Erneuerbare Energie

3. Windbranchentag Baden-Württemberg zeigt große Ausbaupotentiale auf

„Wir stehen in Baden-Württemberg vor der großen Herausforderung, die ökonomische Leistungsfähigkeit unseres Landes in Einklang zu bringen mit dem Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt. Dafür müssen wir die Energiepolitik so ausrichten, dass ein möglichst hohes Maß an regenerativen Energien und Versorgungssicherheit, an Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit, an Dezentralität und an Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet werden kann“, so Ministerpräsident Kretschmann und der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller, anlässlich der Eröffnung des Windbranchentags Baden-Württemberg am Dienstag (28. Juni 2011) in Stuttgart.

Bereits zum dritten Mal findet an diesem Tag der Windenergiebranchentag Baden-Württemberg im Haus der Wirtschaft statt. Das zeigt: Windenergie spielt schon heute eine wichtige Rolle in der Wirtschaft des Bundeslandes. Vor allem die heimische Zuliefererindustrie profitiert von der Wachstumsbranche Windenergie.

Im Bereich des Windenergieausbaus hinkt Baden-Württemberg jedoch hinterher. Es ist Schlusslicht im Vergleich zu den anderen Flächenländern. Das Ländle ist jedoch in Aufbruchstimmung. Für Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist klar: „Windenergie wird eine zentrale Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung Baden-Württembergs spielen. Der Ausbau der Windkraft kann aber nicht von oben herab verordnet werden. Er ist nur als Gemeinschaftswerk aller relevanten Verwaltungsebenen und Verbände, von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik realisierbar. Vor allem aber muss der Ausbau ein Gemeinschaftswerk sein, das von Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg akzeptiert, nachvollzogen und mitgetragen werden kann.“

Um die Windenergie voranzubringen, gilt es jedoch eine Reihe von Hürden zu überwinden. „Wir müssen den Ausbau der Windkraft massiv vorantreiben und endlich die vorhandenen Potenziale nutzen. Wir brauchen in den kommenden Jahren zwischen 100 und 150 neue Windkraftanlagen jährlich“, so der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller. Es gelte daher jetzt, die rechtlichen Voraussetzungen für einen raschen Ausbau der Windenergie zu schaffen und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Hierzu solle das Landesplanungsgesetz modernisiert und damit weitere Hürden beim Ausbau der Windenergie aus dem Weg geräumt werden. „Dabei solle insbesondere die bisherige Begrenzung der Windkraft auf so genannte Vorranggebiete auf den Prüfstand gestellt werden, kündigte Minister Untersteller an. „Nach den bisher geltenden Vorgaben sind über 99 Prozent der Landesfläche von der Windkraftnutzung ausgeschlossen. Diese Schwarz-Weiß-Regelung ist ein großes Hindernis. Um die Ausbauziele zu erreichen braucht es mehr Flexibilität in der Ausweisung potenzieller Standorte.“ Um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, sollen zudem Leitlinien erarbeitet werden, in denen die einschlägigen fachlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, zum Beispiel naturschutzrechtliche Vorgaben, zusammengefasst werden, so Minister Untersteller.

Doch nicht nur die Entwicklungen im Land, sondern auch bundespolitische Entscheidungen haben einen maßgeblichen Einfluss darauf, ob das Bundesland seine Ausbauziele im Bereich der Windenergie erreichen kann. „Der Bundesverband WindEnergie begrüßt, dass die Länder im Bundesrat im Rahmen der EEG Novelle ein klares Votum für die Windenergie an Land abgegeben haben. Das hat dazu geführt, dass die Bundesregierung zumindest in Teilen die zuvor beschlossenen Kürzungen für Windenergie an Land zurückgenommen hat. Jetzt kommt es aber darauf an, dass die Bundestagsabgeordneten bei ihrer Abstimmung am Donnerstag den Empfehlungen des Bundesrates in Gänze folgen. Das bedeutet: Vollständiger Erhalt des Systemdienstleitungsbonus (SDL). Oder alternativ: Eine Vergütungserhöhung auf 9,2 Cent sowie die Schaffung eines verbesserten Vergütungsmodells für Binnenlandstandorte," unterstreicht der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie, Hermann Albers, am Rande des Windenergiebranchentages in Stuttgart.

Quelle:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
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