Forst

Auftakt regionaler Waldgespräche

Nadelbäume ragen bei Seebach am Ruhestein in den Himmel. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)

Die Veranstaltungsreihe „Regionale Waldgespräche“ hat begonnen. Im Rahmen der regionalen Waldgespräche tauschen sich die Wald-Akteure Baden-Württembergs aus und begleiten den Prozess der Waldstrategie 2050.

„Wir stehen erst am Anfang eines langfristigen Veränderungsprozesses unserer Wälder. Im Jahr 2020 wurde der Prozess der Waldstrategie unter breiter Beteiligung der Wald-Akteure Baden-Württembergs aufgesetzt. 23 gemeinsame Ziele und prioritäre Handlungsfelder für die Zukunft unserer Wälder im Land wurden formuliert und Anfang 2021 vom Kabinett beschlossen. Nun geht es darum, den Prozess der Waldstrategie 2050 im Dialog zu begleiten und gemeinsam mit allen Wald-Akteurinnen und Akteuren eine Zukunft für unsere Wälder zu entwickeln, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Regionale Waldgespräche“ im Rahmen der Waldstrategie Baden-Württemberg 2050.

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Waldbesitz, Naturschutz und Forstwirtschaft begleiteten die Online-Auftaktveranstaltung, die von der Akademie Ländlicher Raum durchgeführt wurde. Zusammen mit Forstminister Peter Hauk diskutierten Prof. Dr. Jürgen Bauhus, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Professur für Waldbau, Dr. Jens Borchers, als Vertreter des Waldbesitzes in der Forstkammer Baden-Württemberg und Johannes Enssle, Landesvorsitzender Baden-Württemberg des NABU Naturschutzbund Deutschland e.V. aus verschiedenen Perspektiven, wie Wald und Waldbewirtschaftung im Klimawandel neu gedacht werden kann.

Wald gerät durch beschleunigten Klimawandel immer stärker unter Druck

„Längst interessiert sich nicht nur ein Fachpublikum für den Zustand des Waldes. Breite Schichten der Bevölkerung sorgen sich um den Wald, seine Gesundheit, seine Leistungsfähigkeit und letztlich seine Zukunft“, unterstrich Forstminister Hauk die breite und transparente Ausgestaltung des Waldstrategie-Prozesses. Der Wald gerät durch den sich beschleunigenden Klimawandel immer stärker unter Druck, wie nicht erst die vergangenen Trockenjahre zeigten. „Seine Dauerhaftigkeit und Widerstandsfähigkeit wird unter den zukünftigen, prognostizierten Klimabedingungen infrage gestellt“, betonte Minister Hauk.

Angesichts dieser Veränderungen und Unsicherheiten hat die Landesregierung schon 2019 den Notfallplan Wald (PDF) mit zahlreichen kurzfristigen Maßnahmen zum Walderhalt und Unterstützung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer beschlossen. „Um langfristig und anpassungsfähig handeln zu können und dieses Handeln mit einer breite Akzeptanz zu verknüpfen, hat die Landesforstverwaltung im Auftrag der Landesregierung die Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeitet. „Die Waldstrategie ist unsere Antwort auf die Herausforderungen, vor denen der Wald und seine Akteure stehen. Sie ist unser langfristiges waldpolitisches Programm für die nächsten Jahre, das adaptiv und partizipativ Ziele und Maßnahmen für die Waldzukunft entwickelt“, betonte Hauk.

Waldstrategie 2050

Für die Erreichung der Ziele der Waldstrategie 2050 hat die Landesforstverwaltung eine Reihe konkreter Maßnahmen vorgeschlagen. Im Rahmen der Regionalen Waldgespräche werden diese der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und mit ihr diskutiert. Die Regionalen Waldgespräche bieten Interessierten Raum sich mit der Landesforstverwaltung und weiteren Akteuren auszutauschen und sich mit weiteren Ideen in den Prozess zur Waldzukunft Baden-Württembergs einzubringen.

Akademie Ländlicher Raum: Veranstaltungen

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Waldstrategie Baden-Württemberg

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