Kunstwettbewerb

Beat Zoderer gewinnt Kunstwettbewerb für das neue Bürger- und Medienzentrum des Landtags

Modell der Skulptur „Der Volksvertreter“.

Der Wettbewerb für Kunst am Bau für das Bürger- und Medienzentrum ist entschieden: Der Künstler Beat Zoderer wurde mit seinem Entwurf „Der Volksvertreter“ als Gewinner ausgewählt.

„Wir freuen uns, einen künstlerisch qualitätsvollen und der Bedeutung des Landtags angemessenen Vorschlag realisieren zu können“, so die Vorsitzende der Kunstkommission Annette Ipach-Öhmann.

Der Neubau des Bürger- und Medienzentrums für den Landtag verfügt über eine kreisrunde Agora mit Treppenanlagen und Sitzstufen sowie ein großzügiges Foyer. Die Agora und der angrenzende Außenraum süd-östlich des Landtagsgebäudes waren für eine künstlerische Intervention freigegeben. Acht Künstlerinnen und Künstler waren aufgefordert, diese Aufgabe zu bearbeiten. Die Kunstkommission des Landes Baden-Württemberg hat sich nach einer Abstimmung für die Arbeit von Beat Zoderer entschieden. Die Wettbewerbsarbeiten werden Anfang Juli 2016 im Kunstgebäude in Stuttgart ausgestellt.

Die Skulptur „Der Volksvertreter“

Eine überdimensionale Schachfigur mit einer Höhe von 7,20 Metern wird in einem der zwei Lichthöfe platziert. Die Skulptur ist aus zahlreichen Perspektiven sichtbar. Der Kopf der Figur erscheint auf der Parkebene als Kugel. Zur Agora, dem Foyer und den Konferenzräumen im Untergeschoss des Bürger- und Medienzentrums zeigt sich der säulenartige Körper der Figur im Lichthof. Das Kunstwerk führt bildlich vor Augen, von wem Abgeordnete gewählt werden und für wen Politik gemacht wird. Nach Ansicht des Preisgerichts gelingt es Beat Zoderer mit der Installation „Der Volksvertreter“, die formal gestalterische wie inhaltliche Verbindung zwischen dem Bürger- und Medienzentrum und dem Park um den Landtag herzustellen. Zugleich ist durch die Platzierung der Installation im Lichthof der Bezug zur Architektur des Gebäudes gelungen.

Beat Zoderer, geboren 1955, ist ein international bekannter Künstler. Nach einer Architekturausbildung wendet er sich der konkreten Kunst zu. Hier gilt er als wegweisend, indem er die Lehre der konkreten Kunst überwindet, die auf die Harmonie von reiner Farbe und reiner Form baut. Die Verschränkung von Kunst- und Alltagsraum gelingt ihm, indem er gefundene industriell gefertigte Materialien verwendet, etwa Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, sie zu einer eigenen Bildsprache fortentwickelt und zu Installationen zusammenführt.

Kunst am Bau in Baden-Württemberg

Mit Bekanntmachung der Landesregierung Baden-Württembergs vom 2. Mai 1955 werden die Grundlagen für die Förderung der bildenden Kunst im Zusammenhang mit staatlichen Bauaufträgen des Landes Baden-Württemberg gelegt. Abhängig von den im Haushalt veranschlagten Mitteln für die Baumaßnahmen werden die Mittel für Kunst am Bau berechnet. Bei Neu-, Um- und Erweiterungsbauten können, soweit Zweck und Bedeutung der Baumaßnahmen dies rechtfertigen, bis zu ein Prozent der Baukosten für Kunst am Bau ausgegeben werden. Grundsätzlich wird über Kunst am Bau in einem Wettbewerbsverfahren entschieden. 

Die Kunstkommission

Die Kunstkommission begleitet die Verfahren, sie ist bei der Betriebsleitung des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg angesiedelt. Vorsitzende ist die Direktorin des Landesbetriebs Annette Ipach-Öhmann. Ständige Mitglieder der Kunstkommission sind Vertreter der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung, Kunsthistoriker der Staatlichen Museen und freie Künstler in einem ausgewogenen Verhältnis. Projektbezogen ergänzen die jeweiligen Nutzer, das für das Projekt verantwortliche Amt von Vermögen und Bau sowie die beauftragten freiberuflichen Architekten die Kunstkommission, im Fall des Bürger- und Medienzentrums Vertreter der Fraktionen und der Landtagsverwaltung.

Luftaufnahme Landtag (Visualisierung) (JPG)

Modell des Kunstobjekts (Eingangsbereich Landtag) (JPG)

Landtag im Schnitt (JPG)

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