Gastronomie

Auszeichnung der neun Gründungsbetriebe „Schmeck den Süden“

Ein angehender Hotelfachmann serviert einem Ehepaar sein Mittagessen. (Bild: © picture alliance/Philipp von Ditfurth/dpa)

Zum 25-jährigen Jubiläum von „Schmeck den Süden“ hat das Landwirtschaftsministerium die neun Gründungsbetriebe ausgezeichnet. Inzwischen haben sich 320 Betriebe dem Marketingkooperationsprojekt angeschlossen.

„Alle unsere ‚Schmeck den Süden‘-Gastronomen eint die Überzeugung, dass die regionale Küche das Beste ist, was man auf den Tisch bringen kann: frisch, von gleichbleibend hoher Qualität und kreativ zubereitet“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, 9. März in Stuttgart, anlässlich des 25-jähirgen Jubiläums des Projekts.

Neun baden-württembergische Gastronomie-Betriebe waren bei der Gründung der „Schmeck den Süden“-Initiative 1996 dabei, verteilt im ganzen Land: Zum Beispiel auf der Schwäbischen Alb, im Badener Glottertal, in Wangen im Allgäu und in Hohenlohe. Teilweise führt bereits die zweite Generation der Gastronomie-Betriebe das regionale Konzept fort.

Aufgrund der aktuellen Situation konnten die Betriebe nicht zu einer gemeinsamen Auszeichnungs-Feier eingeladen werden. Deshalb besuchte Staatssekretärin Gurr-Hirsch in der Woche vor der INTERGASTRA digital alle Gründungsmitglieder in ihrer Gastronomie und gratulierte persönlich. Im Rahmen der INTERGASTRA digital sprachen die Staatsekretärin und der Vorsitzende der ‚Schmeck den Süden‘-Gastronomen, Thomas Heiling, selbst Gastronomie-Betreiber in Böblingen, ein Grußwort und präsentieren Bilder vom persönlichen Besuch der Staatssekretärin bei den neun Gründungsmitgliedern. „Die Gründungsbetriebe waren vor 25 Jahren der Zeit weit voraus und wurden teilweise auch belächelt. Heute gehen viele den regionalen Trend. Aber unsere Betriebe lassen sich jährlich auf die Herkunft der Produkte überprüfen“, sagt Thomas Heiling.

Qualität aus Baden-Württemberg

Die INTERGASTRA findet alle zwei Jahre in Stuttgart statt und ist eine der größten europäischen Fachmessen für die Gastronomie- und Hotellerie-Branche. Sie ist der Treffpunkt der Gastronomen und ihren Partnerregionen. In diesem Jahr fand sie vom 8. bis 10. März zum ersten Mal digital statt.

Die Kooperation ‚Schmeck den Süden‘ hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gemeinsam mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg und der MBW Marketinggesellschaft mbH ins Leben gerufen. Gemeinsam wird die heimische Gastronomie, insbesondere die ländliche Gastronomie, bei der Vermarktung regionaler Produkte unterstützt.

Ziel des Projekts „Schmeck den Süden“-Gastronomen ist es zum Beispiel, die Produkte, die gemäß den Bestimmungen der Qualitätsprogramme des Landes, dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg und dem Biozeichen Baden-Württemberg, erzeugt wurden, in der weiter an Bedeutung gewinnenden regionalen Gastronomie nachvollziehbar anzubieten und zu vermarkten. „Durch die Teilnahme am Projekt ‚Schmeck den Süden‘-Gastronomen wird dem Wunsch des Kunden, zu wissen was er isst und trinkt, das heißt auch sicher zu wissen, von wem und woher diese Produkte herkommen, Sorge getragen“, so die Staatssekretärin Gurr-Hirsch. Die Nachfrage der Verbraucher nach regionalen und saisonalen Gerichten ist groß und steigt weiter an. Die regional aufgestellten Gastronomen können die Verbraucher mit einem entsprechend profilierten Angebot überzeugen.

„Schmeck den Süden“

Die Kooperation „Schmeck den Süden“-Gastronomen hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gemeinsam mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg und der MBW Marketinggesellschaft mbH ins Leben gerufen. Gemeinsam wird die heimische Gastronomie, insbesondere die ländliche Gastronomie, bei der Inwertsetzung regionaler Produkte auf dem Teller und in Gläsern unterstützt. Die neun Gründungsbetriebe sind folgende:

  • Gasthaus Lamm in Wangen
  • Hotel und Gutsgaststätte Rappenhof in Weinsberg
  • Hotel Graf Eberhard in Bad Urach
  • Die Krone am Fluss in Forchtenberg-Sindringen
  • Gasthof Lamm in Rot am See
  • Hotel Speidel’s BrauManufaktur in Hohenstein
  • Biosphärenhotel Gasthof Herrmann in Münsingen
  • Landgasthof Hirsch im Grünen in Mehrstetten
  • Landidyll Hotel zum Kreuz im Glottertal

Die Betriebe der „Schmeck den Süden“-Gastronomen nutzen dieses Marketingkooperationsprojekt als Basis für ihr regionales Angebot und als wichtigen Bestandteil zur Qualitätssicherung. Die Tiefe und Breite des regionalen Angebots der teilnehmenden Betriebe wird klassifiziert und in drei Kategorien – von ein bis drei Löwen – eingeteilt. Der Genussführer weist über 320 Gastronomiebetriebe aus, die sich dieser „Schmeck den Süden“-Kooperation angeschlossen und sich somit freiwillig den damit verbundenen Spielregeln einschl. des erforderlichen Dokumentations- und Qualitätssicherungssystem verpflichtet haben.

Nur klassifiziert und entsprechend kontrolliert darf sich eine Gaststätte als „Schmeck den Süden“-Gastronomiebetrieb präsentieren.

Im Jahr 2018 ist es gelungen, das seit knapp 20 Jahren erfolgreiche Projekt aus der Gastronomie unter dem Namen „Schmeck den Süden“ – Genuss außer Haus in die stetig wachsende Gemeinschaftsverpflegung zu übertragen.

Seit Anfang letzten Jahres sind die Betriebe der „Schmeck den Süden“-Gastronomen auch in der App „Natürlich. VON DAHEIM“ zu finden. Die Regionalkampagne „Natürlich. VON DAHEIM" soll die Verbraucher über den Mehrwert von Regionalität bei Lebensmitteln informieren und die Vielfalt der baden-württembergischen Agrarprodukte erlebbar machen.

Mithilfe der App können sich Verbraucherinnen und Verbraucher somit nicht nur über Direktvermarkter und Veranstaltungen rund um das Thema regionale Lebensmittelproduktion, sondern auch über die „Schmeck den Süden“-Gastronomen im Genießerland Baden-Württemberg informieren.

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