Digitalisierung

45 Preisträger des Wettbewerb „Future Communities“ ausgezeichnet

Thomas Strobl, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration. (Bild: dpa)

Digitalisierungsminister Thomas Strobl hat 45 Preisträger des Wettbewerbs „Städte, Gemeinden, Landkreise 4.0 – Future Communities“ ausgezeichnet. Er überreichte den Kommunen mit den innovativsten Anträgen ihre Förderbescheide in Höhe von insgesamt über einer Million Euro für die Umsetzung konkreter digitaler Projekte.

„Starke Kommunen sind das Fundament für eine funktionierende Gesellschaft. Sie sind der Ort, an dem die Menschen leben und arbeiten. Deshalb ist es auch unser Ansatz: Die Digitalisierung vor Ort und nah bei den Menschen zu gestalten. Dadurch nehmen wir die Menschen beim digitalen Wandel mit und schaffen Innovationen vor Ort, die den Wirtschaftsstandort in der Fläche stärken“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl. Anlass war die Auszeichnung der 45 Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs „Städte, Gemeinden, Landkreise 4.0 – Future Communities“.

Über eine Million Euro für Umsetzung digitaler Projekte

Digitalisierungsminister Thomas Strobl überreichte den 45 Kommunen mit den innovativsten Anträgen ihre Förderbescheide. „Zum zweiten Mal geben wir über eine Million Euro an unsere Kommunen, um ganz konkrete digitale Projekte umzusetzen. Unsere Kommunen werden so zum Taktgeber und machen Baden-Württemberg gemeinsam Schritt für Schritt zur digitalen Leitregion“, so der Minister. Ausgezeichnet wurden zum Beispiel Projekte, die auf Basis von Künstlicher Intelligenz das kommunale Straßennetz überwachen, aber auch Jugendbeteiligungs-Apps oder Tools zur Nutzung digitaler Sprachassistenten in den Verwaltungen. 

„Die Städte in Baden-Württemberg haben verstanden, dass es zu einer Digitalen Stadt mehr braucht als eine Bürger-App“, folgert Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg, aus der erfreulich starken Mitwirkungsbereitschaft auch in diesem Jahr. „Die zweite Ausschreibung der Future Communities zeigt deutlich, dass  Projekte zur Künstlichen Intelligenz (KI) Einzug in die Verwaltung halten und sich die ersten Erfolge in einem verbesserten Dienstleistungsangebot zeigen. Viele unserer Mitglieder haben Projekte eingereicht, die auch skalierbar sind. Deshalb ist uns eine Vernetzung der Städte untereinander sehr wichtig, und Nachahmer sind wieder ausdrücklich erwünscht!“

Idee der Digitalisierung ins Land tragen

„Es freut mich sehr, dass sich das Programm „Gemeinden, Städte und Landkreise 4.0 – Future Communities“ so erfolgreich entwickelt. Ursprünglich als Projekt des Gemeindetags gestartet, sind inzwischen Gemeinschaftsprojekte und auch Landkreise unter den Prämierten. Damit bestätigt sich unsere Überzeugung, nicht nur auf Leuchttürme der Digitalisierung zu setzen, sondern möglichst vielen Städten, Gemeinden und Landkreisen den Weg zur Digitalisierung zu ebnen. Unser niedrigschwelliges und bedarfsorientiertes Förderprogramm zeigt eindrucksvoll: Mit kleinem Geld, tragen wir die Idee der Digitalisierung ins ganze Land und machen so Appetit auf immer mehr“, sagte Roger Kehle, Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg

„Die Landkreise, Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg sind hochgradig motiviert, die Digitalisierung innovativ vorzubringen. Das Landesförderprogramm ‚Future Communities‘ trägt dem Rechnung. Denn das Programm ‚Städte, Gemeinden und Landkreise 4.0-Future Communities‘ ist das bislang einzige Förderprogramm, das eine derart große Flächenwirkung im Bereich der Digitalisierung vorweisen kann. Wir freuen uns daher ganz besonders, dass sich im Jahr 2018 erstmals auch Landkreise bewerben konnten und dies auch zahlreich getan haben. Denn die Landkreise wollen in ihrem Aufgabenbereich die digitale Transformation aktiv mitgestalten. Dazu gehören – um nur wenige Beispiele zu nennen – elektronische Bürgerdienste, eine noch bessere medizinische Versorgung durch digitale Assistenzsysteme, neue digitale Lösungen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen. Die Landkreise wollen die Chancen, die sich hinter den Schlagworten Digitalisierung, künstliche Intelligenz und intelligente Vernetzung verbergen, zum Wohl der Menschen konsequent nutzen“, erklärte Dr. Alexis von Komorowski, Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg.

Bewerbungen erstmals auch für 35 Landkreise Baden-Württembergs

Nach der ersten Ausschreibung 2017 setzte das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration das Förderprogramm unter dem Namen „Gemeinden, Städte und Landkreise 4.0 – Future Communities 2018“ fort und stellte dafür 1,085 Millionen Euro bereit. Im Unterschied zur ersten Ausschreibung konnten sich dieses Jahr neben den 1.001 Städten und Gemeinden erstmals auch die 35 Landkreise Baden-Württembergs mit Digitalisierungsprojekten bewerben. Ausdrücklich erwünscht waren zudem Gemeinschaftsprojekte mehrerer Kommunen, um die Digitalisierung in die Fläche unseres Landes zu tragen. Insgesamt reichten dieses Mal 84 Kommunen Anträge ein. Die eingereichten Projekte orientieren sich an den strategischen Schwerpunktthemen der landesweiten Digitalisierungsstrategie digital@bw wie Mobilität, digitale Verwaltung oder Gesundheit.

Die Preisverleihung war ein Programmpunkt der diesjährigen Morgenstadt-Werkstatt am 13. und 14. Dezember 2018 in Stuttgart. Die Morgenstadt-Werkstatt ist die größte Austauschplattform für digitale und kommunale Innovationen in Baden-Württemberg. Veranstalter ist das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) gemeinsam mit dem Innen- und Digitalisierungsministerium sowie weiteren Partnern der Digitalakademie@bw, wie den Kommunalen Spitzenverbänden und dem IT-Dienstleister ITEOS.

Anlage: Deteils zu den einzelnen Projekten der Gewinner

Unter dem Dach der Digitalakademie@bw gehen Land, Kommunen, Wirtschaft und Forschung mit einem Fördervolumen von über 9 Mio. Euro neue Allianzen ein. Im Verbund mit starken Partnern baut so das Land Baden-Württemberg die Digitalkompetenzen in den Verwaltungen aus und bildet in den kommenden zwei Jahren unter anderem 1600 Digitallotsen in der Fläche unseres Landes aus.

Digitalisierung ist zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz

An einer Eingangstür hängt ein Zettel mit dem Hinweis auf 2G+.
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Gemeinsam gegen die vierte Welle

Alpenbock (Rosalia alpina)
  • Naturschutz

Ausstellung zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Innenministerkonferenz Herbstsitzung Pressekonferenz
  • Innenministerkonferenz

Beschlüsse der Herbstkonferenz der Innenminister

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  • Wohnen

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Land setzt sich für weniger Bürokratie bei Klimaschutzmaßnahmen ein

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