Radverkehr

21 Landesradfernwege ausgezeichnet

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In einer bundesweit einzigartigen Qualitätsoffensive hat Baden-Württemberg alle Landesradfernwege zertifizieren lassen. Den Abschluss feierten Elke Zimmer, Staatssekretärin im Verkehrsministerium, und Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, mit weiteren Verantwortlichen.

Staatssekretärin Elke Zimmer hat am 27. Juli 2022 gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Patrick Rapp die Qualitätsoffensive Landesradfernwege feierlich abgeschlossen. Damit sind in Baden-Württemberg 20 von 21 Landesradfernwegen als Qualitätsradrouten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) qualifiziert – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Der 21. Weg, der Rheinradweg, wurde auf Basis der europäischen Zertifizierungsstandards (ECS) zertifiziert.

Meilenstein im Ausbau des Radwegenetzes

Staatssekretärin Elke Zimmer sagte: „Mit der Qualitätsoffensive ist ein wichtiger Meilenstein im Ausbau des Radwegenetzes im Land gelungen. Damit steht fest: Alle Landesradfernwege sind zertifizierte Qualitätsradwege. Das ist bundesweit einmalig und unterstreicht die hohe Attraktivität von Baden-Württemberg als Radtourismusregion. Und wer in der Freizeit gute Erfahrungen mit dem Fahrrad macht, probiert auch im Alltag das Fahrrad häufiger aus. Daher ist die Qualitätsoffensive auch ein wichtiger Beitrag zu unserem Landesziel, den Radverkehr in Baden-Württemberg zu verdoppeln.“

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp ergänzte: „Viele Branchen im Land profitieren vom Tourismus. Qualitativ hochwertige Landesradfernwege tragen dazu bei, dass unsere Gäste das Urlaubsland Baden-Württemberg klimafreundlich und sicher erkunden können. Eine durchgängige Beschilderung ermöglicht eine leichte Orientierung. So kommen wir unserem Ziel näher, Deutschlands beliebtestes Reiseland zu werden. Aber wir schaffen damit auch eine gute Grundlage dafür, dass sich die Menschen im Alltag öfters zu Fuß oder mit dem Rad fortbewegen.“

Vorbei an Schlössern, Flüssen und Seen führen die 21 Routen auf einer Gesamtlänge von über 4.500 Kilometern durch das ganze Land. Ganz egal ob für eine mehrtägige Tour oder für einen Tagesausflug: die Landesradfernwege eignen sich optimal, um komfortabel und unkompliziert in die Pedale zu treten. Dabei bietet eine lückenlose Beschilderung einfache Orientierung entlang der Routen. Die Qualitätsauszeichnung garantiert, dass Radreisenden auf der Strecke insgesamt gute Qualität geboten wird.

Land unterstützte Qualitätsentwicklung vor Ort

Mit der 2019 gestarteten Qualitätsoffensive Landesradfernwege haben das Verkehrs- und das Tourismusressort des Landes lokale Akteure wie Landkreise, kreisfreie Städte und Tourismusorganisationen bei der Weiterentwicklung ihrer Landesradfernwege unterstützt, so dass sie die Qualitätszertifizierung erreichen konnten.

Staatssekretärin Elke Zimmer hat nun im Zuge eines Vor-Ort-Termins gemeinsam mit Dr. Richard Sigel, Landrat des Rems-Murr-Kreises, ein Stück der Landesradfernwege „Remstalweg“ sowie „Württemberger Weinradweg“ befahren. Im Anschluss hat Gudrun Zühlke, Landesvorsitzende des ADFC Baden-Württemberg, im Weingut Kern in Rommelshausen auch im Beisein von Staatssekretär Dr. Rapp sowie von Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Baden-Württemberg GmbH (TMBW), die Urkunden an die fünf zuletzt zertifizierten Landesradfernwege überreicht.

„Die Qualitätsoffensive des Landes war ein wichtiger erster Schritt zu mehr Qualität im Radtourismus“, so Zühlke. „Aber Qualität ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf! Daher ist es nur konsequent, die neuen und optimierten Landesradfernwege mit einem dauerhaften Qualitätsmanagement und einer regelmäßigen Qualitätsüberprüfung weiterhin zu begleiten.“

Braun ergänzte abschließend: „Mit der Qualitätsoffensive der Landesradfernwege haben wir den Grundstein gelegt, um Deutschlands Radreiseland Nummer 1 zu werden. Jetzt gilt es, gemeinsam mit allen Beteiligten neue Impulse zu setzen und den Radfahrenden im In- und Ausland zu zeigen, was Baden-Württemberg zu bieten hat.“

Qualitätsoffensive Landesradfernwege

Die Qualitätsoffensive ist eine Kooperation des Verkehrs- und Wirtschaftsministeriums, das federführend durch die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und die Tourismus Marketing Baden-Württemberg (TMBW) ausgeführt wurde. Zu Beginn der Qualitätsoffensive erfüllten lediglich zwölf der damals 19 Landesradfernwege (LRFW) die Anforderungen für die Premiumklassifizierung. Im Laufe des Prozesses wurden lokale Akteure wie Landkreise, kreisfreie Städte und Destinationsmarketingorganisationen (DMOs) der betreffenden Radfernwege bei der Weiterentwicklung ihrer Landesradfernwege unterstützt. Für alle Wege wurde eine Lösung gefunden, entweder indem eine Geschäftsstelle installiert und die Routenführung attraktiver gestaltet wurde oder indem der Weg durch einen attraktiveren anderen Radfernweg ersetzt wurde.

Die bereits ADFC-zertifizierten Radwege „Albtäler Radweg“ und „Remstal-Radweg“ mit jeweils vier Sternen und der „Naturpark Radweg Schwarzwald“ mit drei Sternen haben sich zur Aufnahme in die Familie der Landesradfernwege beworben und wurden aufgenommen. Weitere Landesradfernwege konnten im Begleitprozess erstmals als ADFC-Qualitätsradroute ausgezeichnet werden. Während des Prozesses wurden einige Landesradfernwege neu konzipiert:

  • Der „Württemberger Weinradweg“ mit vier Sternen, ersetzt den „Kraichgau Hohenlohe-Radweg“.
  • Der „Badische Weinradweg“ mit drei Sternen ersetzt den Rheintalradweg.
  • Nach Routenverlegungen und -anpassungen zur Verbesserung der Qualität der Radwege wurden die Landesradfernwege „Hohenzollern-Radweg“ und „Schwäbische Alb-Radweg“ mit vier Sternen ausgezeichnet.
  • Aus den ehemaligen Landesradfernwegen „Alb-Neckar-Radweg“ und „Hohenlohe-Ostalb-Radweg“ entstand ein neues touristisches Produkt unter dem Namen „Württemberger Tälerradweg“, zertifiziert ebenfalls mit vier Sternen.

Durch die Routenverlegungen und -anpassungen konnte die Beschilderung entlang der neuen Landesradfernwege noch nicht überall abschließend umgesetzt werden. Daher erhalten der „Hohenzollern-“, der „Schwäbische Alb-“ und der „Württemberger Tälerradweg“ bis zum Abschluss der Beschilderung Anfang 2023 erstmal eine vorläufige ADFC-Urkunde.

Das RadNETZ: Mehr Rad fürs Land

Landesradfernwege im Überblick

Landesradfernweg Sterne
Albtäler-Radweg Vier
Badischer Weinradweg Drei
Bodensee-Radweg Vier
Donau-Bodensee-Radweg Drei
Donau-Radweg Vier
Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg Drei
Hohenzollern-Radweg* Vier
Kocher-Jagst-Radweg Vier
Naturpark Radweg Schwarzwald Drei
Neckartal-Radweg Vier
Oberschwaben-Allgäu-Radweg Drei
Odenwald-Madonnen-Radweg Drei
Radweg Liebliches Taubertal Fünf
Remstal-Radweg Vier
Schwäbische-Alb-Radweg* Vier
Schwarzwald-Panorama-Radweg Drei
Stromberg-Murrtal-Radweg Drei
Südschwarzwald-Radweg Drei
Rheinradweg ECS-zertifiziert
Württemberger Tälerradweg* Vier
Württemberger Weinradweg

Vier

*Diese Landesradfernwege tragen eine vorläufige Urkunde (Anwärterurkunde) bis Anfang 2023 die Beschilderung vollständig montiert ist.

Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
  • Umweltschutz

Hauk besucht Regierungsbezirk Karlsruhe

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
  • Tourismus

Rapp auf Tourismus-Sommerreise

Menschen stehen während der „Langen Nacht der Museen“ im Kunstmuseum in Stuttgart vor dem Kunstwerk „yet sometimes what is read successfully, stops us with its meaning, no. II“ des Künstlers Michel Majerus aus dem Jahr 1998 (Bild: © dpa)..
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„MitbeStimmungsorte“ startet mit zwei Museen im Land

Kinder beim Schwimmunterricht.
  • Frühkindliche Bildung

Mit „SchwimmFidel – ab ins Wasser!“ schwimmen lernen

Fahrzeug für die Erfassung der Zustands- und Bestandsdaten auf Radwegen in Baden-Württemberg
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Zustandsprüfung für 2.500 Kilometer Radwege

Im Wasser einer renaturierten Moorfläche spiegelt sich die Sonne. (Foto: © dpa)
  • Flurneuordnung

Flurneuordnungsverfahren leisten wichtigen Beitrag zum Moorschutz

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
  • Verkehrsunfallbilanz

So wenig Tote im Straßenverkehr wie noch nie

Ein Steinmetz bearbeitet einen Schilfsandstein aus Baden-Württemberg bei der Sanierung eines historischen Gebäudes.
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Land fördert 75 Kulturdenkmale mit rund 6,3 Millionen Euro

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas. (Foto: © dpa)
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Wasserkraftwerk in Ottersdorf wird erweitert

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
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Waldferienprogramme bieten vielfältige Bildungsangebote

Auf einer Baustelle liegt ein vormontierter Rotor einer Windkraftanlage. Arbeiter bereiten den Rotor für die Montage am Windrad vor.
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Ausbau der Windkraft weiter beschleunigen

Das Thermostat einer Heizung.
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Heizkostenzuschuss für Wohngeldbeziehende

Blick auf zwei Windräder, die im Wald stehen
  • Windenergie

Weitere Ausschreibung für Windkraftanlagen im Staatswald

Dr. Andreas Gundelwein
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Neuer Direktor und Stiftungs­vorstand am TECHNOSEUM

Zwei Frauen stellen auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Diogenes Verlags Zürich Bücher in ein Regal. (Bild: © dpa)
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danube books Ulm erhält Verlagspreis Literatur

Ein E-Auto tankt in einem Parkhaus an einer Ladesäule Strom
  • Elektromobilität

Förderung von Elektro-Quartiershubs wird ausgeweitet

Präsentation der neuen Wanderkarten anlässlich des Deutschen Wandertags 2022. Von links nach rechts: Präsident des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) Robert Jakob, Stellvertretende Präsidentin des Schwäbischen Albvereins e.V. Regine Erb, Oberbürgermeisterin der Stadt Fellbach Gabriele Zull, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Nicole Razavi MdL, Landtagsabgeordneter Siegfried Lorek MdL, Bundestagsabgeordnete Christina Stumpp MdB, Bundestagsabgeordneter Prof. Dr. Stephan Seiter MdB.
  • Freizeit

Neue Wanderkarten vorgestellt

Eine Regionalbahn (Foto: © dpa)
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Maßnahmen gegen Störungen im Bahnbetrieb

Eine Moorlandschaft bei Sonnenuntergang.
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Klima schützen mit gesunden Mooren

Inbetriebnahme des Elektrolyse-Demonstrator mit einer elektrischen Leistung von rund einem Megawatt am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung; von links nach rechts: Prof. Dr. Frithjof Staiß, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW; Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Dr. Marc-Simon Löffler; Leitung des Fachgebiets Regenerative Energieträger und Verfahren am ZSW.
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Besserer Artenschutz durch Wiedervernetzung

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Energiesparen beim Warmwasser

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Die neuen IDEENSTARKEN beim gemeinsamen Kick-off in Heidelberg zum Auftakt des einjährigen Mentoringprogramms
  • Kultur- und Kreativwirtschaft

Zehn Kreativunternehmen ausgezeichnet

Kläranlage
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