Bahn

Baubeginn für neuen Bahnhof „Merklingen-Schwäbische Alb“

Bahnhof Merklingen (Bilderquelle: Ing. Büro Dipl. Ing. H. Vössing GmbH)
Visualisierung des Bahnhofs Merklingen (Bilderquelle: © Ing. Büro Dipl. Ing. H. Vössing GmbH)

Mit der Enthüllung des künftigen Bahnhofschilds hat der Bau der neuen Bahnstation „Merklingen-Schwäbische Alb“ begonnen. Das Land, die Deutsche Bahn und der für dieses Projekt gegründete Zweckverband „Region Schwäbische Alb“ hatten den Bau des neuen Bahnhofs Merklingen-Schwäbische Alb an der künftigen Schnellbahntrasse von Stuttgart nach Ulm vertraglich vereinbart.

Mit der Enthüllung des künftigen Bahnhofschilds hat der Bau der neuen Bahnstation „Merklingen-Schwäbische Alb“ begonnen. Verkehrsminister Winfried Hermann und der Vorsitzende des eigens gegründeten Zweckverbandes „Region Schwäbische Alb“, der Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann, enthüllten bei Merklingen an der Baustelle für die künftige Schnellbahntrasse Stuttgart-Ulm gemeinsam feierlich das Schild für den künftigen Bahnhof. An der Feierstunde nahmen führende Vertreter der Deutschen Bahn, etliche Abgeordnete und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft sowie der kommunalen Ebene teil. 

Minister Hermann sagte: „Der neue Bahnhof sorgt dafür, dass auch eine ländliche Region wie die Laichinger Alb gut an den klimafreundlichen Schienenverkehr angeschlossen wird. Er passt damit bestens in das Konzept der Landesregierung für eine nachhaltige und umweltschonende Mobilität. Außerdem wird mit der neuen Bahnstation ein deutlich spürbarer Impuls für eine gute wirtschaftliche Entwicklung in dieser Region gegeben. Das Geld der Projektpartner ist also gut angelegt. Ich danke an dieser Stelle für das erhebliche finanzielle Engagement der Kommunen und für die Unterstützung der Deutschen Bahn, die dafür gesorgt hat, dass dieses Projekt trotz des engen Zeitplans noch in die laufenden Bauarbeiten an der Neubaustrecke eingepasst werden konnte.“ 

Bürgermeister Kaufmann betonte: „Von dem neuen Bahnhof profitieren viele Menschen auf der Laichinger Alb aber auch weit darüber hinaus. Er bietet der regionalen Wirtschaft eine hervorragende verkehrliche Anbindung und führt zur Ansiedelung weiterer Betriebe und Menschen. Das Bauvorhaben konnte auch deshalb in kürzester Zeit erfolgreich vorangetrieben werden, weil die Kommunen bereit waren, einen großen Finanzierungsbeitrag von 13 Millionen Euro zu den 30 Millionen Euro des Landes beizusteuern. Der Dank der acht Kommunen auf der Laichinger Alb gilt allen, die uns unterstützt und zum erfolgreichen Verlauf des Projekts beigetragen haben.“

Bernd Koch, Vorstand Finanzen und Controlling der DB Netz AG, sagte: „Mit dem Regionalbahnhof Merklingen werden die Menschen auf der Schwäbischen Alb bedeutend besser an die Ballungszentren angebunden. Durch kürzere Fahrzeiten wird die Bahnfahrt deutlich attraktiver. In diesem Projekt werden die Chancen durch den Ausbau von Infrastruktur wirklich optimal genutzt."

Zusätzliche Informationen

Das Land Baden-Württemberg, die Deutsche Bahn und der von den Kommunen auf der Laichinger Alb für dieses Projekt gegründete Zweckverband „Region Schwäbische Alb“ hatten am 2. Dezember 2016 den Bau des neuen Bahnhofs Merklingen-Schwäbische Alb an der künftigen Schnellbahntrasse von Stuttgart nach Ulm vertraglich vereinbart. Die neue Station liegt an der im Bau befindlichen Neubaustrecke Wendlingen-Ulm und soll zusammen mit deren Fertigstellung nach Angaben der DB Ende 2021 in Betrieb gehen. Es werden zwei zusätzliche Gleise mit 210 Meter langen Außenbahnsteigen errichtet, die barrierefrei erschlossen werden. Der Anschluss an die Straße erfolgt über eine Zufahrt von der Kreisstraße 7407 (Merklingen-Hohenstadt). Auf dieser Seite wird auch eine Park&Ride-Anlage sowie Infrastruktur für den Busverkehr und Bike&Ride entstehen. Die Finanzierung erfolgt mit bis zu 30 Millionen Euro durch das Land sowie durch einen gemeinsamen Finanzierungsbeitrag von acht umliegenden Kommunen und des Alb-Donau-Kreises in Höhe von zusammen 13 Millionen Euro. Bereits in den kommenden Tagen werden Erdarbeiten für den neuen Bahnhof beginnen. 

Eine vom Land in Auftrag gegebene gesamtwirtschaftliche Bewertung unter Berücksichtigung regionalwirtschaftlicher Effekte hat erhebliche positive Impulse für die wirtschaftliche wie demographische Entwicklung dieser ländlichen Region auf der Schwäbischen Alb belegt. Grund dafür sind die enormen Fahrzeitverkürzungen. Vom Bahnhof Merklingen kommen die Fahrgäste künftig mit stündlich verkehrenden Regionalexpresszügen in gut 10 Minuten nach Ulm, in etwa 30 Minuten nach Stuttgart und in rund 20 Minuten zum Flughafen der Landeshauptstadt.

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