Erntemonitoring

Äcker im Land sind frei von Gentechnik

Ein Landwirt steht auf einem Soja-Feld. (Bild: © dpa)

Auch 2018 wurden, wie bereits in den drei Vorjahren, keinerlei gentechnisch veränderte Organismen in den heimischen Ernteprodukten nachgewiesen. Das ist das Ergebnis der stichprobenartigen Untersuchungen der amtlichen Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung.

„Seit mittlerweile 15 Jahren untersucht unsere amtliche Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung stichprobenartig, ob in Ernteprodukten aus Baden-Württemberg gentechnisch veränderte Organismen nachgewiesen werden können. Bei den im vergangenen Jahr durchgeführten Untersuchungen von 45 Mais-, 31 Raps , 14 Soja-, und 14 Leinproben sowie einer Zuckerrübenprobe ergab sich, wie bereits in den drei Vorjahren, kein Hinweis auf eine gentechnische Veränderung“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Um das Aufwachsen gentechnisch veränderter Pflanzen in Baden-Württemberg zu verhindern, seien neben Untersuchungen des Saatguts ein sorgfältiger Umgang sowohl im Handel als auch auf allen Verarbeitungs- und Produktionsstufen notwendig.

„Es ist erfreulich und für die Verbraucher eine gute Nachricht, dass auch 2018 keinerlei gentechnisch veränderte Organismen in unseren heimischen Ernteprodukten nachgewiesen wurden. Das zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen und erfolgreich sind“, erklärte der Minister. Baden-Württemberg setze weiterhin auf eine Koexistenz von konventionellem und ökologischem Landbau, ohne Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Deshalb werde das Land diese Untersuchungen auch zukünftig fortsetzen. Es seien große Anstrengungen und umfassende vorsorgende Maßnahmen notwendig, um die Verbreitung von unerwünschter Gentechnik in einer globalisierten Welt zu verhindern.

Gentechnisch veränderte Organismen

Der Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ist außerhalb Europas weit verbreitet. Hauptanbaugebiete für gentechnisch veränderten Mais und Soja sind die USA, Argentinien und Brasilien. Aufgrund des weltweiten Handels mit Saatgut und Ernteprodukten kann deshalb nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, dass trotz aller vorsorgenden Maßnahmen auch in heimischen Ernteprodukten GVO nachgewiesen werden. Um den Erfolg der Maßnahmen im Land bewerten zu können, werden seit 2004 jährlich in einem Ernte-Monitoring-Programm Untersuchungen auf GVO im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg und im Landwirtschaftlichen Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg durchgeführt. Um Einträge von GVO frühzeitig zu erkennen und um die Entwicklung über die Jahre transparent zu machen, werden die Proben unmittelbar nach der Ernte in landwirtschaftlichen Erfassungsstellen und Mühlenbetrieben entnommen.

Seit Beginn des Monitorings 2004 wurden insgesamt 1.360 Ernteproben untersucht, in 29 Proben waren gentechnische Veränderungen nachweisbar. Seit 2015 gab es für keine Pflanzenart Hinweise auf gentechnische Veränderungen. Bereits seit 2007 werden Verunreinigungen über der Bestimmungsgrenze von 0,1 Prozent nicht mehr festgestellt.

Der Schwerpunkt des Monitoringprogramms liegt aufgrund der Bedeutung des Maisanbaus in Baden-Württemberg weiter auf der Untersuchung von Maispartien. Wie in den Vorjahren wurde auch in den 45 Stichproben der Ernte 2018 bei einer Nachweisgrenze von 0,03 Prozent kein gentechnisch veränderter Mais nachgewiesen. Begleitend zur Eiweißinitiative des Landes und aufgrund der zunehmenden Bedeutung des heimischen Sojaanbaus ist die Untersuchung von Sojabohnen von besonderem Interesse. Auch in den 14 Sojaproben aus der Ernte 2018 konnte keine gentechnische Veränderung festgestellt werden, womit sich die Ergebnisse aus 2015 mit 16 Proben, aus 2016 mit 24 Proben und aus 2017 mit 20 Proben bestätigen.

Der ausführliche Bericht zum GVO-Erntemonitoring 2018 mit weiteren Informationen kann im Internet unter den nachfolgend genannten Adressen abgerufen werden. Das CVUA Freiburg ist das Zentrallabor für Untersuchungen auf GVO für die Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg. Für die entsprechenden Untersuchungen in Saatgut und Futtermitteln ist das LTZ Augustenberg zuständig:

Die Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit

Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg: Nachweis auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO)

Ein Elektroauto steht in Stuttgart an einer öffentlichen Ladesäule (Bild: © dpa).
  • Verbraucherschutz

Land mit Anträgen bei Verbraucherschutzministerkonferenz erfolgreich

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
  • Wolf

Residenter Wolf reißt Ziege in Forbach

Markierte Holzstämme liegen in einem Wald bei Stuttgart. (Foto: © dpa)
  • Forst

Schadholzmengen bei der Buche deutlich angestiegen

Staatssekretär Dr. Andre Baumann (links) und Prof. Dr. Andreas Krautter (rechts) mit der Urkunde zur Verleihung des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg.
  • Auszeichnung

Verdienstorden des Landes für Prof. Dr. Manfred Krautter

Symbolbild Forschung
  • Forschung

Auftaktveranstaltung des 3R-Netzwerkes Baden-Württemberg

Obstbau
  • Landwirtschaft

Große Beteiligung beim Pilotprojekt „Ertragsversicherung Obst- und Weinbau“

Schafherde bei Maulbronn: Im Vordergrund zwei Lämmer beim Spielen
  • Naturschutz

Hund verletzt zwei Schafe auf der Ostalb

Ziegenherde
  • Weidetierhaltung

Zwei gerissene Ziegen in Gernsbach

Leitfaden Lebensmittelretter
  • Ernährung

Aktionstag zur Lebensmittelverschwendung

Dr. Stefanie Gerlach neue Leiterin des Landeszentrums für Ernährung
  • Ernährung

Neue Leiterin des Landeszentrums für Ernährung

In einem Sägewerk werden Baumstämme gestapelt (Foto: © dpa)
  • Forst

Forstminister Hauk tauscht sich mit Vertretern der Holzwirtschaft aus

Ziegenherde
  • Weidetierhaltung

Zwei getötete Ziegen in der Gemeinde Reichental aufgefunden

Wolf
  • Wolf

Sicherer Wolfsnachweis in der Gemeinde Kirchberg an der Jagst

Gelb weißer Bus steht an einer Bushaltestelle.
  • Verkehr

Neue Regiobuslinien in den Nationalpark Schwarzwald

Hummeln und andere Tiere finden auf den „Natur nah dran“-Flächen reichlich Nahrung.
  • Biodiversität

Umweltministerium fördert weiter das Projekt „Natur nah dran“

Ein Wolf (Foto: © dpa)
  • Wolf

Online-Veranstaltung zum Fördergebiet Wolfsprävention Odenwald

Schafherde bei Maulbronn
  • Weidetierhaltung

Vier Schafe in Limbach ums Leben gekommen

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Ländlicher Raum

Rund 575.000 Euro für die Modernisierung ländlicher Wege

Eine Herde Schafe im Biosphärengebiet Schwarzwald (© Emmler/RP Freiburg)
  • Weidetierhaltung

Im Ortenaukreis sind Schafe gerissen worden

Ein Schild mit der Aufschrift „Arzt“ hängt an einer Straßenlaterne.
  • Landarztquote

Start für Bewerbungen um Studienplatz als Landarzt

Rekordfeldahorn im Hohenlohekreis
  • Forst

Internationaler Tag des Baumes am 25. April

Schafe stehen in Unterkessbach (Baden-Württemberg) auf einer Wiese. (Foto: © dpa)
  • Weidetierhaltung

Zwei verletzte Schafe in der Gemeinde Neuler aufgefunden

Die renaturierte Rems in Winterbach (Bild: Umweltministerium Baden-Württemberg)
  • Gewässerschutz

Rund 83,5 Millionen Euro für Hochwasserschutz und Gewässerökologie

Die Weinberg-Steillagen mit mittelalterlichen Trockenmauern am Neckar bei Lauffen (Baden-Württemberg). (Bild: Bernd Weißbrod / dpa)
  • Landwirtschaft

175.000 Euro für Rebflurneuordnung in Eppingen-Kleingartach

Der Landeswettbewerb „RegioWIN 2030“ (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Innovation

24 Leuchtturmprojekte im Wettbewerb RegioWIN 2030 prämiert