Atomenergie

Land tritt Allianz der Regionen für europaweiten Atomausstieg bei

Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (Bild: © dpa)

Der Ministerrat hat in seiner letzten Sitzung den Beitritt Baden-Württembergs zur „Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg“ beschlossen. Ziel des vom österreichischen Bundesland Oberösterreich initiierten Bündnisses, das sich am 2. März 2016 in Brüssel konstituieren wird, ist es, auf regionaler Ebene den Tendenzen in der EU zur weiteren Förderung der Atomenergie entgegenzuwirken und den Atomausstieg in Europa voranzubringen.

„Es ist nicht nachvollziehbar und geradezu absurd, dass die EU derzeit ernsthaft darüber diskutiert, den Ausbau der Atomkraft zu fördern“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller. Der Super-Gau von Tschernobyl jährt sich dieses Jahr zum dreißigsten Mal und die Reaktorkatastrophe von Fukushima zum fünften Mal, erinnerte der Minister. Noch viele Jahre danach gefährdeten diese Katastrophen die Gesundheit der Menschen und auf unabsehbare Zeit seien große Gebiete unbewohnbar.

„Weltweit gibt es kein einziges Endlager für den hundertausende von Jahren strahlenden, hochradioaktiven Atommüll“, betonte Untersteller weiter. Wie zum Beispiel der geplante Neubau im südenglischen Hinkley Point oder im ungarischen Paks zeige, lasse sich der Neubau von Reaktoren zudem nur mit Milliardensubventionen auf Kosten des Steuerzahlers realisieren, außerdem verursache die Hochrisikotechnologie heute noch nicht abschließend vorhersehbare Folgekosten.

„Mit dem Beitritt zur Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg tritt Baden-Württemberg dieser teuren und gefährlichen Sackgasse entgegen“, betonte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Eine zukunftsfähige, bezahlbare und sichere Energieversorgung bedeuteten vielmehr Ausbau der erneuerbaren Energien, mehr Energieeffizienz und große Chancen auf dem weltweiten Markt für Umwelttechnologien. „Ich würde mir wünschen, wenn die EU hier die richtigen Rahmenbedingungen setzen und mit ehrgeizigeren Zielen für den Ausbau der Erneuerbaren sowie für Energieeffizienz voran gehen würde, anstatt sich unter dem Deckmäntelchen des Klimaschutzes für eine Renaissance der Atomkraft in Europa einzusetzen“, so Untersteller.

Vorbehaltlich teilweise noch ausstehender Kabinettsentscheidungen werden nach derzeitigem Stand Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Thüringen und Bremen neben Oberösterreich dem Bündnis beim konstituierenden Treffen beitreten. 

Entwurf Erklärung zur europäischen Energiewende ohne Atomkraft (PDF) 

Eine junge Frau forscht im Life Science Center der Universität Hohenheim an Pflanzen in Klimakammern (Symbolbild: © dpa).
  • Forschung

Aufbauhilfe REACT-EU stärkt Forschungsinfrastruktur

Staatsekretär Florian Hassler (l.) und die Staatssekretärin im Außenministerium der Republik Kroatien, Andreja Metelko-Zgombić (r.) bei der Sitzung der elften Sitzung der Gemischten Regierungskommission zwischen Baden-Württemberg und Kroatien in Šibenik/Kroatien
  • Europa

Weiterer Ausbau der Zusammenarbeit mit Kroatien

Fotomontage aus vier Bildern mit Solarzellen, Getreidehalmen, Windrädern und Strommasten.
  • Erneuerbare Kraftstoffe

Mehr Tempo bei reFuels-Projekten gefordert

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 19. Oktober 2021

Logo der Regionalen Kompetenzstellen des „Netzwerks Energieeffizienz“ (KEFF)
  • Energieeffizienz

Land zeichnet energieeffiziente Unternehmen aus

  • Wettbewerb

Umweltpreis für Unternehmen startet in neue Runde

Ein Bio-Bauer bringt mit seinem Traktor und einem Tankwagen als Anhänger, die angefallende Jauche auf einer Wiese aus. (Bild: dpa)
  • Landwirtschaft

Regionaler Green Deal in der Landwirtschaft

Handwerker montiert Photovoltaik-Anlage
  • Erneuerbare Energien

Walker wirbt für Photovoltaik-Pflicht auf Bundesebene

Das Logo von Invest BW
  • Zukunftsland BW

200 Millionen Euro für Technologien von Morgen

Ein weiß gelber Zug fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
  • Nahverkehr

Land bestellt drei Batteriezüge exklusiv für Hermann-Hesse-Bahn

Das Atomkraftwerk Neckarwestheim. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
  • Atomenergie

Neues Infoforum Nukleare Sicherheit und Strahlenschutz gestartet

Außenansicht Erweiterungsbau Polizeipräsidium (PP) Offenburg
  • Vermögen und Hochbau

Erweiterungsbau für das Polizeipräsidium Offenburg übergeben

  • Nahverkehr

ÖPNV-Strategie 2030 für mehr und besseren Nahverkehr

  • Ökologischer Umbau

Zehnter Kongress zu Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft

Dr. Michael Münter
  • Verwaltung

Neuer Ministerialdirektor im Umweltministerium

Ein Mann tippt in einem Büro auf einer Tastatur. (Bild: © dpa)
  • Nachhaltigkeit

Auszeichnung für nachhaltiges Wirtschaften in der IT-Ausrüstung

Logo Landesgartenschau Überlingen 2021
  • Nachhaltigkeit

Grünes Klassenzimmer auf der Landesgartenschau in Überlingen

Das weltweit erste adaptive Hochhaus auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart.
  • Hochschulen

Weltweit erstes adaptives Hochhaus eröffnet

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas. (Foto: © dpa)
  • Trinkwasserversorgung

Land bezuschusst kombinierte Maßnahme in Linachtal mit mehr als zwei Millionen Euro

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
  • Energiewende

Wasserstoff-Cluster in allen Regionen Deutschlands

Eine Kläranlage (Symbolbild: Patrick Seeger/dpa)
  • Abwasserbeseitigung

Münsingen erhält Förderung für moderne Regenüberlaufbecken

Feuerwehrmann beim Hochwassereinsatz (Foto: © dpa)
  • Klimawandelforum

Wasserwirtschaft im Zeichen der Klimaextreme

Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (Bild: © dpa)
  • Bus

Mehr Hilfe beim Umstieg auf umweltfreundliche Busse

Dr. Andre Baumann (Bild: Umweltministerium/KD Busch)
  • Wasser- und Bodenschutz

Baumann tauscht sich in Mittelbaden über PFC-Problematik aus

Schülerinnen einer siebenten Klasse melden sich während des Deutschunterrichts in einem Gymnasium. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Umweltschutz

Schülermentoren für den Umweltschutz zum 20. Mal ausgezeichnet