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Ländlicher Raum
  • 16.01.2019

Abschlussveranstaltung zu Mobilitätsprojekt an Hochschule Furtwangen

Die Hochschule Furtwangen hat mit finanzieller Unterstützung des Landes ein beispielhaftes Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen erfolgreich durchgeführt. Ländliche Hochschulen sind in besonderem Maße auf gute Mobilitätslösungen für Studierende und Dozenten angewiesen.

„Unsere ländlichen Hochschulen sorgen mit ihren vielfältigen Bildungs- und Forschungsaktivitäten entscheidend für eine Stärkung unseres Ländlichen Raums. Um attraktiv zu bleiben, sind ländliche Hochschulen in besonderem Maße auf effiziente, kostengünstige und nachhaltige Mobilitätslösungen für Studierende und Dozenten angewiesen. Daher freue ich mich besonders, dass die Hochschule Furtwangen mit finanzieller Unterstützung des Landes ein beispielhaftes Modellprojekt zur Sicherung der Erreichbarkeit ländlicher Hochschulen mit Hilfe nachhaltiger Mobilitätslösungen erfolgreich durchgeführt hat“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, bei der Abschlussveranstaltung des Modellprojekts ‚Nachhaltige Mobilitätskonzepte für Studierende und Dozenten an Hochschulen im Ländlichen Raum‘ in der Hochschule Furtwangen (Schwarzwald-Baar-Kreis).

„Die Weiterentwicklung attraktiver ländlicher Hochschulstandorte zur Stärkung des Ländlichen Raums ist und bleibt ein wichtiges Thema des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz“, betonte Minister Hauk.

Sowohl Klimaschutz als auch der demografische Wandel erforderten innovative und verkehrsträgerübergreifende Konzepte, die die negativen Folgen des Verkehrs für Mensch und Umwelt überwinden helfen, so der Minister. Gleichzeitig müsse eine verantwortungsvolle und vorausschauende Strukturpolitik für den Ländlichen Raum dafür Sorge tragen, dass die Erreichbarkeitsverhältnisse in den ländlichen Kommunen auf einem akzeptablen Niveau bleiben.

Der Minister hob auch die tragende Rolle insbesondere der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Dualen Hochschule bei der Sicherung einer leistungsfähigen Wirtschaft im Ländlichen Raum hervor. Denn sie müssten die zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Ländlichen Raum mit gut ausgebildetem Fach- und Führungskräftenachwuchs versorgen. „Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz begleitet die Hochschulen auch zukünftig auf diesem Weg“, erklärte Hauk.

Hochschulen im Ländlichen Raum

Hochschulen im Ländlichen Raum sind für die Bindung junger und gut ausgebildeter Menschen an ländliche Regionen von zentraler Bedeutung. Sie haben hohen Anteil am Wissenstransfer in die kleinen und mittelständischen Unternehmen im Ländlichen Raum und tragen zu deren nachhaltiger Versorgung mit hochqualifizierten Arbeitskräften und somit zur Zukunftssicherung der ländlichen Räume in Baden-Württemberg bei. Die Sicherung attraktiver ländlicher Hochschulstandorte bleibt daher auch weiterhin ein zentrales Anliegen der ländlichen Strukturpolitik.

Im Sinne der Erhaltung der Attraktivität ländlicher Hochschulen gilt es, nicht zuletzt auch den spezifischen Mobilitätsbedürfnissen von Studierenden Rechnung zu tragen. Junge Menschen wollen auch ohne eigenes Auto ‚mobil‘ sein und dennoch ihr Ziel möglichst rasch, unkompliziert und kostengünstig erreichen. Studierende an Ländlichen Hochschulen ohne eigenes Auto müssen in puncto Mobilität oft starke Abstriche hinnehmen, da in der Regel kein befriedigendes ÖPNV-Angebot vorhanden ist und Carsharing in ländlichen Regionen bislang nur punktuell im Rahmen von Modellprojekten zur Verfügung steht.
Das Projekt ‚Nachhaltige Mobilitätskonzepte für Studierende und Dozenten an Hochschulen im Ländlichen Raum‘ der Hochschule Furtwangen (HFU) hatte sich die Entwicklung und praktische Erprobung effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger Mobilitätslösungen für Studierende und Dozenten ländlicher Hochschulen zum Ziel gesetzt. Im Interesse der Berücksichtigung repräsentativer Fallkonstellationen konnten auch die Duale Hochschule Villingen-Schwenningen und die Musikhochschule Trossingen als Projektpartner gewonnen werden.

Innerhalb des Modellprojektes galt es, verschiedenartig ausgerichtete Mobilitätsangebote auf ihre Anwendungsmöglichkeiten im Ländlichen Raum zu untersuchen und in ein nachhaltiges Gesamtkonzept einzubetten. In diesem Sinne wurden zahlreiche Maßnahmen, wie zum Beispiel das Anbieten von Elektrofahrzeugen für Dienstfahrten, die Förderung von Mitfahrgelegenheiten oder das Einrichten eines Shuttle-Busses mit besonderer Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Anforderungen am Beispiel der Hochschule Furtwangen (HFU) durchgeführt und hinsichtlich ihrer Ausweitung auf andere Hochschulstandorte im Ländlichen Raum betrachtet.

Das Projekt wurde von Dezember 2015 bis einschließlich März 2019 seitens des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg mit insgesamt 300.000 Euro gefördert. Mit der Projektleitung waren Herr Prof. emerit. Dr. Anton Karle und Herr Prof. Dr. Jochen Baier von der Hochschule Furtwangen betraut.

Hochschule Furtwangen: Mobilität


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