Informationstechnologie

3. IKT-Gipfel Baden-Württemberg

Mehrere Netzwerk-Kabelstecker leuchten in einer Steckleiste. (Foto: dpa)

Heute hat unter der Leitung von Wirtschaftsminister Nils Schmid der 3. IKT-Gipfel Baden-Württemberg in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim stattgefunden (IKT: Informations- und Telekommunikationstechnologie). Die 34 Mitglieder der IKT-Allianz Baden-Württemberg diskutierten den aktuellen Bericht zur Umsetzung der Projekte und Maßnahmen der Initiative Forward-IT und die darin enthaltenen Vorschläge für die Weiterentwicklung des Standortes Baden-Württemberg.

„Die Digitalisierung ist einer der wichtigsten Trends für die Wirtschaft. Wir müssen die Chancen der Digitalisierung nutzen und uns vor allem auch gegen neuartige Sicherheitsrisiken rüsten. Gemeinsam mit unseren Forschungsinstituten wollen wir dafür sorgen, dass gerade die kleinen und mittleren Unternehmen mit sicheren IT-Lösungen versorgt werden. Damit werden ihre guten Ideen und ihr wertvolles Know-How vor Hackern und Spähattacken geschützt“, sagte Wirtschaftsminister Schmid.

Wir müssen die Chancen der Digitalisierung nutzen

Am weltweit führenden Standort für Maschinen- und Anlagenbau ist die Unterstützung der heimischen Industrie für das Land ein wichtiger Schwerpunkt. Aus der Initiative Forward-IT ist unter anderem die mittlerweile eigenständige Allianz Industrie 4.0 hervorgegangen. Für die Aktivitäten stellt das Land für die Jahre 2015 bis 2108 insgesamt 10,5 Millionen Euro bereit. Für die Weiterentwicklung des Standortes hat neben der IT- und Datensicherheit - auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels - die digitalisierte Unterstützung in Wohn- und Lebensbereichen „Smart Home & Living“ große Bedeutung. Die Entwicklung und Erprobung neuer kooperativer Geschäftsmodelle sind für die Innovationskraft der baden-württembergischen Wirtschaft von zentraler Bedeutung.

„Wir haben gemeinsam in der ersten Umsetzungsphase in den letzten zwei Jahren viel erreicht. Das Land unterstützt die Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Digitalen Agenda 2020+ Baden-Württemberg mit insgesamt 33 Millionen Euro“, so Minister Schmid. Mit konkreten Projekten wie der Erweiterung des House of Living Labs im Forschungszentrum Informatik (FZI), dem Zentrum für IT-Sicherheit und Sicherheitstransfer dem Digitalen Innovationszentrum (DIZ) oder der Cloud Mall Baden-Württemberg stelle sich das Land den aktuellen Herausforderungen und unterstütze vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen.

„Wir sind sicher, dass die vom Land beschlossenen Projekte die kleinen und mittleren Unternehmen im Land optimal bei ihrem digitalen Transformationsprozess begleiten“, so Alf Henryk Wulf, Vorsitzender des Vorstands der Alstom Deutschland AG und von Baden-Württemberg: Connected e.V.

„Wir arbeiten Hand in Hand mit der Landesregierung an der erfolgreichen Gestaltung des digitalen Wandels. Unser gemeinsames Ziel ist ein weiterhin starkes und gesundes Baden-Württemberg. Wir begrüßen ausdrücklich die vom Land initiierte IKT-Allianz, die die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung angeht und auch die notwendigen Schlüsse zieht. Das Land und die Wirtschaft haben gemeinsam wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht und diese auch schnell und konsequent umgesetzt“, sagte Martin Hubschneider, Vorstandsvorsitzender der CAS Software AG und Vorstand des CyberForums e.V.

IKT-Allianz Baden-Württemberg

Die IKT-Allianz Baden-Württemberg wird seit Mai dieses Jahres durch den als Wirtschaftsbeirat eingerichteten Strategiekreis unterstützt, er wird von Staatssekretär Hofelich geleitet. Aufgabe des Strategiekreises ist es, die Digitale Agenda 2020+ Baden-Württemberg weiterzuentwickeln und damit neue Impulse für den Standort zu geben. Am 11. November 2015 hatte der Strategiekreis seinen ersten Bericht vorgelegt. Im Spitzengespräch der IKT-Allianz werden die Handlungsempfehlungen des Strategiekreises im Hinblick der Umsetzbarkeit konkretisiert. Danach werden Vorschläge für Projektkonsortien gemacht und mit der Ausarbeitung von Projektvorschlägen begonnen.

In diesem Jahr findet der IKT-Gipfel des Landes zum ersten Mal im Rahmen des Hightech Summit Baden-Württemberg statt. Das landesweite Hightech-Netzwerk Baden-Württemberg: Connected e.V. und das Wirtschaftsministerium haben unter diesem Dach zwei der wesentlichen Branchenveranstaltungen zusammengeführt. Die 500 Teilnehmer der Konferenz konnten sich in vier Fachforen über aktuelle Themen und Trends rund um die IKT informieren. Diskutiert wurden die Themen Geschäftsmodelle, Umsetzungskonzepte, Technologietreiber sowie Telekommunikation.

Die IKT-Allianz Baden-Württemberg wurde am 25. September 2013 gegründet. Damals startete auch die Initiative Forward-IT - und damit auch die Umsetzung der von über 100 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft formulierten Digitalen Agenda für Baden-Württemberg.

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