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Arbeitsmarkt
  • 28.02.2018

Zahl der Arbeitslosen geht erneut zurück

  • Ein Steinmetz bearbeitet einen Schilfsandstein aus Baden-Württemberg bei der Sanierung eines historischen Gebäudes.

Die Arbeitslosenquote ist im Februar wieder auf 3,4 Prozent gesunken. Damit liegt sie deutlich unter dem Wert vom Februar 2017. Bei Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder Studium lag die Quote mit 2,3 beziehungsweise 1,8 Prozent noch niedriger.

Nach einem kurzen Anstieg zum Jahreswechsel ist die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg wieder im Abwärtstrend. Im Februar waren 207.776 Menschen ohne Job, gut 4.350 weniger als im Januar, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Die Quote fiel von 3,5 auf 3,4 Prozent und liegt damit auch deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Im Februar 2017 hatte der Südwesten eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Damals waren gut 230.000 Menschen ohne Job. Auf weiterhin hohem Niveau sei die Nachfrage nach Fachkräften, hieß es – so hoch, dass die Suche für die Unternehmen immer schwieriger werde.

Nach Darstellung der Experten ist ein Anstieg zum Jahresbeginn ohnehin nichts Ungewöhnliches: Wenn es draußen kalt ist, ruht in einigen Branchen – zum Beispiel auf dem Bau – normalerweise die Arbeit und es werden weniger Menschen beschäftigt. Außerdem laufen Ende Dezember verstärkt Arbeitsverträge aus. Einzig die Jugendarbeitslosigkeit hat die schnelle Trendwende im Februar noch nicht mitgemacht. Den Angaben zufolge lag die Arbeitslosenquote unter jungen Leuten bis 25 Jahre bei 2,6 Prozent und damit noch etwas höher als im Januar.

„Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes setzt sich auch im Februar unvermindert fort. Wir nähern uns der Vollbeschäftigung an“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Ausbildung als Jobgarant

Von der guten Arbeitsmarktentwicklung konnten im Vergleich zum Vorjahr alle Personengruppen profitieren. Allerdings haben nicht alle Arbeitslosen gleich gute Chancen, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden. „Nur 2,3 Prozent der Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung sind arbeitslos, bei den Personen mit akademischer Ausbildung liegt die Arbeitslosenquote sogar nur bei 1,8 Prozent. Diese Zahlen zeigen: Eine berufliche Qualifizierung ist eine gute Investition für die Zukunft“, so Hoffmeister-Kraut. Dagegen hätten vor allem Arbeitslose ohne abgeschlossene Berufsausbildung mit einer Arbeitslosenquote von 10,4 Prozent große Probleme bei der Arbeitsplatzsuche.

Trotz der guten Zahlen sei es wichtig, eine verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen und Migranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Daneben würden sich aber auch Probleme zeigen, den Fachkräftebedarf zu decken. „An der hohen Arbeitskräftenachfrage mit fast 110.000 offenen Stellen wird deutlich, dass in vielen Betrieben inzwischen Engpässe bei der Fachkräftegewinnung bestehen und dies das Wachstum bremsen kann“, sagte die Ministerin weiter.

Mit dem Landesprogramm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ unterstütze man vor allem Langzeitarbeitslose, junge Menschen ohne Berufsausbildung, Alleinerziehende, ältere Menschen und Migrantinnen und Migranten beim Arbeitsmarktzugang. Allein von 2018 bis 2020 stelle die Landesregierung hierfür insgesamt rund 19,2 Millionen Euro zur Verfügung. So soll dem Problem des Fachkräftemangels entgegengewirkt und allen Arbeitslosen dabei geholfen werden, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden.

Bundesagentur für Arbeit: Statistik für Baden-Württemberg.

Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg: Erfolgreich 1.300 Langzeitarbeitslose in Beschäftigung vermittelt.

Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg: Beschäftigungschancen bleiben gut.

Quelle: dpa / Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau


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