Viele Verbesserungen zum neuen Schuljahr

  • Neues Schuljahr 2018/2019

    Viele Verbesserungen zum neuen Schuljahr

    Erstklässler am ersten Schultag (Bild: © dpa)

    Bild: © dpa


    Auch im neuen Schuljahr stellt die Landesregierung die Weichen, um die Leistungsfähigkeit und Qualität unserer Schulen weiter zu verbessern. Der Fokus liegt dabei darauf, bedarfsgerechte und effiziente Strukturen aufzubauen, um die Qualität schulischer Angebote dauerhaft zu sichern.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, die Basiskompetenzen wie lesen und rechnen mit einer passgenauen Förderung zu stärken. In unserer Bilderstrecke haben wir für Sie die wichtigsten Neuerungen zum neuen Schuljahr 2018/2019 kompakt zusammengefasst.

     

  • Neues Schuljahr 2018/2019

    Wissenschaftliche Begleitung

    Schüler arbeiten an der Freien Schule Anne-Sophie in Künzelsau (Baden-Württemberg) gemeinsam selbständig in einem Gruppenarbeitsraum. (Foto: © dpa)

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    Zu Beginn des Jahres 2019 richten wir das „Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung“ und das „Institut für Bildungsanalysen“ ein. Damit erhält die Kultusverwaltung eng miteinander verzahnte Einrichtungen, die die Qualität der Schulen dauerhaft sichern sollen.

    Das „Institut für Bildungsanalysen“ soll mit einem systematischen Bildungsmonitoring eine solide Datenbasis bereitstellen. Diese dienen dann für datenbasierte und wissenschaftlich unterlegte bildungspolitische Entscheidungen. Um zu wissen, wo das Land steht, sollen zentrale Lernstanderhebungen über alle Schularten hinweg Standard werden.

    Auch Fortbildungs- und Unterrichtskonzepte werden wir künftig vor ihrem Einsatz auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen. Mit zentralen Vorgaben des „Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung“ gewährleisten wir, dass wir künftig landesweit Angebote in hoher und gleicher Qualität zur Verfügung stellen.

  • Neues Schuljahr 2018/2019

    Verbindliche Rechtschreibung

    Schüler arbeiten gemeinsam an einer Aufgabe

    Vom Schuljahr 2018/2019 an gilt der Rechtschreibrahmen als verbindliche Grundlage für den Rechtschreibunterricht in den Klassen eins bis zehn im Fach Deutsch an allen allgemein bildenden Schulen. Er bietet eine verlässliche Orientierung sowie fachdidaktische Impulse für einen fundierten Rechtschreibunterricht.

    Entwickelt hat den Rechtschreibrahmen eine Arbeitsgruppe, die sich aus Lehrkräften aller Schularten und Prof. Ossner vom Rat für deutsche Rechtschreibung zusammensetzte. Fachlich unterstützt wurde das Ministerium außerdem durch das Mercator-Institut der Universität Köln.

  • Neues Schuljahr 2018/2019

    Mehr Zeit für Deutsch und Mathematik

    Grundschule Schüler rechnen Aufgabe

    Die Schlüsselqualifikationen Lesen, Schreiben und Rechnen sind schon in der Grundschule von zentraler Bedeutung. Bereits im Schuljahr 2016/2017 erhielten die Grundschulen deshalb in den Klassen eins und zwei je eine zusätzliche Stunde für Deutsch und für Mathematik. Im vergangenen Schuljahr 2017/2018 haben wir diese Stunden um eine Stunde für die Klassenstufe drei aufgestockt.

    Im Schuljahr 2018/2019 folgt jetzt der letzte Aufbauschritt mit einer weiteren Stunde für die Klassenstufe vier. Die Grundschulen können diese wahlweise im Fach Deutsch oder im Fach Mathematik einsetzen. Alleine für den letzten Ausbauschritt haben wir 160 Deputate, für sämtliche Erhöhungen insgesamt 640 Deputate zur Verfügung gestellt.

    Zum kommenden Schuljahr verschiebt sich außerdem der Beginn des Fremdsprachenunterrichts in den Grundschulen von Klasse eins auf die Klasse drei. Die vier durch die Verschiebung frei werdenden Stunden verbleiben als Poolstunden an den Grundschulen. Die Grundschulen sollen die Stunden vor allem für die individuelle Förderung in Deutsch und Mathematik einsetzen.

  • Neues Schuljahr 2018/2019

    Besondere Förderung für lesen und rechnen

    Eine Grundschullehrerin erklärt Schülerinnen und Schülern Aufgaben.

    Ab dem kommenden Schuljahr startet an 64 Schulen mit rund 3.400 Schülerinnen und Schülern das Förderprogramm „Lesen macht stark“ und „Mathe macht stark“ für Haupt-/Werkreal-, Gemeinschafts- und Realschulen. Die in Schleswig-Holstein entwickelten systematischen Förderkonzepte starten im Schuljahr 2018/2019 in Klassenstufe fünf. Weitere Ausbauschritte bis einschließlich Klasse sieben folgen bis zum Schuljahr 2021/2022. Das auf drei Schuljahre angelegte Förderprogramm wird dabei durchgehend wissenschaftlich evaluiert.

  • Neues Schuljahr 2018/2019

    Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg

    Schüler melden sich in der Klasse in der Rosensteinschule in Stuttgart. In der Vorbereitungsklasse werden Flüchtlingskinder auf die Teilnahme am regulären Schulunterricht vorbereitet (Bild: © dpa).

    Nur wenn zugewanderte Kinder und Jugendliche unsere Sprache sprechen und verstehen, haben sie eine ehrliche Chance. Hier setzen wir an.

    Dafür verlängern wir zusätzliche 565 Stellen mit einem Gegenwert von rund 35 Millionen Euro. Die Schulämter erhalten vom neuen Schuljahr an pro Vorbereitungsklasse (VKL) in der Grundschule zusätzlich zwei Stunden für Sprachfördermaßnahmen. Der Wechsel von der VKL in die Regelklasse wird bis zu zwei Jahre lang mit bis zu vier Wochenstunden unterstützt. Die Stundentafel im Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse (VABO) erhöhen wir für Mathematik, Berufsorientierung, Englisch und Computeranwendungen von 20 auf bis zu 30 Schülerwochenstunden.

     

  • Neues Schuljahr 2018/2019

    Mehr und besseren Ganztag


    Im neuen Schuljahr 2018/2019 starten weitere 41 Ganztagesschulen, 36 davon mit dem schulgesetzlich verankerten Ganztagskonzept. Mit diesen 36 neuen Standorten gibt es ab dem Schuljahr 2018/2019 insgesamt 470 Ganztagsschulen, die mit dem schulgesetzlich vorgesehenen Ganztagskonzept arbeiten. Für den Ausbau der Ganztagsgrundschulen hat das Land für die Jahre 2018 und 2019 zusätzlich jeweils 50 Deputate eingeplant.

    Das Kultusministerium erprobt außerdem im kommenden Schuljahr 2018/2019 mit ausgewählten Kommunen, wie man Ganztagsgrundschulen bei der Verwaltung ihrer rhythmisierten Ganztagsangebote stärker unterstützen kann. Die Projektpartner richten dazu an fünf Standorten im Land Koordinierungsstellen mit ausgebildetem Verwaltungspersonal ein. Diese bieten den Schulen bei ihrer Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern organisatorische Hilfestellungen an.

    Darüber hinaus arbeitet das Ministerium derzeit an verbindlichen Qualitätsstandards für den Ganztag, die den schulgesetzlich verankerten Ganztagsschulen eine verlässliche Orientierung für ihre pädagogische und organisatorische Arbeit bieten sollen. Diese Standards sollen zum Schuljahr 2019/2020 verbindlich werden.

     

  • Neues Schuljahr 2018/2019

    Zusätzliche Poolstunden für Realschulen

    Ein Lehrer erklärt Schülerinnen etwas im Unterricht (Bild: © Ministerium für Kultus, Jugend und Sport BW).

    Auch das Konzept zur Stärkung der Realschulen setzen wir weiter um. Realschulen können seit dem Schuljahr 2017/2018 selbst entscheiden, ob sie Gruppen, Klassen oder Züge bilden oder im Unterricht differenzieren, um die jeweils beste Art der Förderung anzubieten.

    Um die Schülerinnen und Schüler dabei leistungsdifferenziert zu fördern, stehen den Realschulen Poolstunden zur Verfügung, die bis zum Schuljahr 2020/2021 sukzessive auf 20 Stunden je Zug erhöht werden sollen. Zum Schuljahr 2018/2019 steigt die Zahl der Poolstunden von 13 auf 16 Stunden pro Zug.

  • Neues Schuljahr 2018/2019

    Mehr Informatikunterricht

    Ein Lehrer arbeitet mit Schülerinnen und Schülern an einem Tablet-PC. (Foto: © dpa)

    Bild: © dpa


    Wir haben im Schuljahr 2017/2018 der Aufbaukurs Informatik zunächst in Klasse sieben an allen allgemein bildenden Gymnasien eingeführt. Zum neuen Schuljahr 2018/2019 folgt jetzt der Aufbaukurs in Klasse sieben an den allen Haupt-/Werkrealschulen, Real-schulen und Gemeinschaftsschulen. Der Aufbaukurs vermittelt vertiefende Kompetenzen – beispielsweise zur Kodierung von Daten, zu Sicherheit und Datenschutz – sowie ein Verständnis von Algorithmen.

    An den Gymnasien startet im neuen Schuljahr außerdem das neue Fach „Informatik – Mathematik – Physik“ (IMP). IMP ermöglicht es Schülerinnen und Schülern im Anschluss an den Aufbaukurs Informatik in Klasse sieben, sich vertieft mit Inhalten der Informatik, Mathematik und Physik auseinanderzusetzen. Im darauffolgenden Schuljahr, führen wir IMP auch an den Gemeinschaftsschulen ein. An den Haupt-/Werkrealschulen und Realschulen führen wir dann zudem das freiwillige Wahlfach Informatik von Klasse acht bis zehn ein.

  • Neue Schuljahr 2018/2019

    Neues Fach „Wirtschaft“ an Gymnasien

    Ein Tabletcomputer ragt in einem Klassenzimmer aus der Tasche einer Schülerin. (Foto: © dpa)

    Bild: © dpa


    Zum Schuljahr 2017/2018 haben wir das Fach „Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung“ in Klassenstufe sieben der Werkrealschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen eingeführt. Jetzt startet das neue Fach beginnend in Klasse acht auch an den Gymnasien. Das Fach „Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung“ gibt der ökonomischen Grundbildung und der Ausbildungs- und Studienorientierung an allgemein bildenden Schulen einen deutlich höheren Stellenwert und bereitet die Schülerinnen und Schüler auf konkrete ökonomisch geprägte Lebenssituationen vor.

    Alle Informationen zum neuen Schuljahr

    Meldung: Maßnahmenpaket gegen Lehrermangel zeigt Wirkung


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Porträt

Dr. Susanne Eisenmann

Ministerin für Kultus, Jugend und Sport

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Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport (Bild: © dpa)