. Um das Klimaschutzziel von minus 25 Prozent bis 2020 zu erreichen, müssen weitere 7,3 Millionen Tonnen eingespart werden – 5,4 Millionen Tonnen davon im Bereich der Strom- und Wärmeproduktion sowie der Mobilität. Umweltminister Franz Untersteller: „Nachdem die Emissionen 2013 sogar leider gestiegen waren, befinden wir uns jetzt wieder auf dem Zielpfad. Zwei Drittel des Weges haben wir geschafft, aber wir wissen auch, dass das letzte Drittel steinig wird.“

Ursächlich für den deutlichen Rückgang um geschätzte 5,5 Millionen Tonnen CO2Äq (CO2-Äquivalente, damit abgedeckt sind alle Treibhausgase, wobei Kohlenstoffdioxid rund 99 Prozent des Treibhausgasausstoßes ausmacht) im Vergleich zum Vorjahr waren die milde Witterung im Jahr 2014 sowie weniger Stromproduktion aus Steinkohle.

Die allein durch die Strom- und Wärmeproduktion sowie im Verkehr verursachten Treibhausgasemissionen sind 2014 folgerichtig ebenfalls deutlich zurückgegangen und zwar um 5,6 Millionen Tonnen CO2ÄQ auf jetzt 64,9 Millionen Tonnen. Temperaturbereinigt, das heißt die Effekte der milden Witterung heraus gerechnet, sinkt der Wert jedoch nur auf 67,2 Millionen Tonnen und liegt damit oberhalb der Zielmarke für 2014.

„Ein Schlüssel zur Treibhausgasreduktion ist, weniger Energie zu verbrauchen und CO2-frei oder -arme Energieträger zu nutzen“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller. Instrumente, die dazu beitragen, müssen wir noch stärker nutzen als bisher. Dazu gehört der Ausbau der erneuerbaren Energien, dazu gehören moderne Mobilitätskonzepte und regenerative Kraftstoffe, dazu gehört aber auch eine Nachbesserung beim europäischen Emissionshandel. Solange es so billig ist CO2 zu emittieren, solange wird es zu wenig Investitionen in den Klimaschutz geben.“

Zweiter Monitoring-Kurzbericht 2015 (PDF)


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Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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